Zwyssig-Sieg beim Comeback

Am Hallenschwingfest in Wolfhalden gab Kranzschwinger Raphael Zwyssig sein erfolgreiches Comeback nach einer langen Verletzungspause.

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SChwingen. In der vergangenen Saison, unmittelbar vor dem Eidgenössischen Schwingfest, zog sich Raphael Zwyssig eine Schulterverletzung zu. Diese zwang den Gaiser Sennenschwinger zu einem kontinuierlichen Aufbautraining statt einer Teilnahme am damaligen Saisonziel in Frauenfeld. Mit dem Tagessieg in Wolfhalden scheint dieser Aufbau erfolgreich zu verlaufen.

Schlussgang gegen Roth

Im Schlussgang bezwang Zwyssig den Herisauer Martin Roth bereits in der ersten Gangminute. Zuvor teilte er im Anschwingen mit Emil Signer, St. Peterzell, die Punkte. Der Wettkampf lief danach für den Gaiser. Alle anderen Favoriten auf den Tagessieg rissen sich gegenseitig Punkte aus, während er seine zugeteilten Gegner allesamt auf den Rücken legte. So verlor Emil Signer im fünften Gang gegen den Eidgenossen Michael Bless, dieser wiederum stellte im Anschwingen gegen den einheimischen Markus Schläpfer. Für Marcel Kuster, Sieger vor Monatsfrist am Lichtmess-Schwinget, setzte es bereits im Anschwingen überraschend eine Niederlage gegen den späteren Schlussgangteilnehmer Martin Roth, Herisau, ab. Roth legte eine starke Leistung an den Tag. Nach seinem Starterfolg besiegte er niemand geringeren als den Eidgenossen Michael Bless. Dieser Erfolg rechtfertigte die Schlussgangteilnahme, obwohl Roth zwischenzeitlich gegen den Nichtkranzer Thomas Kuster eine Punktteilung akzeptieren musste.

Signer und Bless verwiesen

Hinter Zwyssig klassierten sich die beiden arrivierten Kranzschwinger Emil Signer und Michael Bless auf den Ehrenplatz. Beide sicherten sich diese Position mit einem Plattwurf im letzten Gang. Bei den Jungschwingern gewannen Daniel Koller, Oberegg, Lukas Streule, Brülisau, und Patrick Schmid, Eggerstanden, den Wettkampf in ihrer jeweiligen Kategorie. Die Tatsache, dass keine Gästeschwinger zum Wettkampf antraten, lässt die Diskussion über den Bedarf eines Hallenschwingets so kurz vor der Freiluftsaison weiter entfachen. Die Appenzeller Schwinger nutzten diesen Anlass dennoch als Trainingsanlass unter Wettkampfbedingungen. Die Saison im Freien beginnt bereits in zwei Wochen mit den ersten Frühlingsschwingfesten. (bei)