Arbeit wieder in geregelten Bahnen

Die Vakanz der Stellenleitung und die unsichere finanzielle Situation hatten dazu geführt, dass die Patientenstelle Ostschweiz von Zürich aus betreut wurde – vorübergehend.

Kurt Peter
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frauenfeld. Die Patientenstelle Ostschweiz hat eine positive Entwicklung erlebt; darauf wies Präsidentin Edith Graf-Litscher an der Jahresversammlung in Frauenfeld hin. Von April 2009 bis Dezember 2010 hatte die Beratungsarbeit nämlich von der Stelle in Zürich übernommen werden müssen. Gründe dafür waren die Vakanz der Stellenleitung und die finanzielle Situation gewesen. Mit Astrid Burtscher ist eine fachlich qualifizierte Stellenleiterin gefunden worden, und so konnte – nach viermonatiger Einarbeitung von Astrid Burtscher in Zürich – die Patientenstelle in Frauenfeld zum Jahresbeginn wieder tätig werden. In den ersten drei Monaten konnte Astrid Burtscher drei Fälle abschliessen; sechs sind noch in Bearbeitung.

158mal wurde die Patientenstelle telefonisch kontaktiert, acht Beratungen wurden durchgeführt. Das Spektrum an Fragen und Problemstellungen sei riesig, so die Stellenleiterin, sie reichten von Versicherungsfragen über Patientenrecht, Kostendeckungen bis hin zu Schlichtungen.

Zusammenarbeit geregelt

Für Präsidentin Edith Graf-Litscher war die Anstellung von Astrid Burtscher der Höhepunkt des Berichtsjahres. Sie stelle in einem 30-Prozent-Pensum die Beratungstätigkeit in Frauenfeld sicher und erfülle die beiden Leistungsaufträge, welche mit dem Departement für Finanzen und Soziales abgeschlossen worden seien. Die Präsidentin zeigte sich erleichtert, dass «wir nun ein stabiles finanzielles Fundament für unsere Beratungs- und Ombudstätigkeit haben».

Die Leistungsvereinbarungen regeln die Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und der Patientenstelle in zwei Bereichen. Die Schlichtungsstelle für Menschen mit Behinderungen in Heimen arbeitet nach den Grundlagen des kantonalen Behindertenkonzepts und setzt sich dafür ein, dass Patientinnen und Patienten über ihre Rechte informiert sind und diese auch durchgesetzt werden. Die Beratungsstelle bietet persönliche und telefonische Auskünfte.

Gesundheit nach aussen tragen

Neben den Mitgliederbeiträgen sorgt der Kantonsbeitrag für den höchsten Ertragsposten. Bei den Einnahmen wurden 24 700 Franken verbucht, die Ausgaben betrugen 12 400 Franken. Damit wurde ein Gewinn von 12 300 Franken erzielt. Auch das Budget des laufenden Jahres sieht einen Gewinn von 11 470 Franken vor.

Der Gewinn aus beiden Jahren bezeichnete Edith Graf-Litscher als «Fundament für unsere Arbeit, Gesundheitsthemen der Öffentlichkeit näherzubringen». Für dieses Jahr sind zwei Veranstaltungen geplant.