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«Ich war schon immer eine Wasserratte»: Die Herisauer Schwimmerin Lara Rechsteiner zwischen Büro und Bassin

Die Herisauer Nachwuchsschwimmerin Lara Rechsteiner spricht über ihre Zukunftspläne und ihr Ziel, sowohl im Training als auch in der Ausbildung erfolgreich zu sein.
Natascha Arsic
Die Nachwuchsschwimmerin trainiert sechsmal in der Woche. (Bild: PD)

Die Nachwuchsschwimmerin trainiert sechsmal in der Woche. (Bild: PD)

Es ist nun die achte Saison für das Herisauer Nachwuchstalent. «Das Schwimmen bereitet mir immer noch gleich viel Freude wie am Anfang», sagt Lara Rechsteiner. Bis in die sechste Klasse habe sie Wettkämpfe gescheut. Mittlerweile nehme sie aber gerne daran teil. «Ich wurde besser und ehrgeiziger. Es macht mir Spass, zu sehen, wofür ich trainiere.» Und das hat sich ausgezahlt. Bei der 17-Jährigen hängen bereits sechs Medaillen von den Nachwuchs-Schweizermeisterschaften an der Wand: einmal Gold, einmal Silber und viermal Bronze. «Ich bin auf alle gleichermassen stolz», sagt Rechsteiner.

Im November findet in Neuenburg die Kurzbahn-Schweizermeisterschaft statt, wo auch Rechsteiner teilnehmen wird. Die Herisauerin sagt:

«Mein Ziel ist es, eine gute Zeit zu schwimmen, am liebsten eine neue Bestzeit.»

Sie strebt aber keine konkrete Zielzeit an. Trainer Silvio Kopf rate jeweils, nicht daran zu denken, sondern sich stattdessen aufs Schwimmen und die Technik zu konzentrieren. Aufgeregt wegen der Meisterschaft ist Rechsteiner jetzt noch nicht, wie sie sagt. «Das kommt eigentlich immer erst am Morgen des Wettkampfs.»

Vom Turnverein in den Schwimmclub

Angefangen hat alles eher durch einen Zufall. Rechsteiner war als Kind im Turnverein aktiv. Altersbedingt musste sie dann in der vierten Klasse entscheiden, ob sie in die Leichtathletik wechseln oder ganz aufhören will. Sie begleitete eine Schulkollegin ins Schwimmtraining und war sofort davon begeistert. Die 17-Jährige sagt:

«Ich war schon immer eine Wasserratte und mag das Gefühl, durchs Wasser zu gleiten.»

Anschliessend ist sie dem Schwimmclub Herisau beigetreten. «Es ist sehr praktisch, dass das Hallenbad nur fünf Minuten von meinem Zuhause entfernt ist.»

Sechsmal wöchentlich trainiert Rechsteiner im Bassin mit fünf weiteren Teammitgliedern und dem Coach. Nach einigen Aufwärmübungen im Trockenen schwimmen sie sich zuerst kurz ein. Anschliessend folgen verschiedene Wiederholungsserien und am Ende das Ausschwimmen. Sie erklärt:

«Ich trainiere insgesamt zwölf Stunden und lege dabei etwa 35 Kilometer zurück.»

Zusätzlich dazu macht sie noch Krafttraining und verschiedene Übungen Zuhause. Zweimal im Jahr geht die Gruppe ausserdem in ein Trainingslager. Diese Woche sind sie für sieben Tage in Mallorca. «Das Zusammensein mit den Kolleginnen vom Schwimmclub bereitet mir grosse Freude.»

Abgesehen vom Schwimmen geht die Herisauerin gerne wandern oder fährt Rennvelo. Die Begeisterung für Sport liegt in der Familie. Ihre Eltern sind ebenfalls oft auf dem Zweirad unterwegs. «Mein Vater war ausserdem früher mal Schwinger.» Auch ihre zwei jüngeren Schwester sind dem Schwimmsport nachgegangen. Eine wechselte nach einiger Zeit aber zum Karate, die andere zum Geräteturnen.

Die richtige Balance finden

Die Herisauer Nachwuchsschwimmerin Lara Rechsteiner. (Bild: PD)

Die Herisauer Nachwuchsschwimmerin Lara Rechsteiner. (Bild: PD)

Anders als früher liegt Rechsteiners Trainingsfokus nun klar auf der Steigerung ihrer Leistung. Sie könnte es sich aber nicht vorstellen, nur auf das Schwimmen zu setzen. Eine Sportschule zu besuchen, sei zwar mal Thema gewesen. «Aber die Leiter der Sekundarschule Ebnet waren immer entgegenkommend und haben mir für Wettkämpfe jeweils freigegeben. Deshalb habe ich nicht gewechselt», sagt die Herisauerin.

Jetzt möchte sich die Lernende darauf fokussieren, ihre Ausbildung erfolgreich abzuschliessen. Seit 2018 absolviert sie eine Lehre als Reiseberaterin in Uzwil. «Ich werde von meinem Betrieb sehr gut unterstützt und habe das Glück, dass ich abends etwas früher Feierabend machen kann, damit ich es pünktlich ins Becken schaffe.» Das Schwimmen sei eine Abwechslung zum Alltag und helfe ihr, den Kopf freizubekommen. Die 17-Jährige sagt:

«Mein Ziel ist es, in beiden Sachen, das heisst Beruf und Sport, erfolgreich zu sein.»

Im Schwimmen möchte sie möglichst immer besser werden und an der nationalen Spitze bleiben. Aber auch in der Lehre wolle Rechsteiner voll dabei sein. «Ich bin eine ehrgeizige Person.» Darum lerne sie für die Schule beispielsweise nach dem Training noch bis spät abends oder zwischendurch während eines Wettkampfs.

Durch die Arbeit und das Schwimmen ist der Tagesablauf der 17-Jährigen sehr strukturiert. «Da bin ich froh, wenn ich am Wochenende auch einfach mal nichts machen muss und Zeit für mich habe.» Dennoch möchte Rechsteiner den Leistungssport nicht aufgeben. «Ich will auch weiterhin alles gut unter einen Hut bringen.»

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