ZUZÜGER: Das Neckertal wächst wieder

Die Gemeinde Neckertal kann nicht nur finanziell auf ein erfolgreiches 2016 zurückblicken. Sie kann gegenüber dem Jahr 2015 auch einen Bevölkerungszuwachs von 24 Personen verbuchen.

Urs M. Hemm
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Die Mimik von Gemeindepräsidentin Vreni Wild am Apéro nach der Bürgerversammlung strahlt Zuversicht für die Zukunft aus. (Bild: Urs M. Hemm)

Die Mimik von Gemeindepräsidentin Vreni Wild am Apéro nach der Bürgerversammlung strahlt Zuversicht für die Zukunft aus. (Bild: Urs M. Hemm)

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urs.hemm

@toggenburgmedien.ch

87 von 2895 Stimmberechtigten durfte Gemeindepräsidentin Vreni Wild am Mittwoch an der Bürgerversammlung der Gemeinde Neckertal begrüssen, die turnus­gemäss in der Mehrzweckhalle Haselacker in Brunnadern abgehalten wurde. Die zwei wichtigsten Botschaften waren: Die Rechnung 2016 schliesst trotz hoher Mehrkosten im Bereich Soziales und Gesundheit mit einem Ertragsüberschuss von gut 665000 Franken ab. Des Weiteren konnte Vreni Wild nach Jahren des Bevölkerungsrückgangs für einmal einen Zuwachs von 24 Personen vermelden. «Ich möchte nicht von einer Trendwende reden. Wir stellen jedoch fest, dass es immer weniger leer stehende Häuser gibt und Häuser, die neu auf den Markt kommen, sind immer schneller weg», sagte sie. Es sei allgemein eine optimistischere Haltung zu verspüren. Ein Wehmutstropfen ist, dass die Gemeinde erneut ihre Zonenplanauflage habe zurückziehen müssen. Dies, weil das neue St. Galler Baugesetz am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft tritt.

Deutlich tiefere Ausgaben der Schulgemeinden

Vergleichbar mit zahlreichen anderen Gemeinden, lässt sich die Besserstellung der Rechnung 2016 auf höhere Steuereinnahmen, insbesondere der Einkommens- und Vermögenssteuer sowie der Handänderungs- und Grundstückgewinnsteuer zurückführen. «Zudem trugen zu diesem erfreulichen Ergebnis auch die deutlich tieferen Ausgaben in der Gesamthöhe von 336000 Franken der beiden Schulgemeinden bei», erläuterte Vreni Wild. Negativ auf die Rechnung haben Mehrausgaben in der Höhe von knapp 360000 Franken im Bereich Soziale Wohlfahrt eingewirkt. Dennoch: «Aufgrund des wiederholt guten Ergebnisses werden wir im Gemeinderat auf die Budgetversammlung im November hin eine Senkung des Steuerfusses diskutieren und in Betracht ziehen», sagte Vreni Wild.

Grosses Interesse der Bevölkerung

Positiv bewerte Vreni Wild die Anteilnahme am Geschehen in der Gemeinde von Seiten der Bevölkerung. «Die Dorfgespräche waren jeweils sehr gut besucht und es konnten die individuellen Bedürfnisse der Dörfer – manchmal intensiv, aber immer kon­struktiv – diskutiert werden.» Der Gemeinderat habe bei diesen ­Gelegenheiten Anregungen sammeln können und werde versuchen, sie zu berücksichtigen.