Zwei grössere Bauvorhaben

Die Gemeinde Nesslau führte am Montagabend in Stein eine Vorgemeinde durch. Im Zentrum standen zwei Gutachten: Der Bau einer Lernwerkstatt und von Gruppenräumen im OZ Büelen sowie der Bau einer Wasseraufbereitungsanlage.

Sabine Schmid
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STEIN. In den vergangenen Jahren führte die Gemeinde Nesslau keine Vorversammlung durch. Im Hinblick auf die zwei Gutachten, über die an der Bürgerversammlung vom kommenden Dienstag, 22. März, abgestimmt wird, entschloss sich der Gemeinderat aber für eine solche. Doch es fanden sich nur wenige interessierte Bürger im Saal des Restaurant Ochsen in Stein ein. Sie nutzten jedoch die Gelegenheit, sich über die anstehenden Geschäfte zu informieren und Fragen zu stellen.

Schulraum erweitern

Schulratspräsident Hansjörg Huser orientierte über den geplanten Erweiterungsbau des Oberstufenzentrums Büelen, in welchem eine Lernwerkstatt und Gruppenräume vorgesehen sind. Die Lernformen hätten sich geändert und seit 2012 werden auf der Oberstufe immer mehr Projektarbeiten durchgeführt. «Diese Lernform braucht mehr Platz als der Frontalunterricht», führte Huser aus. Um Gruppenarbeiten zu ermöglichen, sind die Lehrer bisher in den Büelensaal ausgewichen, was aber keine optimale Lösung war. Dies unter anderem, weil der Saal häufig belegt sei und dieser darum jeweils neu eingerichtet werden müsse.

Als Lösung wird nun ein Erweiterungsbau beim Oberstufenzentrum sowie der Anbau von drei Gruppenräumen vorgeschlagen. Der Erweiterungsbau soll Platz bieten für eine Lernwerkstatt. Das ist ein Raum, in welchem mehrere Klassen miteinander unterrichtet werden können. Die Gruppenräume werden für die Projektarbeit benötigt. Hansjörg Huser kann sich vorstellen, dass der Platz auch in Zukunft ideal genutzt werden kann, wenn für die Oberstufe mehr PC-Arbeitsplätze benötigt werden. Im Lauf der Planung habe man gemerkt, dass der Platz unter der geplanten Lernwerkstatt mit geringen Mehrkosten in Lagerräume umgebaut werden könne. Diese stellt die Schule den Vereinen zur Verfügung. Zudem, sagte Hansjörg Huser, könnte dort auch ein Raum für Konditions- und Krafttraining für die Sportschüler entstehen. Für den Bau dieser Erweiterung sind 1,2 Millionen Franken veranschlagt.

Nur eine Aufbereitung

Am kommenden Dienstag kommt ein weiteres Gutachten zur Abstimmung, der Neubau einer Aufbereitungsanlage mit einem Stufenpumpwerk in der Säge-Laad. Dieses Projekt sieht vor, nur noch eine Aufbereitungsanlage für die Wasserversorgungen von Stein und von der Nesslauer Laad zu betreiben. Dies sei kostengünstiger und effizienter, nannte Gemeindepräsident Kilian Looser einen Vorteil. Gleichzeitig erfolgt der technische Zusammenschluss der beiden Wasserversorgungen, die von den Quellgebieten Donacht und Erlenriet gespeist werden. So entsteht eine zusätzliche Sicherheit, da im Notfall auf das jeweils andere Wasser zurückgegriffen werden kann. Im Zuge der Arbeiten werden nicht nur teilweise über 100jährige Leitungen ersetzt. Es ist auch geplant, die Betriebssteuerung des Reservoirs Stiegen in Stein zu erneuern und in die Betriebsleitzentrale in Neu St. Johann zu integrieren. Das gesamte Projekt soll über 1,9 Millionen Franken kosten. Dabei entfällt auf die Gemeinde Nesslau ein Betrag von rund 258 000 Franken. Ebenfalls übernimmt die Wasserkorporation Laad einen Teil der Kosten. Zudem gibt es Beiträge vom Bund, vom Kanton und der Gebäudeversicherungsanstalt. Die Wasserkorporation Laad hat dem Projekt bereits zugestimmt.