Zwei neue Gesichter im Schulrat

Urs Rempfler und Silvia Speck werden neu in den Schulrat Meistersrüte gewählt. Roland Waibel übernimmt von Köbi Neff das Präsidentenamt. Die Stimmberechtigten heissen die Steuerfusserhöhung um 3 Prozent gut.

Irene Stoffels
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Wahlen im Schulrat: Peter Albisser, Silvia Speck (neue Beisitzer), Roland Waibel (neuer Präsident) Mechtild Grubenmann, Urs Rempfler (neuer Kassier) und der abtretende Schulpräsident Köbi Neff. (von links). (Bild: Irene Stoffels)

Wahlen im Schulrat: Peter Albisser, Silvia Speck (neue Beisitzer), Roland Waibel (neuer Präsident) Mechtild Grubenmann, Urs Rempfler (neuer Kassier) und der abtretende Schulpräsident Köbi Neff. (von links). (Bild: Irene Stoffels)

MEISTERSRÜTE. Im Zeichen von Neuwahlen stand die diesjährige Schulgemeinde Meistersrüte, denn der Schulpräsident und eine Schulrätin mussten ersetzt werden. Die Jahresrechnung schliesst mit einer schwarzen Null – trotzdem wurde der Steuerfuss um 3 Prozent heraufgesetzt.

Gross war der Besucherandrang der Schulbürgerinnen und Schulbürger, die mit ihrem Erscheinen an der Schulgemeinde ihr Interesse am Geschehen der Schule Meistersrüte bekundeten.

89 Kinder in der Schule

Schulratspräsident Köbi Neff begrüsste die Schulbürger zu seiner letzten Schulgemeinde und wies in seinem Jahresbericht auf die vielfältigen Aktivitäten rund ums Schuljahr hin. Den Kindergarten bis zur 6. Klasse besuchen im laufenden Jahr 89 Kinder. Weitere 31 Kinder verteilen sich auf die Kleinklassen, die Oberstufe und das Gymnasium im Dorf. Es werden vier Doppelklassen geführt, was auch im kommenden Jahr bei gleichbleibendem Schülerbestand beibehalten wird. Laut Köbi Neff wird die Schülerzahl jedoch in den nächsten Jahren um 15 Prozent abnehmen, da aus heutiger Sicht im Jahr 2014 ein kleiner Jahrgang nachkommt und ab 2015 die grossen Jahrgänge in die Oberstufe wechseln.

Der Schulkassier, Roland Waibel, erläuterte die Jahresrechnung im Detail. Statt des budgetierten Defizits von rund 109 000 Franken resultierte ein kleiner Gewinn von 14000 Franken. Dies bei einem Aufwand von rund 1,4 Mio. Auf den ersten Blick ist dies ein positives Bild, von dem man sich aber nicht blenden lassen sollte, wie Roland Waibel warnte. Der Besserabschluss ist vor allem auf unerwartet höhere einmalige Steuereinnahmen zurückzuführen sowie auf Zurückhaltung bei Anschaffungen und Liegenschaftsaufwand. Die Jahresrechnung wurde von den Stimmbürgern einstimmig gutgeheissen.

Steuererhöhung

Nichtsdestotrotz empfahl der Schulrat, die Steuern um 3 Punkte von jetzt 61 auf 64 Prozent zu erhöhen. Da in nächster Zeit die grossen Jahrgänge in die Oberstufe wechseln würden, müsse bald massiv mehr Schulgeld bezahlt werden, und auf unerwartete Steuereinnahmen könne man nicht jedes Jahr hoffen. Ausserdem würde die Liquidität im ersten halben Jahr deutlich unter den benötigten Mindeststand sinken. Das Budget sieht dann auch für 2013 einen Verlust von 112 000 Franken voraus. Ein Votant stellte den Antrag auf Beibehaltung des bisherigen Steuersatzes, mit der Begründung, dass die Bautätigkeit in Meistersrüte hoch sei und Neuzuzüger mehr Steuereinnahmen garantieren würden. Sollten die Schülerzahlen wie geplant abnehmen, würde man auch beim Personalaufwand Einsparungen erzielen. Dieser Antrag wurde von den Stimmbürgern deutlich abgelehnt und dem Antrag des Schulrates auf Steuererhöhung mit grossem Mehr zugestimmt.

Waibel neuer Schulpräsident

Nach fünfjähriger Tätigkeit im Schulrat hatte der Präsident, Köbi Neff, seinen Rücktritt bekannt gegeben. Einen Nachfolger wurde der Schulgemeinde aus den eigenen Reihen präsentiert, stellte sich doch der jetzige Kassier, Roland Waibel, für dieses Amt zur Verfügung. Auf Vorschlag des Schulrats übertrug ihm die Gemeinde gerne und einstimmig dieses Amt.

Da das Kassieramt mit dem Wechsel verwaist dasteht, wurde nach einem Kandidaten gesucht und mit Urs Rempfler, Vater von vier Kindern, auch gefunden. Der Schulrat empfahl ihn zur Wahl, und die Gemeinde wählte ihn mit grossem Mehr in dieses Amt. Ein zweiter Kandidat, der kurzfristig von einem Schulbürger aufgerufen wurde, blieb chancenlos.

Ebenfalls ihren Rücktritt hatte die Beisitzerin, Mechtild Grubenmann, angekündigt. Für sie wurde Silvia Speck, Mutter von drei Kindern und Vertreterin des Bauernstandes, einstimmig in den Schulrat aufgenommen.

Seit 35 Jahren Lehrer

Ein Jubiläum der besonderen Art kann Peter Albisser dieses Jahr begehen. Er ist seit sage und schreibe 35 Jahren Lehrer der 5./6. Klasse in Meistersrüte. «Wer bei ihm die Schulzeit durchlaufen hat, und das waren 329 Schüler, beherrscht nicht nur den Schulstoff, sondern ist a) polysportiv gefördert worden, kann b) jonglieren und ist c) in der Oberstufe 100-prozentig in die richtige Leistungsstufe eingeteilt worden», so Köbi Neff in seiner Laudatio. Für zehn Jahre gewissenhaften Reinigungsdienst wurde auch Emilia Neff mit einem Präsent geehrt.

Köbi Neffs Bilanz

Gebührend verabschiedet wurden die abtretenden Schulräte. Mechtild Grubenmann hat sich sehr dafür eingesetzt, dass mehr Schüler die Musikschule im heimischen Schulhaus besuchen können, sie hat auch den Milchtag wieder lanciert. Unter dem Präsidium von Köbi Neff sind Projekte wie der neue Kinderspielplatz, die Umstellung von Öl- auf Gasheizung und ein Mittagstischkonzept entstanden.

Viele Stunden investierte er jedoch in die Gestaltung der übersichtlichen und gut gepflegten Homepage der Schule (www. schule-meistersruete.ch).

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