Zwei unterhaltsame Abende

Musikgesellschaft Wintersberg-Bendel

Sabrina Hafner
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Zum Programm gehörte auch ein Theaterstück. (Bild: PD)

Zum Programm gehörte auch ein Theaterstück. (Bild: PD)

Ausverkauft! So konnte der Publikumsaufmarsch an den beiden Unterhaltungsabenden der Musikgesellschaft Wintersberg-Bendel bezeichnet werden. Nach über zwei Jahren intensiver Suche nach neuer musikalischer Leitung sind wir froh, in Daniel Müller einen jungen, motivierten Dirigenten gefunden zu haben. Erstmals unter seiner Leitung, studierten wir ein abwechslungsreiches ­Musikprogramm ein, welches das Publikum durch das Leben eines geselligen Musikanten führte.

Märsche, Polkas und Trompeten-Echo

Mit dem bekannten Marsch «Arosa» von Oscar Tschuor, trafen sich die Musikanten zum gemeinsamen Musizieren. Nach der böhmischen Polka «Die Dorfmusikanten kommen», zog der Durst die Gruppe zum Einkehr «in der Musikscheune», ebenfalls einer böhmischen Polka. Dort verbrachten sie etliche fröhliche Stunden, bis eine kleine Gruppe von fünf Leuten gekonnt die Klänge des «Trompeten-Echo» anstimmten. Der Rest des Vereins stimmte zur Verstärkung mit ein. So wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und gelacht, bis sie von den lauten Schlägen bei der «Ambosspolka» aufgerüttelt wurden. Nach einer kurzen Pause wurde der zweite musikalische Teil mit der Polka «Klarinettenspiele» eröffnet. Die Musikanten beschlossen, ihre Vereinsreise in die Ferne zu starten, mit dem Marsch «Europa Mars». Am Ziel angekommen, durften die Zuschauer den Klängen von «Spanish Eyes» lauschen. Aber auch die schönsten spanischen Augen konnten nicht verhindern, dass unsere Musikanten wieder heimkehren wollten.

Mit der «Heimwehmelodie» beendeten wir unseren musikalischen Teil der Unterhaltungsabende. Der grosse Applaus liess uns dem Publikum noch zwei Zusatzstücke präsentieren. Unsere Präsidentin Heidi Tobler bedankte sich daraufhin bei allen Passivmitgliedern, Gönnern und Spendern. Der grösste Dank gebührt jedoch unserem Dirigenten Daniel Müller, der mit uns dieses abwechslungsreiche Programm einstudiert hatte.

Zweiter Teil mit Theaterstück

Der zweite Teil des Abends gehörte dem Theaterstück «De ganz normali Wahnsinn». Acht motivierte Theaterspieler haben in vielen zusätzlichen Proben, unter der Regie von Josef Bösch, dieses Lustspiel von Elisabeth Gutknecht einstudiert.

Im Hause Thoma hing der Haussegen leicht schief. Tochter Miriam (Katja Bösch) hatte ihr Baby Joel bei den Grosseltern zum Hüten. Ihre Schwester Jolanda (Heidi Tobler), die kurzzeitig wieder bei den Eltern wohnte, war genervt vom störenden Babygebrüll und von der Tatsache, dass der Vater des Kindes ihr Exfreund Marcel (Josef Tötsch) war.

Um all diesem Trubel zu entfliehen, wollte Sepp (Marcel Früh) mit seinem Schulfreund Erwin (Dany Bösch) auf eine Velo­tour. Leider kam immer wieder etwas dazwischen, was die Abfahrt verzögerte. Als sie es doch schafften endlich loszufahren, kamen sie kurze Zeit später, jedoch verletzt, wieder zurück. Warum dann auch noch eine deutsche Frau (Janine Tobler) bei Familie Thoma einziehen will, Martha Thoma (Brigitte Scherrer) fast verzweifelte, Erwin spinnt, und weshalb in der guten Stube zwei Waschmaschinen ­herumgeschoben wurden, und was Mike Käser (Lukas Abderhalden) für einen Rolle spielte, klärte sich mit lustigen Szenen am Ende auf. So könnte das Leben spielen, wenn man sich heutzutage im Internet nicht richtig zurechtfindet und das eine oder andere Mal zu viel «OK» drückt.

Anschliessend lud die Musikgesellschaft zum gemütlichen Zusammensein in der Bar ein.

Sabrina Hafner