250 Glöggli für ein Hallelujah

AMRISWIL. In neuem Gewand stellte die Glöggli-Clique am Freitagabend den kommenden Tourplan und neue Musikstücke vor. Rund 80 Gönner und Sponsoren folgten dem Ruf in den Glöggli-Keller.

Manuel Nagel
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Wie ein bunter Blätterwald im Herbst kommt die Glöggli-Clique in der Fasnachtssaison 2016 daher. (Bild: Manuel Nagel)

Wie ein bunter Blätterwald im Herbst kommt die Glöggli-Clique in der Fasnachtssaison 2016 daher. (Bild: Manuel Nagel)

Es hatte etwas Mystisches, als um 19.19 Uhr aus dem angrenzenden Leimatwald bimmelnde und verkleidete Gestalten mit Laternen auftauchten.

Der Anlass für diese Maskerade war die Präsentation des neuen Kostüms der Glöggli-Clique. Doch nicht mit Pauken und Trompeten marschierten die Guggenmusiker auf den Vorplatz ihres Übungslokals am Rande der Stadt, sondern mit feinen Blockflötenklängen, leise das Stück «Ein Männlein steht im Walde…» spielend.

«Ein Glöggli steht im Walde…»

Für das Motto 2016 hat die Clique allerdings «Männlein» durch «Glöggli» ersetzt. Und getreu diesem Leitsatz sind die Farben zwar bunt, aber nicht glitzernd oder schrill. Erdfarben und grün dominieren das neue Gewand, welches Brigitte Kiesenebner entworfen hat.

500 Meter Stoff verarbeitet

Fabriziert hat die farbigen Kunstwerke Gisela Huber. Rund 500 Meter Stoff hat die Schneiderin benötigt und 250 Glöggli in die Kostüme eingenäht. Das letzte wird erst in den kommenden Tagen fertiggestellt, da die vorgesehene Schneiderin kurzfristig ausfiel und Huber einsprang. Es sind nicht die ersten Kleider der Glöggli-Clique, welche durch ihre Nähmaschine gerattert sind.

Bevor jedoch die Musiker und deren Gönner und Sponsoren in den warmen Glöggli-Keller dislozierten, gedachten sie des im März 2015 verstorbenen Ehrenpräsidenten Hansueli Bürgi und spielten zu seinen Ehren «Ciao Amore» in der Kleinformation.

Verschiedene Leckerbissen

Im Probelokal der Glögglis stand alles bereit für den Racletteplausch. Dazwischen stellte Präsident Adrian Widmer die neuen Mitglieder vor, und Tourmanagerin Sarina Fehr präsentierte den Tourplan der kommenden fünf Wochenenden.

Vor dem Aufbau des Dessertbuffets boten die Glögglis aber noch einen besonderen Leckerbissen. Neu gekleidet spielten sie ihre frisch einstudierten Stücke. Das Schweizer Medley, unter anderem mit Dodos «Hippie Bus» sowie Lo & Leducs «Jung verdammt», wird die Fasnächtler sicher zum Kochen bringen. Am meisten Gänsehaut gab es jedoch bei Leonard Cohens crescendoartigem «Hallelujah».

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