Zusammen die Welt verändern

Mit einer Durchschnittsnote von 4,57 legten 44 Maturi und Maturae die Prüfungen am Appenzeller Gymnasium St. Antonius ab. An der Spitze stand eine junge Frau: Mit der Rekordnote 5,58 legte Natalie Räss aus Eggerstanden die beste Matura ab.

Monica Dörig
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Die vier besten Maturandinnen des Jahrgangs: Anita Müller, Salome Kuster, Natalie Räss, Lisa Inauen. (Bild: Monica Dörig)

Die vier besten Maturandinnen des Jahrgangs: Anita Müller, Salome Kuster, Natalie Räss, Lisa Inauen. (Bild: Monica Dörig)

APPENZELL. «Zusammen könnten wir die Welt verändern», sagte Maturandin Salome Kuster, die am Freitagabend die Maturarede stellvertretend für alle Prüflinge hielt. Die Welt brauche Sprachengenies, Mediziner, Führungspersönlichkeiten, Musikerinnen, Forscher, Friedensstifter und Künstlerinnen wie sie die letzten sechs Jahre am Gymnasium St. Antonius herangereift sind.

«Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen», zitierte die Rednerin Goethe. Den Schülern und Schülerinnen sei harte Denk- und Knochenarbeit entgegengekommen; sie hätten eine Art Überlebenstraining absolviert mit komplexen Lerninhalten, schlecht kopierten Dossiers, stapelweise Büchern und Prüfungen. «Und wir haben überlebt! Was für ein Gefühl!»

«Bleibt Originale!»

Der Rektor Roman Walker betonte in seiner Ansprache den Wert der Originalität jedes einzelnen Menschen. «Diese Haltung ist zentrale Grundlage unseres Wirkens und Handelns hier am Gymnasium St. Antonius. Hier liegt die Chance der kleinen Schule...». Das hätten auch die Maturanden und Maturandinnen dieses Jahrgangs bestätigt. Sie hätten sich als Individuum ernst genommen gefühlt in einem familiären Gymnasium, das den Weg zum eigenen Original fördere. «Bleibt Originale», rief er seinen ehemaligen Schülern zu, «und habt den Mut, euch in die Gesellschaft einzubringen». «Behaltet euren persönlichen Reichtum nicht für euch, sondern übernehmt Verantwortung», sagte er verbunden mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg der jungen Leute. Alles Gute wünschte auch Landammann Roland Inauen, Erziehungsdirektor von Appenzell Innerrhoden. Er nahm in seiner Rede Bezug zur Maturazeitung, die der Abschlussjahrgang gestaltet hatte unter dem Titel: «Wahre Helden wissen, wann sie gehen müssen». Roland Inauen gratulierte «von Herzen, mit Inbrunst und Stolz».

44 Zeugnisse überreicht

Der Präsident der Maturitätskommission, Roman Dörig, freute sich über die vielfältigen Persönlichkeiten, die er in den Prüfungstagen kennenlernen durfte. Er bat die Maturi und Maturae zur Bühnenrampe, wo sie aus den Händen des Landammanns und des Rektors ihre Maturitätszeugnisse entgegennehmen durften. Alle 44 zu den Prüfungen Angetretenen haben bestanden.

Die beste Kandidatin, Natalie Räss, erreichte die Note 5,58, auf den zweiten Rang gelangte Lisa Inauen mit 5,19 und den dritten Platz teilen sich Salome Kuster und Anita Müller mit 5,12. Weitere ausgezeichnete Resultate erreichten Damjan Bojovic (5.04), Jasmin Felke (5,04) und Julian Haussmann (5,00). Mimi Ritzler erhielt für drei mündliche Prüfungen jedesmal eine glatte Sechs.