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Zwei Jubiläen mit Plakaten gefeiert

Grafikerlehrlinge gestalten in Herisau eine Ausstellung zum Thema Gleichstellung. Auftraggeberin ist die Abteilung Chancengleichheit des Kantons Appenzell Ausserrhoden.
Karin Erni
Cédrine Speck aus Appenzell mit ihrem Plakat. Es trägt den Titel: «Frau ode Maa isch doch glich.»Bild: Karin Erni

Cédrine Speck aus Appenzell mit ihrem Plakat. Es trägt den Titel: «Frau ode Maa isch doch glich.»Bild: Karin Erni

«Wie sieht Gleichstellung im Jahr 2039 aus?» Diese Frage mussten sich 15 angehende Grafikerinnen und Grafiker der Schule für Gestaltung in St. Gallen stellen. Ihre Aufgabe bestand darin, im Rahmen einer Projektarbeit Plakate zum Thema zu gestalten. Die Abteilung Chancengleichheit des Kantons Appenzell Ausserrhoden wollte damit ausloten, wie sich jüngere Menschen das gemeinsame Leben von Frauen und Männern in der Zukunft vorstellen.

Die Abteilung kann dieses Jahr gleich zwei Jubiläen feiern: 20 Jahre Fachstelle für die Gleichstellung von Mann und Frau sowie 30 Jahre Frauenstimmrecht im Kanton. Leiterin Isabelle Dubois erklärte bei der Ausstellungseröffnung, dass sie zum Jubiläum nicht eine einzige grosse Veranstaltung, sondern mehrere kleinere Anlässe übers Jahr verteilt durchführen möchten. Zum Jubiläumsauftakt waren am 1. April in der Stuhlfabrik zwei Filmclips mit Philipp Langenegger präsentiert worden.

Gleichstellung sollte kein Thema sein

Unter den Ausstellenden ist auch eine Appenzellerin: Cédrine Speck absolviert ihre Ausbildung im Grafikbüro Sichtwerk in Appenzell. Es mache sie fast hässig, dass man über Gleichstellung überhaupt diskutieren müsse, sagt die Lernende. «Frau ode Maa isch doch glich.» So lautet denn auch der Titel ihres Plakats. Darauf ist ein helles Gesicht vor dunklem Hintergrund zu sehen. Mittels Photoshop hat die angehende Grafikerin am Computer die Gesichtszüge eines Mannes leicht verändert. Gerade so viel, dass beim Bild nicht mehr erkennbar ist, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handelt.

Es sei eine Herausforderung gewesen, 20 Jahre in die Zukunft zu schauen, sagte Tristan Gehin, der im dritten Lehrjahr ist. «Uns selber gibt es ja erst so lange.» Auch er findet, Gleichstellung sollte heutzutage kein Thema mehr sein. Als Experiment hat er vor der Vernissage mit einer Lernenden die Kleider getauscht. Während die Frau in schwarzen Schlabberhosen und T-Shirt niemandem gross auffiel, musste sich der Mann im gestreiften Sommerkleid viele Blicke gefallen lassen. Beim Thema Kleider herrscht offenbar noch keine Gleichberechtigung in Ausserrhoden.

Die Ausstellung steht noch bis zum 11. Juli beim «Treffpunkt» am Obstmarkt in Herisau.

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