Zwei Verfassungen stehen im Widerspruch zueinander

Sowohl die Innerrhoder Standeskommission wie auch der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell können das neue Kirchenreglement der Kirchgemeinde Appenzell nicht genehmigen – dies weil die Verfassungen des Kantons und der Landeskirche im Widerspruch zueinander

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Sowohl die Innerrhoder Standeskommission wie auch der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Landeskirche beider Appenzell können das neue Kirchenreglement der Kirchgemeinde Appenzell nicht genehmigen – dies weil die Verfassungen des Kantons und der Landeskirche im Widerspruch zueinander stehen. Beispielsweise enthalten diese unterschiedliche Vorgaben zum Stimmrechtsalter oder zum Stimmrecht für Ausländer. Aus einem von Benjamin Schindler, Professor für öffentliches Recht, gehaltenen Referat ging hervor, dass im Konfliktfall die staatliche Verfassungsnorm über der kirchlichen steht. Eine Änderung der Innerrhoder Verfassung sei politisch wohl kaum durchsetzbar, deshalb müsse die evangelisch-reformierte Landeskirche reagieren. In der Folge sagte Kirchenratspräsident Koni Bruder auf eine zu dieser Thematik eingegangene Interpellation, dass an der Sommersynode die Grundsatzfrage gestellt werde, ob eine Teilrevision der Kirchenverfassung angepackt werden soll. (rf)