«Zusammengehörigkeit fördern»

Die FDP Neckertal hat am Freitag im Blockhaus Steinwäldli Daniel Koller als Kandidaten für die Gemeinderatsersatzwahl Neckertal am 27. November vorgestellt. Er nahm Stellung zum Naturpark-Projekt und anderen politischen Fragen.

Urs M. Hemm
Merken
Drucken
Teilen

MOGELSBERG. Daniel Koller sei schon ein wenig überrascht gewesen, als ihn Gemeinderat Bruno Vogt anfragte, ob er zur Ersatzwahl antreten würde. Es ging um den Sitz des zurückgetretenen FDP-Gemeinderats und Präsidenten der Baukommission Marco Cottinelli. «Bis anhin war ich wohl politisch interessiert, aber nie in einem politischen Amt tätig», gab der Mogelsberger zu. Doch sei das jetzt für ihn die Gelegenheit, sich aktiv am Geschehen zu beteiligen und um sich für die Gemeinde einzusetzen. Daher habe er sich – nach Rücksprache mit seiner Familie – für die Kandidatur und für den Beitritt zur FDP entschieden. «Dieser Schritt war für mich nur die logische Konsequenz, da mir das liberale Gedankengut der FDP am nächsten ist», erklärte Daniel Koller.

Naturpark als Chance nutzen

Ob es am nass-kalten Wetter lag oder daran, dass Daniel Koller der einzige Kandidat für den frei gewordenen Sitz im Gemeinderat ist – nur wenige Bürger kamen am Freitagabend ins Blockhaus Steinwäldli in Mogelsberg. Davon unbeirrt stellte sich der 41jährige Daniel Koller den Fragen der Anwesenden, nachdem er sich den Zuhörern vorgestellt hatte. Daniel Koller sprach sich klar für die Realisierung des Naturpark-Projekts im Neckertal aus. «Ein solcher Naturpark wäre nicht nur eine Bereicherung für die Region, sondern auch ein Gewinn für das ganze Toggenburg», stellte er fest. Es sei eine gute Gelegenheit für das Neckertal, um sich positiv zu positionieren und touristisch als interessante Feriendestination zu etablieren, meinte Daniel Koller .

«Wir-Gefühl» fördern

Er sei sich bewusst, dass das Neckertal als Einheit auftreten müsse und nicht, wie aus dem Publikum bemerkt wurde, einfach als eine funktionierende Gemeinde, damit es sich profilieren könne. «Wir haben gesehen, dass Anlässe, wie der erst kürzlich durchgeführte Nationale Wandertag, die Bevölkerung hat zusammenrücken lassen», stellte er fest. Und dennoch: Es brauche nicht immer solche Grossanlässe, damit die Bevölkerung ein «Wir-Gefühl» entwickle. Er sei überzeugt, dass auch gemeinsame Märkte oder andere, übergreifende kulturelle und soziale Anlässe die Neckertaler Bevölkerung einander näherbringen würden. Aus administrativer Sicht sei er sich des Zeitaufwandes, den das Amt eines Gemeinderates mit sich bringe, durchaus bewusst, antworte Daniel Koller auf die entsprechende Frage. Zudem habe er sich vor seiner Zusage mit dem Arbeitgeber abgesprochen, der ihm die nötigen Freiräume zugestehe, versicherte der Sachbearbeiter Daniel Koller. Auch sehe er sich nicht als «speziell gefährdet», weil er vor sechs Jahren einen schweren Sportunfall erlitten habe. Auf die entsprechende Frage antworte er, dass er zwar noch Mountainbike-Downhill fahre, es aber deutlich ruhiger nehme, als früher.

In Mogelsberg verwurzelt

Aufregung habe er mit seiner zweijährigen Tochter Noa Lynn genug, die ihn und seine Frau Alexandra auf Trab halten würde, sagte er. Die Familie wohnt seit 2005 in Mogelsberg, wo seine Frau aufwuchs und heute das Backoffice im örtlichen Verkehrsverein betreut. Der gelernte Automechaniker Daniel Koller wechselte nach zehnjähriger Tätigkeit in der Autobranche in die Maschinenindustrie, für die er drei Jahre auf Montage war. Seit sechs Jahren arbeitet er als Sachbearbeiter im technischen Kundendienst für die Tipper Tie Alpina GmbH in Flawil, die im Verarbeitungs- und Verpackungs-Sektor hochwertiger Produkte tätig ist.