Arbeitszeitmodellenoch nicht reif

WIL. Die Fachtagung des Kaufmännischen Verbandes Ost «Flexible Arbeitsverhältnisse: Chancen – und heikle Fallgruben?» traf den Puls der Zeit. Aus Studien geht hervor, dass die Schweizer Angestellten es grundsätzlich vorziehen, nach einem flexiblen Zeitplan zu arbeiten.

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Wil. Die Fachtagung des Kaufmännischen Verbandes Ost «Flexible Arbeitsverhältnisse: Chancen – und heikle Fallgruben?» traf den Puls der Zeit. Aus Studien geht hervor, dass die Schweizer Angestellten es grundsätzlich vorziehen, nach einem flexiblen Zeitplan zu arbeiten.

Im Einführungsreferat beleuchtete der erfahrene Altstätter Fachanwalt Christoph Senti die rechtliche Optik von flexiblen Anstellungsbedingungen. Anschliessend stellt der Zürcher Arbeitszeitexperte Toni Holenweger verschiedenste Modelle von Arbeitszeitlösungen vor. Marcel Brotzer als Stellvertreter des Geschäftsführers der Thomann Nutzfahrzeuge AG in Schmerikon zeigte betriebseigene Arbeitszeitmodelle aus der Praxis auf.

Die abschliessende Diskussionsrunde zeigte ein differenziertes Bild: Die Imagebroschüren vieler Unternehmen zeigen zwar eine Vielzahl an Arbeitsmodellen auf. Vielfach sei dies alles aber «nur Imagepflege und schöne Unternehmensrhetorik», hiess an der Tagung. Flexible Arbeitsverhältnisse werden zudem von den einen als Falle für Arbeitnehmende verteufelt; von andern aber als Brücke in unbefristete Normalanstellungen und als Alternativen zur Arbeitslosigkeit gelobt.

«Es zeigt sich, dass die Schweiz in Sachen flexible Arbeitszeitgestaltung noch in den Kinderschuhen steckt», stellt Felix Bischofberger fest, Leiter Angestelltenpolitik des Kaufmännischen Verbandes Ost. (red.)

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