Schwingen
Schläpfer und Thoma retten Appenzeller Ehre in Kaltbrunn

Schwingen. Bei bedeckten und nassen Wetterbedingungen wurde am Nationalfeiertag das St.Galler Kantonalschwingfest in Kaltbrunn durchgeführt. Topfavorit Samuel Giger triumphierte erneut, während die Appenzeller ihr Potenzial nicht vollends ausschöpfen konnten.

Thomas Mock
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Markus Schläpfer (oben) rangierte als bester Appenzeller auf dem sechsten Schlussrang.

Markus Schläpfer (oben) rangierte als bester Appenzeller auf dem sechsten Schlussrang.

Bild: Lorenz Reifler

Dem Gontner Christoph Thoma, welcher sich am eigenen Kantonalfest in Urnäsch erstmals unter die Kranzgewinner reihen konnte, misslang der Auftakt am St.Galler Kantonalschwingfest in Kaltbrunn vollumfänglich. Mit zwei Niederlagen und den dazugehörenden Mindestnoten stand er bereits nach dem Anschwingen mit dem Rücken zur Wand. Diesem Weckruf liess Thoma in der Folge aber Taten folgen. Nach jedem Gang wies sein Notenblatt fortan einen Sieg mehr auf, bis es im sechsten Gang um die Kränze ging. Im Kampf gegen den Nichtkranzer Elia Baumann witterte der Gontner bereits zu Beginn seine Chance, weshalb Baumanns Gegenwehr nach einigen Angriffen nicht mehr genügte. Für den ruhigen Gontner dürfte der im achten Schlussrang erkämpfte Kranzgewinn die optimale Bestätigung nach seinem Ersterfolg in Urnäsch bedeuten.

Mit Markus Schläpfer erkämpfte sich in Kaltbrunn ein zweiter Appenzeller das begehrte Eichenlaub. Sein ansprechendes Notenblatt wies am Ende des Wettkampfs vier Siege und zwei Punkteteilungen auf. Im alles entscheidenden Kampf liess er auch dem jungen Thurgauer Lars Hugelshofer keine Chance. Für den in Niederbüren wohnhaften Schläpfer war diese Leistung gleichbedeutend mit seinem insgesamt 34. Kranzgewinn seiner Karriere.

Fünf Appenzeller auf der Zielgeraden ausgebremst

Mit zwei Kranzgewinnen konnten die Appenzeller zwar erfreuliche Erfolge feiern, das Potenzial für mehr wäre allerdings durchaus vorhanden gewesen. Der letzthin sehr überzeugende Urs Giger wie auch der Innerrhoder Erich Dörig hatten mit den beiden Teilverbandskranzern Beda Arztmann beziehungsweise Sandro Schlegel das wohl härteste Los. Dörig zeigte während des ganzen Tages eine solide Leistung, weshalb das Wettkampfglück in der Endausmarchung sicherlich nicht auf seiner Seite lag.

Sowohl Dominik Brülisauer, Silvio Hinrichs als auch Sepp Fuster wurden in ihrem letzten Gang mit durchaus lösbaren Aufgaben konfrontiert. Auch Sepp Fuster hätte einen Sieg zum Kranzgewinn benötigt. In einem ausgeglichenen Kampf scheiterte der Innerrhoder aber am St.Galler Adrian Elmer, weshalb auch er ohne Eichenlaub blieb. Der junge Hasler Dominik Brülisauer besiegte auf seinem Weg zwar den fast schon übermächtigen Kranzschwinger Kjetil Fausch, allerdings konnte er die ihm dargebotene Chance im sechsten Gang im Nichtkranzerduell gegen Andy Signer nicht nutzen. Ähnlich erging es dem Gaiser Silvio Hinrichs, der im entscheidenden Kampf gegen Ramon Baumgartner den Kürzeren zog und ebenfalls weiter auf seinen ersten Kranzgewinn hinarbeiten muss. Nach einer wiederum eher harten Einteilung blieb dem Eggerstandner Patrick Schmid bereits nach fünf Gängen keine Möglichkeit mehr, um die Kränze mitzutun. Mit einem abschliessenden Sieg reihte er sich zumindest knapp hinter die Kranzgewinner, wenngleich ihm dies nur wenig Trost sein dürfte.

Samuel Giger triumphiert erneut

Der Thurgauer Eidgenosse Samuel Giger ist in der Nordostschweiz aktuell das Mass aller Dinge. Im Schlussgang besiegte er seinen Klubkollegen Mario Schneider nach rund viereinhalb Minuten mittels inneren Hakens und Fussstichs. Für Giger ist es bereits der fünfte Kranzfestsieg in der laufenden Saison. So dominant seine Bilanz auch ist, so erschreckend dürften die ersten paar Sekunden gegen den jungen Toggenburger Werner Schlegel gewesen sein. Nach einer knapp entronnenen Niederlage war es dann allerdings Giger, der den Platz und am Ende auch das Fest als Sieger verlassen konnte. Für Schlegel resultierte der Ehrenplatz, während Weissenstein-Sieger Damian Ott den Kranzgewinn sogar verpasste.

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