Zweiter Gang auf dem Teppich

Möbel Bleiker gestaltet seine nächste Plakat- und Inserate-Kampagne zusammen mit jungen Athleten aus dem Schwingklub Wattwil und Umgebung. Beim Fotoshooting in Lichtensteig haben sich die starken Männer teilweise als gezähmte Models erwiesen.

Urs Huwyler
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Die vier Schwinger-Models Dominik Bösch (vorne links), Patrick Ueltschi (hinten links), Ruedi Roth (vorne rechts) und René Brunner (hinten rechts) heben Erika und Jörg Bleiker hoch. (Bilder: Urs Huwyler)

Die vier Schwinger-Models Dominik Bösch (vorne links), Patrick Ueltschi (hinten links), Ruedi Roth (vorne rechts) und René Brunner (hinten rechts) heben Erika und Jörg Bleiker hoch. (Bilder: Urs Huwyler)

LICHTENSTEIG. In jeder Beziehung einen starken Eindruck hinterlassen, soll die neue Werbekampagne von Möbel Bleiker. Stärke, Ausdauer, Qualität und gutes Aussehen müsse dabei in Szene gesetzt werden, sagten sich Erika und Jörg Bleiker aus Lichtensteig. Und sie entschieden sich, starke Toggenburger Männer von Arlette Geisser (Foto Click Wattwil) mit einzelnen Möbelstücken ablichten zu lassen. Statt ein Casting für nicht entdeckte Schönlinge durchzuführen, wählten die Bleikers die sicher(st)e Variante und setzten auf einheimische Muskelkraft. Also Schwinger, deren «Hoselupfete» seit einigen Jahren einen eigentlichen Höhenflug erlebt.

Nach welchen Kriterien Wattwils Schwingklub-Vizepräsident und Jungschwinger-Trainer Ueli Roth das Edelweisshemd-Quartett intern aus den rund 80 Sägemehl-Kämpfern ausgewählt hat, bleibt ein Geheimnis. Nicht die allseits talbekannten Eidgenossen, sondern mögliche Nachfolger standen im Blitzlicht. Wie auch immer, das System der männlichen Heidi Klum funktionierte. Sabrina Rüegg von Intercoiffeur Sonja (Lichtensteig/Wattwil) brauchte jedenfalls weniger Material als in den TV-Shows, um die temporären Roth-Models René Brunner, Ruedi Roth, Dominik Bösch und Patrick Ueltschi kameratauglich zu schminken.

«Chalberhalle» als Studio

Nach den Sommerferien wird die Öffentlichkeit via Plakate und Inserate zu sehen bekommen, wie sich die natürlich gewachsenen Models aufs (durch sie) überstrapazierte Bett schwingen, den zweiten Gang rollend auf nicht fliegenden Teppichen bestreiten, ziemlich gezähmt auf einem Sofa kuscheln oder einen Tisch ins Zentrum rücken. Manche Posen seien ungewohnt gewesen, liessen die Sennen lachend verlauten. Doch sie erfüllten die hohen Erwartungen fast schon professionell, setzten (aus)strahlend in einer lockeren Atmosphäre zu Schwüngen vor- und rückwärts an, die sie - und die Möbel - im richtigen Licht (er)strahlen und die Zuschauer schmunzeln liessen.

Das etwas andere Foto-Shooting fand standesgemäss in einem etwas anderen Umfeld statt. Die in ein Studio umgewandelte Lichtensteiger «Chalberhalle» eignete sich bestens. Nicht nur, weil auch «s‘ Chalb» gemacht und der Chef als «Möbelstück» geschnappt wurde, sondern wegen der idealen Platzverhältnisse und der Lage gegenüber dem achtstöckigen Möbelhaus. «An und für sich wäre ein solches Shooting für uns eine Nummer zu gross. Aber dank der Unterstützung durch die Schwinger und den Profis aus der Region ist es machbar», erklärte Jörg Bleiker.

Keine Katalog-Ambitionen

Speziell zudem: René, Ruedi, Dominik und Patrick durften während der Sujet-Umbauarbeiten ohne schlechtes Gewissen schon mal zu einem zweiten belegten Brötchen greifen, ohne dass Regisseur Jörg und Kamerafrau Arlette durchdrehten. Den vier Sportlern ohne Katalog-Ambitionen schien es zudem nicht unangenehm, zwischen den Einsätzen von Sabrina gesichtstechnisch nachgepudert zu werden. Dass sie dem Anforderungsprofil entsprechend nicht nur schön attraktiv, sondern wirklich stark sind, bewiesen sie als Sofa-Hebebühne für die sichtlich zufriedenen Erika und Jörg Bleiker.

Model Patrick Ueltschi geniesst es, sich von Sabrina Rüegg (weiter) verschönern zu lassen.

Model Patrick Ueltschi geniesst es, sich von Sabrina Rüegg (weiter) verschönern zu lassen.

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