200 Quadratmeter Trainingsfläche

arbon. Nach der zweimonatigen Bauphase konnte Christian Bösch Anfang April das Training in der neuen Skema-Kampfkunstschule Arbon aufnehmen.

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In der Skema Kampfkunstschule können Jung und Alt verschiedenste asiatische Kampfstile erlernen. (Bild: Quelle)

In der Skema Kampfkunstschule können Jung und Alt verschiedenste asiatische Kampfstile erlernen. (Bild: Quelle)

Die Trainingsfläche ist gross: Über 200 Quadratmeter erstrecken sich vor dem Schüler, wenn er den Barbereich verlässt und den Trainingsraum betritt. Die Fensterfront lässt viel Sonnenlicht ein – wahrscheinlich wirkt der Raum deshalb so hell und einladend. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Spiegelwand – vor ihr schulen die Schülerinnen und Schüler ihren Körper und verfeinern ihre Techniken.

Dass es auch mal härter zugehen kann, darauf lassen die Handpratzen, Boxsäcke, Trittkissen und Sparringausrüstungen an den Wänden schliessen. Schulleiter Christian Bösch hat das Training am 7. April in Arbon aufgenommen. Zuvor hatte der 32jährige Versicherungsberater in der Skema-Schule in Amriswil unterrichtet.

Breites Spektrum

Für ihn sei es «unheimlich spannend» zu sehen, wer den Weg in seine neue Schule findet. So breit wie das Spektrum der Kampfstile in der Skema ist, so unterschiedlich sind auch die Schüler, die in der Skema trainieren. Christian Bösch unterrichtet Erwachsene in Wing Chun Kung Fu (Selbstverteidigung ohne Waffen), Eskrima (Selbstverteidigung mit Waffen) und Tai Chi/Chi Kung (Gesundheitsschulung). Kinder trainiert er im Kinder Wu Shu, Jugendliche im Wing Chun.

Seine Ausbildung hat er bei Skema-Instruktor Helmut Mettler in Amriswil sowie Skema-Gründer Suny Kamay (Rolli Krauer) auf den Philippinen absolviert. Selber trainiert er – mit einem kleinen Unterbruch – bereits seit 1989. Jeden zweiten Samstag hält er sich gemeinsam mit den anderen Instruktoren aus der ganzen Schweiz auf dem Laufenden. Zweimal nahm Bösch mit dem Schweizer Nationalteam an der Eskrima-Weltmeisterschaft auf den Philippinen teil und holte dort mehrere Medaillen.

Mehr als ein Hobby

Unter dem Dachverband der Skema eine eigene Schule zu gründen, sei schon immer sein Traum gewesen. «Dieses Ziel stand aber nicht im Vordergrund. Das wäre anmassend gewesen. Instruktor und Schulleiter zu sein, ist eine Aufgabe, in die man hineinwächst», sagt der Kampfkünstler. Wenn Christian Bösch unterrichtet, ist er in seinem Element. Seine grosse Begeisterung für die Kampfstile und auch für die Philosophie, die dahinter steht, ist ansteckend und springt schnell auf seine Schüler über.

Die Aufgabe als Instruktor erlaube ihm, das weiterzugeben, das ihm selber Freude bereite. Ausserdem könne er damit Menschen helfen – sei es bei gesundheitlichen Problemen, um Dampf abzulassen oder bei gewissen Ängsten und Blockaden.

Für Christian Bösch ist Kampfkunst längst mehr als nur ein Hobby. Für ihn ist sie eine Lebensschule, deren Erkenntnisse er auch in seinen Alltag einfliessen lässt. Zeit für andere Hobbies bleibt ihm wenig. Tagsüber geht er seinem Beruf nach, abends unterrichtet er. Hat er ein bisschen Freizeit, verbringt er die gerne in der Natur – sei es im Wald beim Holzhacken oder mit dem Boot auf dem See. Besonders gerne verbringt er seine Zeit mit seinen beiden Göttikindern.

Probetraining und Infoabend

Ein Probetraining in der Skema-Kampfkunstschule ist jederzeit möglich. Interessierte können sich eine Viertelstunde vor Trainingsbeginn in der Schule einfinden oder sich vorher telefonisch oder per Mail bei Christian Bösch anmelden.

Er ist unter der Telefon-Nummer 071 440 47 77 zu erreichen oder unter arbon@skema.ch. Die Trainingszeiten sind unter www.skema.ch zu finden. Zudem wird am Dienstag, 27. Mai, um 19 Uhr ein Infoabend in Wing Chung Kung Fu und Eskrima (Selbstverteidigung mit und ohne Waffen) mit Vorführung und kurzem Workshop durchgeführt. Es sind alle eingeladen vorbeizukommen. Die Schule befindet sich an der Kupferwiesenstrasse 4 in Arbon.

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