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100 Schüler trommeln

Gestern hat das internationale Drums & Percussion Camp in Weinfelden begonnen. Am ersten Tag kamen alle Oberstufenschüler aus Weinfelden und Märstetten in den Genuss von Schlagzeugunterricht.
Mario Testa
Beim Abschlusskonzert im Saal der Musikschule spielen alle Märstetter Sekundarschüler zusammen auf Cajons, Kesselpauken, Trommeln und Xylophonen. (Bild: Mario Testa)

Beim Abschlusskonzert im Saal der Musikschule spielen alle Märstetter Sekundarschüler zusammen auf Cajons, Kesselpauken, Trommeln und Xylophonen. (Bild: Mario Testa)

Für die meisten Sekundarschüler aus Weinfelden und Märstetten war es gestern eine ganz neue Erfahrung – das Spiel auf Schlagzeug, Kesselpauke, Xylophon und Co. Und doch hat es viele schon nach wenigen Minuten gepackt und sie trommelten drauflos mit Schlägern und Händen. «Mir gefällt es sehr gut. Ich bin ein Musikfan. Auch wenn ich sonst Keyboard spiele, macht das Trommeln auf den Pauken richtig Spass», sagt die Märstetterin Sanja. Mit ihren Schulkolleginnen steht sie im grossen Saal der Musikschule, fünf hinter den Kesselpauken, deren dreissig hinter Xylophonen und Glockenspielen. Perkussionslehrer Willi Forster gibt Anweisungen, zeigt wie die Schläger gehalten werden, gibt den Rhythmus vor.

Eine Etage höher sitzen 30 Jugendliche hinter Schlagzeugen und Handtrommeln. «Schaut zwischendurch nach vorne zu mir. Ich zeige euch, ob ihr laut oder leise trommeln sollt», sagt Schlagzeuglehrer Simon Forster. «Und es heisst zwar Schlagzeug, aber wir schlagen nicht, wir lassen die Sticks nur fallen.» Mit jedem neuen Versuch, in der Gruppe den gleichen Beat zu schlagen, klappt es besser. Simon Forster freut sich darüber, dass er allen Sekundarschülern der Region die Perkussionsinstrumente näherbringen kann. «Es soll ein Erlebnis sein für die Jugendlichen, aber auch ein Resultat dabei herausschauen am Schlusskonzert», sagt er. «Es ist interessant zu sehen, wie hier Schüler, die sonst vielleicht nicht zu den Besten in der Klasse zählen, plötzlich den Knopf auftun und meine Anweisungen richtig gut umsetzen.»

Im Untergeschoss übt Lukas Meier mit einer weiteren grossen Gruppe das Spiel auf dem Cajon – einer Holzkiste, die als Mini-Schlagzeug dient. «Die Schüler machen sehr gut mit. Nur ist es für mich manchmal schwierig, etwas zu sagen, weil alle drauflos trommeln», sagt er. Als Musiklehrer am internationalen Drums & Percussion Camp in Weinfelden hofft er, dass an diesem Tag doch einige Schüler mit dem Perkussions-Virus angesteckt werden. «Wir wollen die Faszination vermitteln und ich denke schon, dass einige Lust bekommen, ein Perkussionsinstrument spielen zu lernen.» Zum Schluss des Morgens an der Musikschule treffen sich alle Schüler und die Lehrer im grossen Saal der Musikschule zum gemeinsamen Abschlusskonzert. Mit über 200 Händen und Schlägern spielen sie gemeinsam ihre Grooves, die erstaunlich gut klingen, nach nur wenigen Stunden Übens.

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