300 000 Franken besser als budgetiert

Die Stimmberechtigten von Schönholzerswilen stimmten an der Gemeindeversammlung am Mittwochabend der Jahresrechnung 2014 einstimmig zu. Eine geplante Verengung einer Verbindungsstrasse sorgte für grosse Diskussionen unter den Versammlungsteilnehmern.

Rudolf Steiner
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Gemeindeammann Fredy Oettli leitet die Versammlung. (Bild: Rudolf Steiner)

Gemeindeammann Fredy Oettli leitet die Versammlung. (Bild: Rudolf Steiner)

SCHÖNHOLZERSWILEN. «Eine Idee muss Wirklichkeit werden, sonst ist sie nur eine Seifenblase.» Mit diesem Spruch begrüsste Gemeindeammann Fredy Oettli am Mittwochabend im Mehrzwecksaal in Schönholzerswilen 68 Stimmberechtigte zur Gemeindeversammlung. Damit wies er auf die Realisierung des Glasfasernetzes in Schönholzerswilen hin, mit dessen Planung sich der Gemeinderat befasst.

Zielscheiben werden saniert

Nebst der Abnahme der Jahresrechnung 2014 und der Verwendung des Ertragsüberschusses (siehe Kasten) befanden die Stimmberechtigten über den Kredit für die Sanierung von vier Scheiben in der Schiessanlage Schönholzerswilen. Der Gemeinderat beantragte dafür einen Kredit von 55 000 Franken. «Laut Bundesgesetz haben die Gemeinden für den Unterhalt und den Ersatz von Trefferanzeigen zu sorgen, die für die ausserdienstlichen militärischen Schiessübungen sowie die Schiessvereine benötigt werden», sagt Oettli. Der beantragte Kredit wurde einstimmig gutgeheissen. Diskussionen gab es dafür wegen der im Sommer geplanten Sanierung der Gemeindestrasse im Neuhaus.

Schmale Strasse ärgert Bauern

Die Strasse im Neuhaus ist die kürzeste Verbindung von Ritzisbuhwil nach Mettlen, sie ist aber nur vier Meter breit. Damit bei Kreuzungsmanövern nicht mehr in vollem Tempo auf die angrenzenden Wiesenflächen ausgewichen werden kann, plant der Gemeinderat, entlang der nördlichen Fahrbahnseite Pfähle aufzustellen. Dadurch soll die Strasse optisch verengt werden und die Autofahrer vom Gas gezwungen werden. Von einem Votanten wurde sogar gefordert, die Einbahnregelung einzuführen.

Wie sich zeigte, stossen aber beide Massnahmen bei Landwirten mit ihren immer grösser und breiter werdenden Traktoren und Anhängern auf Opposition. Gemeindeammann Oettli versicherte, dass man die Situation prüfen und mit der Nachbargemeinde Bussnang besprechen werde, da der westliche Teil der Strasse auf Bussnanger Gemeindegebiet liege.