Zweite applaus-Nacht: Verein des Jahres feiert Doppelsieg

Die zweite applaus-Nacht der Appenzeller Zeitung war ein Erfolg. Rund 400 Gäste wohnten der Wahl des «applaus-Vereins des Jahres 2010» bei. Für Unterhaltung sorgten Stixi & Sonja und der Jodlerclub Alpeblueme. Der Verein des Jahres ist die Guggemusig Bläächli-Lömpe aus Schönengrund.

Markus Fässler
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Die Guggemusig Bläächi-Lömpe setzte sich durch und darf sich «applaus-Verein des Jahres» nennen. (Bilder: David Scarano)

Die Guggemusig Bläächi-Lömpe setzte sich durch und darf sich «applaus-Verein des Jahres» nennen. (Bilder: David Scarano)

Herisau. Die Besucherinnen und Besucher der letztjährigen applaus-Nacht rieben sich ob des Menschenauflaufs wohl verwundert die Augen. Nachdem an der ersten Auszeichnung des «applaus-Vereins des Jahres» lediglich rund 100 Anwesende gezählt wurden, war das Hema-Festzelt am Donnerstagabend um 19.30 Uhr mit an die 400 Gästen bereits bis auf wenige freie Plätze gefüllt.

Darunter die Bühlerer und Schönengründler Gemeindepräsidentinnen Ingeborg Schmid und Hedi Knaus, Landammann Jakob Brunnschweiler, Justizdirektor Hans Diem und der weibliche Teil des Herisauer Gemeinderates.

Veränderungen zahlten sich aus

Das Organisationskomitee der applaus-Nacht um Monika Egli, Chefredaktorin der Appenzeller Zeitung, nahm diverse Veränderungen vor. So war etwa im Vergleich zur ersten applaus-Nacht der Eintritt frei. Dies sorgte mit Sicherheit für einen höheren Besucheraufmarsch.

Aber auch das Programm mit Unterhaltung von Stixi & Sonja und dem Jodlerclub Alpeblume lockte bestimmt viele Fans der Volksmusik ins Hema-Festzelt.

Vier Kategoriensieger

Den Hauptanteil machten aber die anwesenden Vereine aus. Sie waren die Hauptprotagonisten des Abends. Sympathisch und gekonnt führte Moderatorin Claudia Städler-Diem durch den Abend. Sie stellte die 16 Nominierten zu Beginn des Abends vor.

Sobald ein Vereinsname fiel, konnte anhand der Jubelrufe erahnt werden, mit wie vielen Mitgliedern dieser anwesend war.

Bevor der finale Moment des Abends anstand, wurden die Sieger in den Kategorien Kunst, Musik, Gesellschaft und Sport gekürt. Sie wurden von den Leserinnen und Lesern im Vorfeld via Internetabstimmung gewählt. Für jede der vier Sparten wurde ein passender Laudator auf die Bühne gerufen.

Den Anfang machte Künstlerin Gret Zellweger. «Wenn das Vorderland im Hinterland einen Preis gewinnt, dann muss etwas dran sein», sagte sie. Die Rede war von der Walzehuser Bühni, die seit über 20 Jahren hoch über dem Bodensee eine Plattform für Kleinkunst in den Sparten Konzert, Kabarett oder Theater bietet, und dies nicht nur gestandenen Künstlern, sondern auch bis dahin Unbekannten.

Auf dem ersten Rang in der Kategorie Musik plazierte sich die Musikgesellschaft Brass Band Rehetobel. Dölf Mettler, Gewinner des Innerrhoder Kulturpreises 2009, rechnete es allen vor: Zusammen mit der Jugendmusik zählt der Verein 70 Mitglieder, was vier Prozent der Einwohnerzahl Rehetobels ausmacht.

Landammann Jakob Brunnschweiler machte sich in der Kategorie Gesellschaft auf die Suche nach der genauen Anzahl Vereine in Ausserrhoden. Fündig wurde er aber auch auf Wikipedia nicht. Trotzdem wusste er, dass 50 Prozent der Bevölkerung in einem Verein aktiv sind.

So auch die Mitglieder der Guggemusig Bläächi-Lömpe aus Schönengrund, die den Pokal in Empfang nehmen konnten. Als letzter Laudator trat ein ehemaliger Schwinger und 27facher Kranzschwinger auf: Bruno Eisenhut kürte mit dem Badmintonclub Trogen-Speicher den Sieger in der Kategorie Sport. Der Verein zählt 208 Mitglieder, wovon 120 Aktive sind.

Danach sorgten Stixi & Sonja und der Jodlerclub Alpeblueme für einen weiteren Höhepunkt. Souverän animierte das Herisauer Volksmusik-Duo die Besucherinnen und Besucher zum Mitmachen. Dass sich dabei alle von ihren Sitzen erhoben und mitklatschten, versteht sich von selbst.

Sieger aus dem Hinterland

Gegen 20.45 Uhr galt es dann ernst.

Das SMS-Voting war ausgezählt und Monika Egli betrat die Bühne, um die Resultate für die Wahl des «applaus-Vereins des Jahres 2010» zu verkünden.

Gewählt wurde mit 546 Stimmen – man konnte es bei der Anzahl und der Lautstärke der Jubelrufe zu Beginn der Veranstaltung beinahe erahnen – die Guggemusig Bläächi-Lömpe aus Schönengrund.

Auf dem zweiten Rang plazierte sich die Musikgesellschaft Brass Band Rehetobel vor dem Badmintonclub Trogen-Speicher.

Gastgeberin Monika Egli zeigte sich nach der Veranstaltung zufrieden: «Der Abend war ein Erfolg. Wir machen weiter.»

Stixi & Sonja und der Jodlerclub Alpeblueme sorgten für die musikalische Unterhaltung und brachten das Hema-Festzelt zum Kochen.

Stixi & Sonja und der Jodlerclub Alpeblueme sorgten für die musikalische Unterhaltung und brachten das Hema-Festzelt zum Kochen.