Zwei Rücktritte in Kivo Waldstatt

An der Versammlung der Reformierten Kirchgemeinde Waldstatt haben Helene Müller und Tatjana Frischknecht ihren Rücktritt angekündigt. Das Budget 2016 wurde genehmigt.

Michael Genova
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Kivo-Mitglied Helene V. Müller-Bernhard, Co-Präsidentin Hildegard Huber und Kassierin Tatjana Frischknecht. (Bild: mge)

Kivo-Mitglied Helene V. Müller-Bernhard, Co-Präsidentin Hildegard Huber und Kassierin Tatjana Frischknecht. (Bild: mge)

WALDSTATT. Die Kirchenvorsteherschaft der Reformierten Kirchgemeinde Waldstatt sucht zwei neue Mitglieder. Am Freitagabend gaben Tatjana Frischknecht und Helene Müller-Bernhard bekannt, dass sie im Frühling 2016 zurücktreten werden. Tatjana Frischknecht ist Kassierin und Helene Müller-Bernhard ist für die Erwachsenenbildung, die Seelsorge sowie Gottesdienste und Feiern verantwortlich. Weil die Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit abnehme, gestalte sich die Suche nach einer Nachfolge schwierig, sagte Co-Präsidentin Hildegard Huber. «Die Gesellschaft hat bislang nur so gut funktioniert, weil sich viele Freiwillige im Hintergrund engagiert haben.»

Pfarrer Stäubli bleibt bis 2017

Eine weitere bereits bekannte Herausforderung ist die bevorstehende Pensionierung des langjährigen Pfarrers Johannes Stäubli im Juni 2016. Er werde der Gemeinde noch ein weiteres Jahr bis Juni 2017 zur Verfügung stehen, sagte Hildegard Huber. Die Kirchenvorsteherschaft sei daran, eine Lösung für die Nachfolge zu suchen.

Diskussion über Kirchenzettel

Die Mitglieder der Kirchgemeinde hatten am Freitagabend das Budget für das Jahr 2016 zu genehmigen. Bei einem Ertrag von 418 000 Franken und einem Aufwand von 415 800 Franken ist ein Gewinn von 2200 Franken geplant. Die Kirchgemeinde muss sparen, wie Kassierin Tatjana Frischknecht erläuterte. Deshalb werden etwa die Fahrdienste des Kirchenbusses reduziert und die Seniorenausflüge und Seniorenarbeit aus einem Spezialfonds bezahlt.

Für Diskussionen sorgte die geplante Einstellung der Kirchenmitteilungen in der Appenzeller Zeitung. Ein Kirchenmitglied setzte sich mit einem Antrag für den Erhalt ein. Die Inserate im Kirchenzettel sorgten dafür, dass die Kirche sichtbar bleibe, so die Votantin. Präsidentin Hildegard Huber sagte, dass es eine schwierige Abwägung gewesen war. Die Kirchenmitglieder würden auch in Zukunft in der Kirchenzeitung Magnet und im «Waldstätter» über kirchliche Anlässe informiert. Eine knappe Mehrheit entschied sich in der Folge für eine Abschaffung der Inserate und genehmigte das Budget 2016. Der Steuerfuss bleibt für das Jahr 2016 bei 0,75 Einheiten. Er wurde einstimmig genehmigt.

Zum Abschluss des Abends hielt Simon Schwitter von der Stiftung Suchthilfe St. Gallen einen Vortrag. Dabei ging er auch auf die Entstehungsgeschichte der Gassenküche, die 1987 als Antwort auf das Problem der offenen Drogenszene gegründet wurde.