26 zu 11 im Hörnli

Dreispitz

Chretzer
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Selten hat der Chretzer zur Badi-Eröffnung so viele Dauerschwimmer gesehen. In absoluten Zahlen waren es zwar nicht viele, die zwischen Gartentag auf dem Boulevard und Schrofen-Hoffest das Sommer-Vorfreude-Ritual des Anbadens begingen. Aber diejenigen, die ins Hörnli gepilgert waren, blieben dafür länger als sonst.

Üblicherweise springen die Kreuzlinger Ende April einmal kurz ins Becken, schütteln sich und gehen heiss duschen. Dieses Jahr blieben sie, bis sie um halb sechs aus dem Becken vertrieben wurden, weil die Wasserballer den Platz brauchten. «Was ist los?», fragte der Kleinchretzer seinen Vater. «Sieh dir die Zahlen an», sagt der. «Wasser 26, Luft 11 Grad. Kein Wunder, dass sich niemand aus dem Wasser traut.»

Die Kreuzlinger Wasserballer scheinen sich auch gefühlt zu haben wie ein Fisch im Wasser. Ihr erstes Spiel am Freitag gegen Carouge gewannen sie 18:1, nur gegen Lugano reichte es mit 8:10 nicht ganz. Da wäre ein 26:11 zu schön gewesen.

Chretzer

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