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Zwei Brüder und ihr Traum, Eishockeyprofi zu sein

Nach Flavio Allenspach zieht auch sein Bruder Dario früh von seinem Herisauer Zuhause weg: Der eine ist in Davos rekonvaleszent, der andere neues Mitglied der Academy des EV Zug.
Lukas Pfiffner
Wie sein älterer Bruder hat auch Dario Allenspach seine Appenzeller Heimat in jungen Jahren für das Eishockey verlassen. (Bild: PD)

Wie sein älterer Bruder hat auch Dario Allenspach seine Appenzeller Heimat in jungen Jahren für das Eishockey verlassen. (Bild: PD)

Da ist der Traum einer Profikarriere. Gleichzeitig soll die Ausbildung nicht vernachlässigt werden. «Es war am Anfang nicht leicht, aber der richtige Entscheid. Ich habe gelernt, selbständiger zu sein», sagt Flavio Allenspach. Er hat schon nach der 2. Sekundarklasse Herisau verlassen, die Volksschule in Davos abgeschlossen und in einer Gastfamilie gelebt. Hat ihn etwas überrascht, als er zum HCD kam? «Wie professionell alles abläuft. Das ist nicht einfach ein wenig Hockeyspielen.» Nachher wohnte er im Sportgymnasium, aktuell führt er mit einem Skicrosser eine Wohngemeinschaft. «Wir wechseln uns ab. Der eine kocht, der andere räumt auf», sagt der 18-Jährige, der im letzten Jahr der Handelsmittelschule steht.

Grosser Konkurrenzkampf

Flavio Allenspach, Nachwuchsgoalie des HC Davos. (Bild: PD)

Flavio Allenspach, Nachwuchsgoalie des HC Davos. (Bild: PD)

Der Konkurrenzkampf im Tor der Elitejunioren des HC Davos ist gross, in den vergangenen zwei Saisons kam er zeitweise mit Chur zum Einsatz. Aktuell ist er nach zwei Operationen am Fuss rekonvaleszent. «Ich arbeite im Kraftraum und auf dem Velo. Den Schlittschuh anziehen kann ich noch nicht.» Im November hofft er wieder auf Eiskontakt und Goalietrainings mit Marcel Kull – auch er ist ein Herisauer. Wie es nach Abschluss der Mittelschule im nächsten Sommer auf und neben dem Eis weitergeht, ist offen.

«Der EVZ hat uns kontaktiert»

Bruder Dario spielte zuletzt parallel in Herisau und (mit einer B-Lizenz) für Rapperswil-Jona. Er absolvierte die Sportlerschule Appenzellerland, besuchte während drei Jahren die Sekundarschule. An Clubspielen und Zusammenzügen der Auswahl wurde er beobachtet. «Der EVZ hat uns kontaktiert und gesagt, man sei interessiert an ihm», erzählt Vater Stefan.

Neun absolvieren die Academy

Für den 16-Jährigen war schnell klar, dass er diese Chance wahrnehmen wollte. Die Akademie des EV Zug bietet seit 2014 als erste Organisation der Schweiz die Möglichkeit, sich zum Profi ausbilden zu lassen, und die berufliche Basis zu erarbeiten. Neun Jugendliche sind derzeit die Absolventen der Academy. Einige habe er schon von den Auswahlen gekannt, erzählt Dario. Manche wählen die gymnasiale Ausrichtung, andere wie er die kaufmännische Ausbildung. Der praktische Teil findet in einer virtuellen Firma statt. Dario trainiert mit der Academy und mit den Zuger Elitenovizen: Einheiten gibt es an jedem Vormittag; von den Abenden ist in der Regel einer pro Woche eishockeyfrei. «Da mache ich Hausaufgaben oder erhole mich», berichtet der Center.

Natürlich sei die Familie jetzt noch weniger zusammen als zuvor, berichtet der Vater. «Ab und zu sehen wir uns an einem Wochenende. Meine Frau und ich teilen uns manchmal auf und besuchen die Spiele.» Die Söhne haben ein prominentes Umfeld. Flavios Trainer bei den Elitejunioren in Davos heisst Michel Riesen, Darios Trainer in Zug Marcel Jenni. Ein anderer ehemaliger Nationalspieler ist mit Lars Weibel Leiter der EVZ-Academy.

«Mein Vater hätte auch gesagt: ‹Mach das!›»

Stefan Allenspach war für den SCH aktiv – in der NLA, der NLB, der 1. Liga und der 2. Liga. Der 49-Jährige ist bei Herisau und Thurgau als Goalietrainer tätig. Wenn es zu seiner Zeit schon die Möglichkeit gegeben hätte, sich als Talent einem Grossverein oder einem Nachwuchsprojekt anzuschliessen? Der 49-Jährige ist überzeugt: «Mein Vater hätte auch gesagt: Mach das!»

Flavio sei jeweils wütend geworden, wenn er in der Anfangszeit beim SCH im Sinne einer allgemeinen Ausbildung (wie bei den Kleinen üblich) im Feld habe spielen müssen, erzählt Stefan Allenspach. Bleibt die Frage, warum Dario nicht auch Goalie geworden ist. «Ich schiesse lieber Tore, als dass ich Tore verhindere. Für mich gab es immer nur etwas: Stürmer sein.» In den Spielzeiten 2016/17 und 2017/18 traf er in 84 Partien 59 Mal.

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