30-Zone soll abschrecken

Da der Verkehr an der Hünikonerstrasse in Amlikon stark zugenommen hat, soll eine Tempo-30-Zone eingeführt werden. Anwohner hatten dafür Unterschriften eingereicht.

Nicole D'orazio
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In der Hünikonerstrasse ist Tempo 30 nicht mehr lange freiwillig. (Bild: ndo)

In der Hünikonerstrasse ist Tempo 30 nicht mehr lange freiwillig. (Bild: ndo)

AMLIKON-BISSEGG. Seit die Unternehmen in der Region gewachsen sind, hat der Verkehr durch Amlikon-Bissegg zugenommen. Stark betroffen ist die Hünikonerstrasse, die von Amlikon nach Bussnang führt. «Vor allem morgens und abends nutzen viele Autofahrer, Lastwagen und Sattelschlepper diese Strasse», sagt Gemeindeammann Othmar Schmid. «Denn es stimmt nicht, dass die Fahrer über Weinfelden und Rothenhausen nach Bussnang fahren, wenn es über Amlikon schneller geht.» Ins betroffene Quartier sind zudem viele Familien mit Kindern gezogen.

«Der Schulweg führt diese Strasse entlang und einige Häuser stehen direkt am Strassenrand, was beides gefährlich ist.»

Besorgte Anwohner

Die Anwohner der Strasse zeigten sich in den letzten drei Jahren immer besorgter und reichten im Mai 2009 schliesslich gesammelte Unterschriften ein, mit der sie eine Tempo-30-Zone in der Hünikonerstrasse forderten.

«Der Gemeinderat hat sich dem Problem angenommen und ein Ingenieurbüro beauftragt, ein Projekt auszuarbeiten», sagt Othmar Schmid. Mittlerweile liege dieses beim Kanton zur Bewilligung. «Da wir die Strasse auch gleich sanieren wollen, haben wir uns für eine etwas aufwendigere Lösung entschieden.»

Die Hünikonerstrasse wird demnach in eine 3,5 Meter breite Fahrbahn und einen 1,5 Meter breiten Fussgänger- und Velostreifen eingeteilt. Diese werden durch Strassenpfähle abgetrennt.

«Bei Schnee können diese aber entfernt werden, damit es der Pflug einfacher hat», erklärt Schmid. Lastwagen mit einer Länge von über 12 Metern wird die Durchfahrt mit der Einführung von Tempo 30 untersagt. «Damit können landwirtschaftliche Fahrzeuge weiterhin passieren, was uns wichtig war.» An der Budgetversammlung vom 2. Dezember haben die Amliker über den Baukredit von 430 000 Franken abzustimmen. «Dann steht einem Baubeginn nichts mehr im Weg.»

Zweites Strassenproblem

Ein weiteres Problem haben die Amliker mit der Bussnangerstrasse, die dem Waldrand entlang führt. «Diese Strasse wird ebenfalls viel befahren, ist sehr eng, gefährlich und muss ständig repariert werden», sagt Schmid. Die Unterhaltskosten seien hoch. «Wir sind darum mit dem Bussnanger Gemeinderat schon längere Zeit im Gespräch, ob ein Ausbau eine Lösung wäre.» Doch im Nachbarort ende die Strasse in einer bewohnten Gegend.

An der Budgetgemeindeversammlung sollen darum zuerst die Einwohner befragt werden, was diese zur Situation meinen, so Schmid. «Dann sehen wir weiter.»

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