Zusammen ist das Obertoggenburg stark

Sehr geehrte Damen und Herren. Wir sind eine Gruppe von Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzern, welche mit grosser Sorge den aktuellen Tarifstreit der Bergbahnen im Obertoggenburg verfolgt.

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Sehr geehrte Damen und Herren. Wir sind eine Gruppe von Einheimischen und Zweitwohnungsbesitzern, welche mit grosser Sorge den aktuellen Tarifstreit der Bergbahnen im Obertoggenburg verfolgt.

Aus den Medien vernimmt man, dass sich die beiden Bahngesellschaften nicht auf eine Verteilung der Einnahmen innerhalb des Tarifverbundes in der Region einigen können.

Man hört sogar, dass es tatsächlich Absichten gibt, das für unsere Gäste so attraktive regionale Ticket abzuschaffen.

Betrachtet man den aktuellen Wettbewerb der Bergregionen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland, werden immer mehr Gebiete als Attraktivitätssteigerung zusammengelegt. Das hat grosse Investitionen zur Folge, wie die Beispiele Lenzerheide/Arosa, Ischgl/Samnaun oder Andermatt/Sedrun zeigen.

Mitbewerber der Region Obertoggenburg sind somit nicht die Berggebiete und Dörfer innerhalb der Region Toggenburg, sondern liegen im Umkreis von 100 Kilometern. Die Abschaffung eines gemeinsamen Tickets für die Bergbahnen von Wildhaus, Unterwasser und Alt St. Johann würde das Obertoggenburg massiv schwächen. Auf einen solchen Dienstleistungsabbau warten andere Regionen nur.

Die Folgen des dadurch ausbleibenden Tourismus wären nicht nur für die Bergbahnen, sondern für das ganze Tal verheerend und müssen verhindert werden. Der Schaden durch die negativen Pressemeldungen und die dazugehörenden Kommentare ist jetzt schon immens und wirft ein schlechtes Licht auf das obere Toggenburg.

Auf der Achse Alt St. Johann– Wildhaus wurde in den letzten Jahren stark investiert und so die Attraktivität der ganzen Region gesteigert. Wir stellen mit Freude fest, dass nun auch im Gebiet des Chäserrugg massgeblich investiert wird. Das attraktive Gipfelrestaurant hat diesen Sommer schon viele neue Besucher auf den Chäserrugg gelockt. Gross ist auch die Vorfreude auf die neue Gondelbahn.

Der Verteilschlüssel des Tarifverbundes wird stark durch die Anzahl der beförderten Gäste bestimmt. Der Kunde entscheidet, welche Bahnen er benutzt und auf welchen Pisten er die Abfahrten geniessen will. Der Kunde entscheidet – das ist der Markt!

Die durch die getätigten Investitionen gesteigerte Attraktivität des Chäserrugg-Gebietes führt somit automatisch zu Mehreinnahmen für die Toggenburg Bergbahnen AG. Es muss deshalb gelingen, durch den Gewinn von zusätzlichen Gästen einen Erfolg zu erzielen, von dem die ganze Region profitieren kann.

Wenn das regionale Ticket aufgehoben wird, wird es aber nur Verlierer geben. Zuallererst der Gast selber und unsere Region!

Aus unserem eigenen Umfeld ausserhalb des Toggenburgs erkennen wir, dass ohne regionales Ticket Gäste sehr schnell in benachbarte Gebiete ausweichen und nur schwer zurückzuholen sind.

Wir fordern deshalb die Verantwortlichen der Bergbahnen auf, eine gemeinsame Lösung zu finden und ihre Verantwortung für ihre Gesellschaften, ihre Mitarbeitenden und die Region wahrzunehmen. Am Ende entscheidet der Gast. Machen wir doch das Obertoggenburg attraktiver, nicht schwächer!

Notker Alpiger, Wildhaus Christian Bättig, Sirnach

Karl Bollhalder, Alt St. Johann René Braumann, Bassersdorf Balz Eggenberger, Heerbrugg

Hans Forrer, Wildhaus

Peter Furrer, Küsnacht Hansruedi Grob, Wildhaus

Urs Hürlimann, Wildhaus

Daniel Kierdorf, Wildhaus

Stefan Koch, Wildhaus

Andy Köpfli, Wildhaus

René Metzger, Alt St. Johann Thomas Raschle, Nürensdorf

Ueli Scherrer, Wolfhalden

Heinz Rusch, St. Gallen

Reto Würmli, Wettingen

Sven Ziemer, Unterwasser

Erfreuen, statt immer nur kritisieren

Endlich habe auch ich es geschafft, einen Besuch im neuen Bergrestaurant Chäserrugg zumachen. Da ich immer wieder Berichte in der Zeitung gelesen habe und auch immer wieder aus Aussagen von Leuten, die schon oben waren, eher nur das Negative herausgehört habe, wollte ich mich nun einmal selber vergewissern, wie die Wahrheit nun aussieht. Es war ein wunderschöner Sonntag, in was für einer schönen Welt dürfen wir doch leben!

Der Neubau ist sehr schön geworden, das Essen sah sehr ansprechend aus, es war ein emsiges Treiben und gegen Mittag kamen immer mehr Gäste. Das Restaurant füllte sich mehr und mehr. Das Frühstücksbuffet ist auch zu empfehlen. Die Angestellten waren sehr bemüht, sei es im Service oder in der Küche, die Gäste freundlich und mit gutem Essen und Getränken zu bedienen. Nun frage ich mich schon, was bewegt uns immer dazu, Kritik zu üben: Das Personal sei nicht freundlich, das Essen zu wenig oder zu teuer, längere Wartezeiten etc. Nach meinem Wissen wurde der Neubau früher als geplant eröffnet. Denken wir jetzt noch an diese schönen Tage zurück, die man auf dem Chäserrugg erleben durfte, wenn die Eröffnung erst jetzt stattfinden würde? So ist es doch nicht verwunderlich, wenn nicht vom ersten Tag an alles perfekt sein kann. Ein solcher Betrieb kann nicht von heute auf morgen perfekt realisiert werden. Das eine oder andere kann erst durch die Erfahrung geändert und verbessert werden. Sind wir denn immer nur freundlich? Wird das Personal immer freundlich behandelt und angelächelt?

Das Bergrestaurant ist jetzt genau zwei Monaten offen, und alles sollte schon perfekt sein? Ohne den Verantwortlichen auch nur ein bisschen Zeit einzuräumen, Mängel und Verbesserungen zu realisieren? So wie ich es gesehen habe, waren die Portionen gross, die Preise für ein Restaurant auf dieser Höhe absolut gerechtfertigt, das Personal freundlich und die Aussicht einfach grandios.

Wir sollten uns vermehrt, gerade in dieser hektischen Zeit, wieder an unserer schönen Landschaft erfreuen und nicht immer nur Kritik ausüben. Oder es dann selber besser machen. Aber da wir ja alle nicht perfekt sind, wäre es auch uns nicht möglich, alles richtig zu machen. Ein Dankeschön dem Personal und dem Neubau auf dem Chäserrugg, mich hat es beeindruckt. Es hatte an diesem Sonntag sehr viele zufriedene Besucher auf dem Chäserrugg.

Margrit Giger

Bergli, Nesslau