400 alte Obstsorten gehütet und dokumentiert

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Roggwil Die beim Bau des Autobahnzubringers A1 angelegte Obstsortensammlung in Hofen bei Roggwil gewährt alten, teils längst vergessenen Sorten jenseits der Wirtschaftlichkeit eine Weiterexistenz . Über 400 Obstbäume sind inzwischen von einer Gruppe um von Kilian Scheuzger erfasst worden. Die Gruppe hat sich vorgenommen, sämtliche ­alten Obstsorten von Hofen zu dokumentieren.

Sie macht sich nun daran, wie an der Hauptversammlung des Trägervereins unter Leitung von Präsident Thomas Alder ausgeführt wurde, von den einzelnen Sorten Berichte über Herkunft, Verwendung und Besonderheiten zusammenzutragen. Dabei sei sie auf die Mithilfe aller Mitglieder angewiesen.

In Planung ist der Umbau der Liegenschaft in Hofen. Das Vorhaben sei im Budget 2017 des Kantons enthalten. Das Projekt werde in nächster Zeit erstellt und die Baueingabe gemacht, hiess es. Die renovierten Räumlichkeiten dürften jedoch kaum rechtzeitig zur Ernte zur Verfügung stehen, dämpfte der Vorstand gewisse Erwartungen.

Die Obsternte verlief im üblichen Rahmen, allerdings mengenmässig ohne den Rekord vom letzten Jahr zu erreichen. Das hat mit der Alternanz zu tun, für welche Hochstammbäume sehr anfällig sind. Trotzdem konnte allen Mitgliedern zehn Liter Süssmost abgegeben werden. 240 Mitglieder gehören dem Verein an. Robert Piffrader und Manuela Müller haben die Website des Vereins neu gestaltet. Das Pro und Kontra des biologischen Pflanzenschutzes wird den Verein in diesem Jahr beschäftigten. (red)