Arbeit statt Kreuzfahrt, Aufräumen statt Skitour, Balkon statt Offa: Wie Corona die Osterpläne von Ostschweizer Prominenten durchkreuzt

Telefonieren, kochen, den Wald aufräumen, Sonntagszöpfe verteilen: Bekannte Ostschweizerinnen und Ostschweizer über ihre Pläne für Ostern, was sie stattdessen machen – und worauf sie sich am meisten freuen, wenn die Coronakrise vorbei ist.

Drucken
Teilen

Daniel Seelhofer
Rektor Ostschweizer Fachhochschule

Bild: Michel Canonica

Für grosse Ostereiersuchaktionen sind meine Kinder mittlerweile zu alt. Ich hatte mich aber darauf gefreut, mit meiner Familie wieder einmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln die Ostschweiz zu erkunden. Auf dem Programm standen unter anderem ein Besuch in Quinten am Walensee und ein Abstecher auf den Hohen Kasten, gutes Wetter vorausgesetzt natürlich. Und traditionell war ein grosses Familienessen vorgesehen. Wir werden unseren Ausflug in den Garten verlegen und stattdessen dort grillieren – und zwar unabhängig vom Wetter. Das Familienessen beschränkt sich nun halt auf die Kernfamilie. Aber sicherlich werden wir auch mit den Familienmitgliedern, die nun nicht zusammenkommen können, in irgendeiner Form in Kontakt sein – möglicherweise ja im Geiste des aktuell erlebten Digitalisierungsschubs als Videokonferenz?

Persönlich freue ich mich darauf, auch ältere Familienmitglieder und Freunde wieder besuchen zu dürfen – wobei für mich noch nicht ganz klar ist, wie das funktionieren soll, da das Virus ja nach dem Ende des Lockdowns nicht einfach verschwindet. Da bin ich gespannt auf die Empfehlungen von Bund und Kanton. Gesellschaftlich freue ich mich darauf, dass sich die Situation hoffentlich für alle die Menschen, die aktuell um ihre Existenz kämpfen müssen, möglichst rasch wieder verbessert. Und schliesslich würde es mich sehr freuen, wenn auch nach dem Lockdown die jetzige gesellschaftliche Solidarität aufrechterhalten bliebe.

Emil Koller
Verwaltungsratspräsident Drehrestaurant und Seilbahn Hoher Kasten

Bild: PD

Karfreitag ist ein traditioneller Skitourentag. Obwohl die Säntisabfahrt an diesem Tag stark frequentiert ist, gehört sie bei passendem Wetter einfach dazu. Dieses Jahr müssen wir das leider streichen. Das gilt auch für den Ostersonntag, der bei uns mit dem traditionellen Osteierwerfen gefeiert wird: Familie und Freunde treffen sind nach dem Mittag zu Dessert und Kaffee. Nachher geht’s ins Freie. Ostereier werden hoch in die Luft geworfen. Gesottene Eier gehen nämlich beim Aufprall auf die Wiese nicht kaputt, solange sie nicht auf einen Stein treffen. Wenn mal eins kaputt geht, wird es unverzüglich gegessen.

Am Ostermontag wäre ich von meinen Kindern und Grosskindern aus Anlass meines letzten Geburtstags zu einem Ausflug in den Tessin eingeladen gewesen. Auch daraus wird nichts. Ostern verbringen wir nun schön brav zuhause. Zum Glück wohne ich an einem schönen, abgelegenen Ort. Spaziergänge und kurze Wanderungen sind vom Haus aus möglich. Zudem müssen wir noch den Wald fertig aufräumen, der nach den Stürmen im letzten Herbst arg gelitten hat.

Das Treffen und gesellige Zusammensein mit Menschen vermisse ich am meisten. Als Sänger und Dirigent des Engelchörlis freue ich mich, bis der Probebetrieb wieder losgeht und wir die zahlreichen abgesagten Auftritte nachholen können. Das Publikum fehlt einem schon nach kurzer Zeit.

Martina Hügi
Kabarettistin und Slampoetin

Bild: Andrea Stalder

Ich wäre an Ostern - wie absurd - zu Hause geblieben; hätte bei der Familie Rosé getrunken und geplaudert, wäre mit Freunden an die frische Luft und hätte mich auf die Künstlerbörse in Thun vorbereitet. Was ich nun machen werde? Keine Ahnung und auf das freue ich mich: Nichts müssen, vielleicht das Telefon müde telefonieren und en Rüeblichueche bache. Wenn das alles vorbei ist, dann freue ich mich auf das Schönste: Meine Liebsten wieder sehen und in die Arme nehmen können und wieder hemmungslos unterwegs sein.

Karl Locher
Mitinhaber Brauerei Locher,
Appenzell

Bild: Hanspeter Schiess

Geplant war, dass wir Ostern zu Hause in Appenzell sind und Wanderungen im Alpstein machen. Wir ändern unsere Pläne nicht, ausser dass wir anstatt der Wanderungen den Garten vorbereiten und etwas Gemüse und Blumen pflanzen. Worauf ich mich freue, wenn der Lockdown vorbei ist? Dass die Restaurants wieder öffnen und im grösseren Kreis ein Bier getrunken werden kann.

Martin Vinzens
Direktor Strafanstalt Saxerriet

Bild: Benjamin Manser

Die Ostertage bedeuten für uns traditionellerweise einen kulinarischen Jahreshöhepunkt mit Osterbraten bei meiner Schwiegermutter. Darauf und auf das Treffen mit unserer erweiterten Familie ist nun leider zu verzichten. Ebenso sind Bewegungsaktivitäten (Biketour, Wandern) verschoben. Aufgrund der Sachlage werde ich mich teils in der Strafanstalt aufhalten, um gemeinsam mit Mitarbeitenden durch Präsenz und mit Gesprächen die belastende Situation von Gefangenen – Besuchsverbot, Sperrung von Vollzugsöffnungen – zu entschärfen. Ansonsten zu Hause bleiben, Familie leben, lesen, Filme schauen, den Garten geniessen, Stille aushalten, mich selber aushalten, Komplexes auf ganz Einfaches reduzieren.

Für die Zeit nach dem Lockdown freue ich mich darauf, Leute zu treffen, Begegnungen wieder zu beleben, Kontakte unverkrampft und ohne «social distancing» pflegen zu können. Weiter freue ich mich auf Normalität im Arbeitsalltag, also ein bisschen weniger Anspannung und Verantwortung, geordnete Tagesabläufe im Arbeitsprozess, ohne stets Mitarbeitende für Mehrleistungen einsetzen zu müssen.

Ferner hoffe und freue ich mich auf einen heilsamen Effekt der «Corona-Zeit», nämlich wieder einmal der Einsicht Raum zu geben, dass wir doch persönliche Grenzlinien haben, nicht alles machbar ist, nicht alles steuerbar und wir dadurch dankbarer und ein wenig demütiger werden. Und insbesondere jene nicht vergessen, die durch den Coronavirus in schmerzhafte berufliche und private Lagen geraten sind.

Kerry Jean
Hauptdarstellerin Musical
«Wüstenblume», Theater St. Gallen

Bild: PD

Eigentlich hätte ich über die Ostertage in Hamburg in «Tina» - dem Musical über das Leben von Tina Turner – gespielt. Jetzt werde ich die Zeit mit meinem Freund und seiner Familie verbringen. Ich glaube, sie werden einen speziellen Osterbrunch machen. Ich habe nicht mehr Ostern gefeiert, seit ich ein Kind war. Deshalb ist es schön, dass ich wieder einmal Gelegenheit habe. Wenn diese Coronakrise vorbei ist, freue ich mich auf einfache Dinge: Sich draussen bewegen können ohne Sorgen. Oder ein gutes Essen in einem meiner Lieblingsrestaurants. Und am meisten freue ich mich, endlich meine Familie in den USA wiederzusehen.

Martin Klöti
Regierungsrat FDP, Kanton St.Gallen

Bild: Ralph Ribi

Ich habe mich sehnlichst auf ein paar schöne Frühlingstage auf meinem Anwesen im Südwesten Frankreichs gefreut. Das Leben im Einklang mit der Natur hätte mich mit Energie aufgetankt. Nun ist der Radius kleiner geworden und ich gehe davon aus, dass auch während der Ostertage noch berufliche Aufgaben im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise anstehen werden. Glücklicherweise darf ich mit dem kleinen Terrier «Ador» ins Freie. Mein Partner ist für die Einkäufe, fürs Kochen und Backen zuständig und so leben wir eigentlich paradiesisch.

Worauf ich mich freue, wenn diese Zeit vorbei ist? Es ist die Freiheit, sich zu entscheiden und zu bewegen, ohne diese allgegenwärtigen Barrieren im Kopf. Was darfst du? Was kannst du? Könnte es dich erwischen? Ich freue mich vor allem, wieder mit Menschen näher zusammensein zu dürfen, wieder zu reisen und Veranstaltungen aller Art zu besuchen.

Peter Zeidler
Trainer FC St.Gallen

Bild: Claudio Thoma / freshfocus

Ich wäre liebend gerne mit unserer Mannschaft nach Lugano gefahren. Seit dem letzten Spiel in Lugano wissen wir, wie es geht, aus dem Tessin drei Punkte mitzunehmen. Jetzt werde ich versuchen , das schöne Frühlingswetter zu geniessen. Vielleicht mache ich einen schönen Oster-Jogginglauf. Davor freue ich mich auf ein ausgedehntes Osterfrühstück mit meiner Familie.

Ich freue mich darauf, wieder einmal gemütlich auf der Terrasse eines St.Galler Cafés zu sitzen und zu lesen, dass der FCSG am Vortag gewonnen hat und vor allem, auch wenn es noch ein bisschen dauert: grosse Spiele mit unseren Zuschauern im Kybunpark.

Sabine Kurz
Mitgründerin Geburtshaus St.Gallen

Bild: Urs Bucher

An Ostern hätte ich gerne meine Freundin und ihre Familie besucht. Bei diesem Prachtswetter hätten wir nun mal so richtig schön draussen Eier suchen können. Beim Durchstreifen der Wälder und Blumenwiesen hätten wir dieses Jahr wahrscheinlich sogar den Osterhasen mit seinem Chrättli auf dem Rücken getroffen.

Im Geburtshaus arbeiten wir ja rund um die Uhr durchgehend sieben Tage die Woche. So bin ich dieses Jahr an Ostern zum Arbeiten eingeteilt. Meine Kolleginnen und ich werden sehen, was die Tage bringen, wie viele Kinder zur Welt kommen wollen und wie viele junge Familien bei uns im Wochenbett sind. Mir fehlen vor allem die sozialen Kontakte, meine Freundinnen, das Zusammensein, der Austausch, der direkte Kontakt zu meinen Mitmenschen. Aber auch wiedermal ins Kino gehen können stell ich mir fantastisch vor!

Ulrike Landfester
Professorin für Deutsche Sprache
und Literatur, Universität St. Gallen

Bild: Urs Bucher

Eigentlich wären mein Mann und ich Ostern auf einem Schiff zwischen Kambodscha und Singapur gewesen. Anfang Februar flogen wir nach Singapur, wo ich zwei Monate zur Nationalkultur Singapurs forschen wollte; eine zehntägige Kreuzfahrt durch Südostasien sollte den krönenden Abschluss bilden. Nach zwei Wochen haben wir angesichts des Corona-Ausbruchs entschieden, vorzeitig heimzukehren; die Kreuzfahrt wurde abgesagt.

Wir bleiben nun gemütlich zuhause, arbeiten, reisen durch Bücher statt mit dem Schiff, telefonieren viel mit unseren Familien und versuchen, uns nicht zu viel Sorgen zu machen (meine Nichte arbeitet als frischgebackene Ärztin auf einer Infektiologie-Station in Schweden), geniessen dazwischen die Sonne auf unserer Terrasse, und ich entdecke mit Begeisterung meine Kochbücher wieder neu, um uns bei Laune und Gesundheit zu halten. Die Osterfeiertage werden wir mit Bachs wunderbar hoffnungsfrohen Osterkantaten und natürlich einem Lammbraten geruhsam daheim begehen.

Ich freue mich darauf, Menschen wieder in (relativer) Nähe begegnen zu können. Ich staune täglich, wie viel kreative Lösungen für virtuelle Begegnungen über das Internet aus dieser Krise entstehen – und wie deutlich das gleichzeitig auch macht, dass physisches Zusammensein etwas Besonderes und Kostbares ist.

Katrin Meyerhans
Leiterin Publikumsmessen Olma St.Gallen

Bild: Michael Huwiler

Als Mitglied eines Kirchenchors hätte ich über die Ostertage zwei festliche Orchestermessen mitgefeiert, wir hätten Freunde getroffen und den Frühling draussen in der Natur genossen. Vor allem aber hätte ich mich natürlich auf unsere Frühlingsmesse OFFA gefreut, die in der Woche nach Ostern stattgefunden hätte. Nun geniessen wir halt unser Zuhause im Garten oder auf dem Balkon, werden feine Menus kochen, den Grill anwerfen, mal ein Spiel hervorkramen oder ein Buch zur Hand nehmen und ein paar gemeinsame Momente mit Freunden per Skype oder WhatsApp-Video verbringen.

Wenn diese Krise vorbei ist, freue ich mich auf die Unbeschwertheit im Alltag, die in den letzten Wochen abhanden gekommen ist: das Einkaufswägeli ohne Zögern anfassen, spontan jemanden umarmen, schnell zum Apéro abmachen oder durch die Stadt bummeln, ohne auf einen Mindestabstand achten zu müssen.

Bernadette Lisibach
Spitzenköchin, Neue Blumenau
Lömmenschwil

Bild: Alex Spichale

In gewöhnlichen Zeiten hätte ich in meinem Restaurant bis am Karfreitag eine Fischete angeboten, ein 5-Gänge-Menü mit Süsswasserfischen. Am Samstag, Sonntag und Montag hätte ich für meine Gäste ein schönes Ostermenü zubereitet und gehofft, dass wir den ersten Aperitif bei schönem Wetter im Freien hätten trinken können.

Nun ist alles anders. Ich werde für meine Gäste einen Osterbrunch und ein Ostermenü zum Mitnehmen vorbereiten. Sie könne es dann bei sich zu Hause fertiggaren. Am Ostersonntag werde ich es mir zu Hause gemütlich machen und meinen Garten geniessen.

Ich sehe den Ausnahmezustand auch als Chance, etwas in mich zu gehen. So habe ich mich gefragt, wo ich stehe und was ich künftig mit meinem Betrieb noch erreichen möchte. Eines spüre ich ganz deutlich: Die Gespräche und der persönliche Kontakt mit meinen Gästen fehlen mir sehr. Ich freue mich schon jetzt darauf, sie wieder zu sehen und ihnen etwas Neues aus meiner Küche zu zeigen.

Thomas Kirchhofer
Direktor St. Gallen-Bodensee Tourismus

Bild: Mareycke Frehner

Zu den Aufgaben eines Tourismusdirektors gehört es, seine Region immer wieder aufs Neue zu entdecken. Ich hätte mich an Ostern gerne persönlich davon überzeugt, ob der vermeintlich höchstgelegene Briefkasten in meiner Tourismusdestination immer noch auf der Staubernkanzel in einer Felswand hängt. Die Post wollte vor einigen Jahren den Briefkasten auf der Bergstation ‘Staubern’ entfernen, worauf der Bergwirt sich auf sympathische Art und Weise dieser Forderung widersetzt hat. Er hatte damals den Briefkasten kurzerhand an eine Felswand in luftiger und unerreichbarer Höhe gehängt.

Da ich die Stimmung bei den Einheimischen gegenüber Ausflüglern im Alpstein nicht noch zusätzlich belasten will, werde ich die trauten vier Wände geniessen und zusammen mit meiner Partnerin unseren Rennrädern den Frühling zeigen. Ganz im Sinne der Redensart «Trautes Heim, Glück allein»!

Worauf ich mich freue, wenn der Lockdown vorbei ist: Auf den Tatendrang von uns allen, wie nach einem angsterfüllten Zahnarztbesuch – und den neuen, achtsamen Umgang miteinander.

Suzanne Erb
Leiterin Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste St.Gallen

Bild: PD

Wir hätten Freunde in Oberitalien besuchen wollen, um mit ihnen zu feiern und ein Projekt zu besichtigen. Daraus wird nun leider nichts – aber: Ich freue mich darauf, in optimistischeren Zeiten wieder nach Italien zu reisen. Dank dem angekündigten, wunderschönen Frühlingswetter werde ich sicherlich Zeit im Garten verbringen, ohnehin meine liebste Freizeitbeschäftigung. Daneben lesen, nachdenken, das Zu-Hause-Sein geniessen.

Die Arbeit in den KJPD St.Gallen war in den letzten Wochen sehr intensiv, weniger wegen deren Patienten als wegen der Umorganisationen und den Veränderungen rund um Covid-19. Voraussichtlich werde ich zudem – aus Sicherheitsgründen als einzige der Familie – meine betagte Mutter für einen Tag besuchen, um zu sehen, wie sie mit der (übrigens wegen Corona) neu eingerichteten Betreuungssituation zurechtkommt. Dies alles unter strengsten Schutzmassnahmen.

Ich werde mich sicherlich freuen, wenn man wieder einmal ins Theater gehen oder andere kulturelle Veranstaltungen besuchen kann. Bisher fühle ich mich aber kaum eingeschränkt. Mein Alltag hat sich in diesen letzten Wochen nicht sehr wesentlich verändert.

Basil Kehl
Sänger der Mundartband Dachs

Bild: Benjamin Manser

Am Osterwochenende hätte ich mit Dachs zwei Konzerte in Basel und in Olten gespielt. Für uns kam der Lockdown zu einem doofen Zeitpunkt, da wir gerade unser neues Album veröffentlicht haben. Zudem wäre ich wohl zum klassischen Familientreffen gegangen. Ich arbeite jetzt in meinem improvisierten Studio an neuer Musik. Am Freitag konnte ich mit meinem anderen Projekt Wassily eine neue Single digital releasen. Es ist schön, wenn der musikalische Output wenigstens online weitergeht.

Ich freue mich vor allem darauf, viele Freunde wieder im echten Leben zu treffen. Auf unsere Album-Release-Tour, welche wir erst im Herbst nachholen können, freue ich mich natürlich auch. Ob die Festivals im Sommer stattfinden (zum Beispiel mit Dachs am Open Air St.Gallen), wissen wir leider noch nicht.

Karin Federer
Direktorin Walter Zoo Gossau

Bild: Ralph Ribi

Die Ostertage sind für den Zoo bei gutem Wetter die besucherstärksten Tage überhaupt. Im Zoo das Frühjahrserwachen zu erleben, die freudigen Gesichter der Familien zu sehen und zu wissen, dass wir das Winterloch gut erholt überstanden haben, das erfreut mich jedes Jahr wieder aufs Neue. Ich wäre also an Ostern gern im Zoo gewesen und hätte mich über strahlendes Wetter und glückliche Besucher gefreut, die eifrig die in den Anlagen versteckten Ostereier gesucht hätten.

Ich werde am Ostersamstag zusammen mit anderen Helferinnen und Helfern in der Region Zöpfe verteilen. Die Zopf-Aktion vom Stadbühlbeck in Gossau ist eine grossartige Unterstützung, die uns in dieser schwierigen Zeit hilft und für die wir sehr dankbar sind. Am Ostersonntag werde ich vermutlich etwas Home Office machen und dann ein gutes Buch lesen, um etwas abschalten zu können.

Ich freue mich darauf, meine Liebsten wieder in die Arme zu nehmen. Und ich kann’s kaum erwarten, das gesamte, unglaublich solidarische und unterstützende Team des Walter Zoos wieder geschlossen im Betrieb zu haben und mit allen Mitarbeitenden bei einem abendlichen Bier und bei einem Feuer an unseren Grillstellen auf kommende, bessere Zeiten anzustossen.

Jolanda Neff
Mehrfache Mountainbike-Weltmeisterin
und Gesamtweltcup-Siegerin

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Ich hatte keine speziellen Pläne für Ostern. Nun werde ich das gleiche machen wie an anderen Tagen auch: eine schöne Biketour im Wald. Ich freue mich darauf, mich wieder überall frei bewegen zu können und alle Leute auf dem Rennplatz wieder zu sehen.

Daniel Fässler
Ständerat CVP Appenzell Innerrhoden

Bild: Hanspeter Schiess

Ostern sind für mich vor allem Familientage. Dazu gehört gemütliches Zusammensein in der Familie, ein feines Osterfestessen und bei schönem Wetter eine ausgedehnte Wanderung. Das generationenübergreifende Zusammensein ist dieses Jahr leider nicht möglich. Ich werde umso mehr den Garten geniessen. In der näheren Umgebung in die Natur einzutauchen, weit ab von den bekannten Wanderwegen, darauf freue ich mich ebenso.

Ich freue mich sehr, wieder unbeschwert Verwandte und Freunde zu treffen und zwischendurch mit meiner Frau für ein paar Tage zu verreisen. Ich freue mich auch darauf, in meiner politischen Arbeit die Gesprächspartner wieder wirklich zu treffen. Die unzähligen Telefon- und Videokonferenzen und Telefongespräche sind zwar effizient, können aber nicht alle Sitzungen gleichwertig ersetzen.