138 königsblaue Sessel

Neue Stühle zieren bald die Empore im Saal des Kongresszentrums Thurgauerhof in Weinfelden. Die Gemeinde macht für die Modernisierung 230 000 Franken locker.

Esther Simon
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In der ersten Reihe: Spezialfirmen haben einen neuen Teppich verlegt und die erste Tranche von Stühlen montiert. (Bild: Esther Simon)

In der ersten Reihe: Spezialfirmen haben einen neuen Teppich verlegt und die erste Tranche von Stühlen montiert. (Bild: Esther Simon)

WEINFELDEN. Die bald 40jährigen Stühle auf der Empore im grossen Saal des Thurgauerhofs waren wirklich kein schöner Anblick mehr. Ganz abgesehen davon entsprachen die Brüstung und die Geländer an den Treppen nicht mehr den neusten Sicherheitsvorschriften. Zwei Zentimeter zu niedrig sei die Brüstung, beanstandete die Suva. Falls die Höhe nicht angepasst werde, müssten pro Anlass zwei Aufsichtspersonen her, hiess es.

138 Stühle herausgerissen

Weil sich die Gemeinde beim Thurgauerhof, den Tausende von Menschen jährlich frequentieren, keine Blösse geben will, beschloss der Gemeinderat, die Empore noch vor dem Foyer zu sanieren und sprach den Kredit von 230 000 Franken als gebundene Ausgabe. Mitte Oktober begannen Firmen mit dem Herausreissen der 138 dunklen, fleckigen Stühle und dem Fussboden auf der Empore. Einige neue Stühle sind bereits plaziert, der neue Teppich ist verlegt. Ziel ist, am 5. November mit den Arbeiten fertig zu sein. Die neuen Stühle präsentieren sich in frischem Königsblau und passen sowohl zu den Holzverkleidungen als auch zu den blauen Bühnenvorhängen.

Paul Roth, Sachbearbeiter im Hochbauamt der Gemeinde, verschweigt nicht, dass die Handwerker bisher unter grösstem Zeitdruck arbeiten mussten, weil Tagungen im Saal die Arbeitsabläufe immer wieder unterbrachen.

Kein Probesitzen

«Auf den neuen Stühlen hat kein Probesitzen stattgefunden, auch hatten wir keine Musterstühle», sagt Paul Roth in Anspielung auf das Probesitzen von Gemeindeparlamentariern auf Musterstühlen für den Rathaussaal. «Aber Referenzen haben wir natürlich eingeholt.»

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