Zwei Kandidaten der Generation U40 wollen in den Gemeinderat Gais

Zwei Sitze gilt es im Gemeinderat Gais am 17. März neu zu besetzen. Weder die SP noch die Vereinigung der Arbeitnehmer stellen Kandidaten, um ihre Sitze zu halten. In die Bresche springen die FDP und der Gewerbeverein mit einer Frau und einem Mann.

Mea McGhee
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Im Gemeinderat Gais werden zwei Sitze frei, es gibt zwei Kandidaten. (Bild: apz)

Im Gemeinderat Gais werden zwei Sitze frei, es gibt zwei Kandidaten. (Bild: apz)

Seit bald zwei Jahren wirkt sie in der Jugendkommission mit. Nun möchte Doris Oetiker die Zukunft von Gais noch stärker mitgestalten. Die 36-Jährige wird von der FDP für einen der zwei frei werdenden Sitze im Gemeinderat portiert.

Lebensmittelpunkt im Dorf

Doris Oetiker (Bild: PD)

Doris Oetiker (Bild: PD)

«Sie ist engagiert und hat ihren Lebensmittelpunkt im Dorf», so Parteipräsident Reto Pfändler. Mit den Präsidenten der anderen politischen Gruppierungen, die keine Wahlvorschläge machen, sei Oetikers Kandidatur abgesprochen. Die gelernte Drogistin mit Weiterbildung als Sozialversicherungsfachfrau arbeitet Teilzeit bei der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen auf der IV-Stelle.

Offen für Neues

Im Sozialbereich und im Versicherungswesen lägen denn auch ihre fachlichen Stärken, so die FDP-Kandidatin. Sie sei offen für Neues, sagt sie, angesprochen auf mögliche Kommissionen, denen sie vorstehen könnte. Je nach Aufgabenbereich würde die Einarbeitungsphase mehr Zeit beanspruchen. «Dieser Herausforderung stelle ich mich gerne.» Einbringen möchte sie sich insbesondere auch in der Arealentwicklung des Bahndepots. Mit ihrem Mann Lukas, er ist in Gais aufgewachsen, lebt sie seit 2016 in der Gemeinde. An Gais schätzt sie das vielseitige Angebot von Gewerbe und Handwerk. Auch die Schule und die Möglichkeiten der ausserschulischen Betreuung lobt Doris Oetiker. Wichtig erscheint ihr das Gute zu erhalten und dennoch offen zu sein für Neues. Sie sei ein fröhlicher Mensch, offen und kommunikativ, beschreibt sich die 36-Jährige. Joggen, Wandern, Fischen, Musik und Kochen sind ihre Hobbys.

Lösungsorientiert und vernetzt

Dylan McGhee (Bild: mc)

Dylan McGhee (Bild: mc)

Stets hat er im Dorf gelebt, hier die Lehre absolviert und mit Ehefrau Petra ein Haus gebaut: Dylan Mc Ghee nennt Gais seine Heimat. Und für diese möchte sich der 38-Jährige engagieren. Er kandidiert für einen Sitz im Gemeinderat. «Obwohl er kein Geschäftsinhaber ist, hat er viel mit Gewerbetreibenden zu tun», sagt Katja Pantaleo-Palancon, Aktuarin des Gewerbevereins Gais. Dieser unterstützt Mc Ghees Kandidatur.

In Kommission Bau und Umwelt tätig

Bei seinem einstigen Lehrbetrieb Frehner Holzbau AG ist Mc Ghee seit bald 23 Jahren tätig, zunächst als Hochbauzeichner, heute als diplomierter Bauleiter. Er sagt: «Wir arbeiten oft mit Anbietern aus dem Dorf. Daher bin ich im örtlichen Gewerbe gut vernetzt.» Seit Sommer 2018 gehört er der Kommission Bau und Umwelt an. Hier bringe er sein Fachwissen ein. «Ich bin es gewohnt, im Gespräch Lösungen zu finden.» Vom Typ her sei er ausgeglichen und eher ruhig.

Politisch unabhängig

Bei einer allfälligen Wahl will Mc Ghee politisch unabhängig bleiben. Wichtiger als politische Leitbilder sei der gesunde Menschenverstand. Er sagt: «Wenn ich eine Idee habe, vertrete ich diese begründet.» Gut vorstellen könnte er sich als Gemeinderat eine Aufgabe im Baubereich, aber auch die Finanzen würden ihm liegen. Als Herausforderung für Gais sieht er die bauliche Entwicklung. Da er im Dorf wohne, arbeite und einen Teil seiner Freizeit hier gestalte, bekomme er Anliegen der Bevölkerung mit. Er ist ehemaliger Kassier und Ehrenmitglied des TV Gais. Aktiv turnt er in der Fitnessriege. Reisen und Wandern sind seine Hobbys.