40 Jahre und kein Schnäuz leiser

Drei Tage lang feierte das Panikorchester Ermatingen am Wochenende sein 40jähriges Bestehen. 1500 Gratulanten liessen die Paniker hochleben und überreichten ihnen einen Orden für immerwährende fasnächtliche Freundschaft.

Margrith Pfister-Kübler
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Urs Weilenmann, Präsident Panikorchester (links), trägt um den Hals den Orden für immerwährende fasnächtliche Freundschaft. Überreicht wurde dieser durch Rico Turnheer und Saskia Geisselhardt, Präsident und Vizepräsidentin des Groppen-Komitees. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Urs Weilenmann, Präsident Panikorchester (links), trägt um den Hals den Orden für immerwährende fasnächtliche Freundschaft. Überreicht wurde dieser durch Rico Turnheer und Saskia Geisselhardt, Präsident und Vizepräsidentin des Groppen-Komitees. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

ERMATINGEN. Am Freitag gab es eine After-Work-Bar, am Samstag ein Jubiläumsfest und gestern schliesslich noch den Katerfrühschoppen. Mit der grossen Jubiläumsparty für die Bevölkerung zum 40. Bestehen wurde das Panikorchester seiner Favoritenrolle in der Gesellschaft souverän gerecht.

Dank und Respekt für Paniker

Die Ehrbezeugungen der Gratulanten zeugten von Dankbarkeit und Respekt. «Das ist riesig», zieht Urs Weilenmann, genannt «Bär», Vereinspräsident und OK-Präsident des Jubiläumsanlasses, gestern Bilanz. Fleissig wie Ameisen sorgten die Mitglieder des Panikorchesters für das Wohl der Gäste. Das Motto «40 Jahre und kein Schnäuz leiser» war überall sichtbar. Schwarze Riesenschnäuze hingen in den Zelten über den Köpfen. Sechs Gastguggen waren angereist, um ein Konzert zu geben. Aber auch viele Ex-Paniker trafen sich am Jubiläumsfest wieder. Einige Ehemalige rund um Rolf Fehr aus Mannenbach kamen sogar extra von einer Töfftour zurück. Gestern Sonntag rockte die legendäre T-River-Band über die Stedi, mit Gemeindepräsident Martin Stuber als Sänger und Gitarrist. Auch die Ermatinger Hattlepfeffer pfefferten lost. Selbst Alphornklänge fehlten nicht.

Musik statt rückblickende Worte

Souveräne Auftritte gab es auch am Samstag mit der Froschenkapelle aus Radolfzell. «Wir verzichten auf langweilige Rückblicke», sagte Moderator Jürg Stauffer, eine legendäre Groppenfasnachtsgrösse. Panikorchester-Präsident Urs Weilenmann zeigte sich in seiner Rede stolz auf seine Paniker und auf Ermatingen. Fürs nächste Jubiläum sei dann wohl die neue Stedi parat, so Weilenmanns Vision, und er löste weitere Heiterkeit aus. Als «Institution mit Kult-Status» bezeichnete Gemeindepräsident Martin Stuber das Panikorchester. Er zeigte Dankbarkeit dafür, dass die Paniker einen riesigen Beitrag ans Dorfleben leisten. Einfallsreiche Gratulationen brachte auch das Groppenkomitee mit. Sie zeigten eine witzige Sitzungsinszenierung mit dem einzigen Traktandum «Panik». Ehrengropp und Präsident Rico Thurnheer und seine Vorstandskollegen und Vizepräsidentin Saskia Geisselhardt setzten satirische Panik-Sprüche obendrauf und überreichten dem Panikorchester Ermatingen den Orden für immerwährende fasnächtliche Freundschaft.