Zwei Sätze auf Augenhöhe mit Voléro

Die Spielerinnen von Volley Toggenburg verpassen am Sonntag mit einer 1:3-Niederlage gegen Voléro Zürich den Einzug in die Cup-Viertelfinals. Immerhin konnten die Toggenburgerinnen aber den ersten Satz mit 25:23 für sich entscheiden.

Raphael Dort
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Die Toggenburger Volleyballerinnen schafften trotz Kampfgeist den Einzug in die Cup-Viertelfinals nicht. (Bild: Reinhard Kolb)

Die Toggenburger Volleyballerinnen schafften trotz Kampfgeist den Einzug in die Cup-Viertelfinals nicht. (Bild: Reinhard Kolb)

VOLLEYBALL. Einen Tag nach der 0:3-Niederlage gegen Voléro in der Meisterschaft, setzte der Trainer von Volley Toggenburg, Marcel Erni, bescheidene Ziele. Wenigstens einmal sollten die Wattwilerinnen in einem Satz mehr als 20 Punkte erreichen. Marcel Erni rechnete sich keine grossen Chancen auf einen Sieg aus, denn das Team von Voléro Zürich ist mit um einiges stärkeren Spielerinnen ausgestattet. Trotzdem schloss er eine Überraschung in Form eines Sieges nicht ganz aus, denn der Cup hat bekanntlich seine eigenen Regeln. Genau wie am Vortag musste Volley Toggenburg auf die Passeuse Xiao Hua Erni-Zhang verzichten.

Ziel im ersten Satz erreicht

Die Spielerinnen des Heimteams starteten engagiert in die Partie, doch schnell lagen sie mit vier Punkten zurück. Sie kämpften sich jedoch wieder an die Konkurrenz heran. Zwischenzeitlich lagen sie sogar 19:14 in Front. Voléro hatte danach aber die stärkste Phase im ersten Satz. Sechs Punkte in Folge brachten die Favoriten mit 23:21 in Führung. Danach zeigte Voléro Nerven, eine dumme Bewegung unter dem Netz hindurch brachte den Toggenburgerinnen einen geschenkten Punkt. Darauf folgte ein erfolgreicher Block von Nina Lutz, dieser brachte den überraschenden Satzball. Bildlich zum ersten Satz machte Voléro in der Annahme des Balles einen Fehler und Volley Toggenburg gewann den ersten Satz verdient. Der zweite Durchgang war von Beginn weg hart umkämpft. Die Wattwilerinnen wurden, von der guten Stimmung, die die wenigen Zuschauer machten, welche sich in der Rietstein-Turnhalle eingefunden hatten, getragen. Die Zürcherinnen hatten Mühe bei der Ballannahme und konnten ihr Talent nur sporadisch unter Beweis stellen. Gerade deshalb konnte sich das Heimteam über weite Strecken mit dem Gegner auf Augenhöhe messen. Zum Schluss des Satzes hatte der Favorit aber die Nase vorn. Voléro Zürich gewann die zweite Spielphase mit 25:20.

Pause bringt Wende

Während sich die Spielerinnen von Volley Toggenburg für die zehnminütige Pause zufrieden in die Garderobe zurückzogen, mussten sich ihre Kontrahentinnen auf dem Spielfeld eine Standpauke ihres Trainers anhören. Diese zeigte jedoch ihre Wirkung. Nachdem die Toggenburgerinnen den ersten Punkt im dritten Satz für sich sicherten, kam der Gegner so richtig in Schwung. Voléro erarbeitete sich in der Folge acht Punkte in Serie. Dies liess die Euphorie bei den Anhängern des Heimteams schwinden. Auf dem Platz mühten sich die Spielerinnen ab, den Rückstand wieder aufzuholen, doch die Hypothek war zu gross. Je länger der Satz andauerte, desto mehr minderten sich die Kräfte der Wattwilerinnen und zugleich auch die Konzentration. Dem Aussenseiter unterliefen Fehler, die man zu Beginn des Spiels nicht gesehen hatte und so gewann Voléro den dritten Satz mit 16:25. Damit war der Bann gebrochen. Das Heimteam spielte auch im vierten und letzten Satz nur noch eine Nebenrolle. Die Titelanwärterinnen aus Zürich dominierten nun ihre Gegnerinnen nach Belieben. Nur in wenigen Ballwechseln konnte das Team von Marcel Erni dem Gegner noch die Stirn bieten. Und so ging auch der vierte Satz deutlich mit 13:25 an Voléro Zürich.

Abstieg verhindern

Das Publikum wusste die Leistung der Spielerinnen von Volley Toggenburg jedoch zu schätzen, auch wenn es zum Schluss bei weitem nicht zu einer Sieg-Chance gereicht hatte. Auch Trainer Marcel Erni war zufrieden mit der Leistung seiner Spielerinnen. Vor allem natürlich mit den beiden Startsätzen. Nun steht in der Meisterschaft noch ein Spiel der Qualifikationsrunde an, nämlich auswärts in Köniz. Danach ist eine kurze Festtagspause geplant und im neuen Jahr starten dann die Playouts. Marcel Erni meinte nach dem Spiel: «Jetzt liegt der Fokus voll auf den Abstiegsspielen, wir starten auswärts beim VBC Cossonay, dies ist eines der Schlüsselspiele, wenn wir den Ligaerhalt schaffen wollen. Danach folgt das Spiel zu Hause gegen Düdingen, da ist auch immer etwas möglich.» Sicher ist, dass dem Team die Unterstützung der Fans sicher ist und sie den Abstieg verhindern können, wenn Volley Toggenburg die Play-outs so spielen, wie die ersten zwei Sätze am Sonntag gegen Voléro.

Matchtelegramm Volley Toggenburg – Voléro Zürich 1:3 (25:23, 20:25, 16:25, 13:25), Rietstein (Wattwil), 80 Zuschauer Volley Toggenburg: Bichler, Schneider, Betz, König, N. Lutz, Lehmann, A. Lutz, Bisang, Baghdady Voléro Zürich: Unternährer, Marbach, Ninkovic, Schauss, Voitenko, Rosic, Carrillo, Granvorka, Klaric, Hashimoto, Onyejekwe

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