Zweijährige Vakanz zu Ende

HERISAU. Nach einer zweijährigen Vakanz ist am Dienstagabend der 64jährige Walter Bach aus Herisau zum neuen Präsidenten des Kirchenverwaltungsrats der katholischen Pfarrei Peter und Paul gewählt worden. Bach ist Ex-Präsident der CVP AR.

Roger Fuchs
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Walter Bach stellt sich als neuer Präsident für den Kirchenverwaltungsrat vor – und wird kurz darauf einstimmig gewählt. (Bild: rf)

Walter Bach stellt sich als neuer Präsident für den Kirchenverwaltungsrat vor – und wird kurz darauf einstimmig gewählt. (Bild: rf)

Seit dem Tod von Christoph Ledergerber im Mai 2010 war der Posten für das Präsidium im Kirchenverwaltungsrat der Pfarrei Peter und Paul, welche die Gemeinden Herisau, Waldstatt und Schwellbrunn umfasst, vakant. An der Kirchgemeindeversammlung vom Dienstagabend änderte sich dies: Walter Bach aus Herisau ist an der vom Vizepräsidenten Richard Grüninger geleiteten Versammlung von den 70 anwesenden Stimmberechtigten einhellig zum neuen Präsidenten gewählt worden.

Entscheid nach Operation

Der neue Mann an der Spitze des Kirchenverwaltungsrats ist kein Unbekannter. In einer persönlichen Vorstellung erinnerte er an sein Amt als Gründungspräsident des Vereins Dreischiibe sowie an seine Funktionen als einstiger Kantonalpräsident der Ausserrhoder CVP. Der Entscheid, sich kurz vor der Pension nun ins Präsidium des Kirchenverwaltungsrats wählen zu lassen, ist gemäss Walter Bach nach einer Operation gereift. An Pfingsten hätte er notfallmässig ins Spital müssen, wo er fünf Bypässe bekommen habe. Während der Erholungszeit in Gais sei schliesslich der Entschluss für eine Zusage gereift. Walter Bach bezeichnet sich selbst als gläubigen Menschen, der ab und an aber mit der obersten Kirchenhierarchie so seine Mühe habe.

Nebst einem neuen Präsidenten galt es an der Kirchgemeindeversammlung noch weitere Wahlen zu tätigen: Karin Rütsche ersetzt im Verwaltungsrat Claudia Höner-Bärlocher als Verantwortliche für das Ressort Waldstatt. Mutationen gibt es auch bei den Delegierten für den Zentralrat: Nicoletta Germann-Savio ist nach 18 Jahren zurückgetreten. Als neue Delegierte in den Zentralrat gewählt wurden Judith Blaser-Nobel, Daniro Giacomelli und Claudia Höner-Bärlocher. Folglich ist die Pfarrei Peter und Paul neu mit fünf Delegierten im Zentralrat vertreten, ein Sitz bleibt vakant. Sämtliche Wahlen waren unbestritten.

Verlust statt Gewinn

Weniger rosig als erwartet schliesst die Verwaltungsrechnung 2011. Budgetiert war ein Gewinn von knapp 500 Franken, resultiert hat im Endeffekt jedoch ein Verlust von gut 133 000 Franken. Kassierin Judith Blaser-Nobel begründete die Differenz unter anderem mit Steuerrückzahlungen für die Vorjahre sowie mit fehlenden Mietzinseinnahmen infolge von Leerständen. Auf der Aufwandseite schlugen wegen personeller Wechsel die Personalkosten mehr zu Buche als budgetiert. Die Stimmberechtigten hiessen die Rechnung 2011 ebenso gut wie das Budget 2012 mit einem erwarteten Gewinn von knapp 7000 Franken bei gleichbleibendem Steuerfuss. Die Prognose beim Steuerertrag sei wieder positiver, so Judith Blaser-Nobel.

In der Umfrage wies ein Kirchbürger darauf hin, dass die Wände bei den Aussengängen der Kirche immer schwärzer würden. Er plädierte für das Anbringen einer Isolation. Gemäss Vizepräsident Richard Grüninger ist dem Kirchenverwaltungsrat dieses Problem bekannt, und man wird es im Auge behalten.