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Zwei Neue für die Ausserrhoder Denkmalpflege

Nach dem Weggang von Fredi Altherr leiten seit kurzem Vreni Härdi und Hans-Ruedi Beck die kantonale Abteilung. Morgen Samstag bietet sich Gelegenheit, die beiden persönlich zu treffen.
Monika Egli
Hans-Ruedi Beck und Vreni Härdi in Trogen vor dem Kutscherhaus, das zum Holzpalast gehört. Eine ihrer ersten Aufgaben betraf die Farbberatung für die Remise. (Bild: Monika Egli)

Hans-Ruedi Beck und Vreni Härdi in Trogen vor dem Kutscherhaus, das zum Holzpalast gehört. Eine ihrer ersten Aufgaben betraf die Farbberatung für die Remise. (Bild: Monika Egli)

Die kantonale Denkmalpflege ist seit Anfang August in neuer Hand – genau genommen in vier neuen Händen, denn Vreni Härdi und Hans-Ruedi Beck haben die Leitung im Jobsharing inne. Noch stecken sie mitten in der Einarbeitungsphase und erkunden die effektivsten Wege, um die anfallende Arbeit gemeinsam und doch allein im gegenseitigen Sinne aufzuteilen und zu bewältigen. Sie tun dies «by doing», denn die mannigfaltigen Aufgaben der Denkmalpflege harren auch während der Einarbeitungsphase der prompten Erledigung. Härdi und Beck kennen sich von früheren Begegnungen. «Wir wollten beide diese Stelle, jedoch nur in Teilzeit.» Deshalb haben sie sich als Co-Leitung beworben. Beide sind fasziniert von den Aufgaben einer Denkmalpflege, besonders jener im Kanton. «Hier sind fast alle rund 3500 Objekte bewohnt. Hier lebt es.»

Dieses Jobsharing sei ideal, hiess es in der Medienmitteilung, welche die Nachfolge von Fredi Altherr ankündigte. Ideal vor allem, weil sich Vreni Härdi und Hans-Ruedi Beck dank ihres beruflichen Werdegangs ergänzen. Sie bestätigen dies: «Wir leiten die Denkmalpflege gemeinsam und vertreten eine Meinung. Intern tauschen wir uns aus und lernen voneinander, so profitiert der Kanton vom Fachwissen beider.» Denn die Ziele dieser Zusammenarbeit seien mehrere: Sie wollen, dass jedes Projekt von der gleichen Person begleitet wird, damit die Ansprechperson für Involvierte stets die gleiche bleibt. Sie streben aber auch mehr Flexibilität an: Heute ist das Pensum zur Hälfte geteilt. Ihre Familien befinden sich in verschiedenen Stadien (die Kinder von Vreni Härdi werden erwachsen, Hans-Ruedi Becks Familie ist noch am Wachsen). Das Jobsharing biete ihnen die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt die Pensen der familiären Situation anzupassen.

«Es heisst Denkmalpflege, nicht Denkmalschutz»

Sich um Denkmalpflege zu kümmern, hat nicht nur Schokoladenseiten. Nicht selten werden Denkmalpfleger als «Verhinderer» betitelt. Dem wird widersprochen: «Wir erfüllen einen gesetzlichen Auftrag, und dieser lässt nicht viel Spielraum. Wir vertreten öffentliches Interesse.» Das Gesetz und ihre Pflichtenhefte enthalten viele Regeln und Terminvorgaben, das seien ihre Leitplanken. Der vielfältige Aufgabenkatalog einer Denkmalpflege – Begleitung von Renovations- und Umbauprojekten, Beratung von Behörden, Bauherrschaften und Bauchfachleuten, Stellungnahmen zu Bauvorhaben und Sondernutzungsplänen, Beurteilungen der Schutzwürdigkeit von Bauten, Bemessung von Beiträgen, Dokumentationen, Kommunikation und Recherchen – habe letztlich das Ziel, alte Häuser am Leben zu erhalten, sie aber auch den heutigen Bedürfnissen anzupassen. «Deshalb heisst es Denkmalpflege und nicht Denkmalschutz.»

Hinweis

Vreni Härdi und Hans-Ruedi Beck sind morgen Samstag von 10 bis 12 Uhr im Rahmen des Kulturerbe-Anlasses in der Pension Nord im «Sprechzimmer der Denkmalpflege» in Heiden anwesend. Sie freuen sich, mit Interessierten in Kontakt zu treten und sich mit ihnen auszutauschen.

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