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270 000 Franken für die Freiheit

Den Fredi kennt der Chretzer schon seit der Schulzeit. Damals sprangen sie immer gemeinsam nach dem Klingeln zum Schulschluss nach draussen. Das Schrillen war Musik in beider Ohren, war es doch der Auftakt für einen freien Nachmittag.
Chretzer

Den Fredi kennt der Chretzer schon seit der Schulzeit. Damals sprangen sie immer gemeinsam nach dem Klingeln zum Schulschluss nach draussen. Das Schrillen war Musik in beider Ohren, war es doch der Auftakt für einen freien Nachmittag. «Heutzutage wechseln die Kinder nahtlos aus der Schule in den Hort», meint der Freund am Stammtisch. «Die sind nie ohne Aufsicht.» «Vielleicht auch ganz gut so», sagt der Chretzer in Erinnerung daran, was für einen Unfug Fredi und er damals angestellt haben. Dem Kleinchretzer könnte so manche schmerzhafte Erfahrung erspart bleiben. Ausnahmsweise mischt sich die Chretzerin in das Gespräch: «Ihr konntet doch nur frei rumlaufen, weil euch im Notfall die Grosseltern oder die Mütter gerettet hätten. Die lange Leine habt ihr Gofen nur nicht bemerkt.» Heute wohnen Grosseltern oft Tausende Kilometer entfernt, und die Mütter haben Jobs. Wer die sozialen Zwänge der guten alten Zeit nicht zurückhaben will, muss am Wochenende wohl für die «Schule mit Tagesstruktur» stimmen, auch wenn sie Geld kostet.

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