Zurück lehnen und geniessen

Die Musikgesellschaft Wattwil ging mit den Mitgliedern des Metzger-Personalverbandes Toggenburg auf Reisen. «Jeder gibt sein Bestes» heisst das Motto, wenn wir unsere Geschicklichkeit testen.

Merken
Drucken
Teilen

Die Musikgesellschaft Wattwil ging mit den Mitgliedern des Metzger-Personalverbandes Toggenburg auf Reisen.

«Jeder gibt sein Bestes» heisst das Motto, wenn wir unsere Geschicklichkeit testen. Unter anderem machen wir Nägel mit Köpfen bei der von unserem Schweizer Helden geprägten Disziplin.

Mit dieser spannenden Einladung zu unserer zweitägigen Reise machten wir uns, die Mitglieder der Musikgesellschaft Wattwil und die Mitglieder des Metzger-Personalverbandes Toggenburg auf den Weg. Der erste Halt wurde in Gisikon eingelegt. An diesem Samstag brauchten wir zum erstenmal einen Regenschirm. Wir sahen sehr eindrücklich, dass es nicht erst seit unserer Abfahrt regnete, denn die Reuss hatte doch sehr viel Wasser und zog so ziemlich viel mit sich.

An Olympiade mitgemacht

Nun waren wir gespannt, was da noch kommen mag, wurde uns doch einiges versprochen. Via Luzern gelangten wir mit dem Car zum Bauernhof Weid der Familie Abächerli. Diese organisierte für uns eine Bauernolympiade, ein Mix aus Spiel und Spass.

Beim Wettmelken, Nageln, Pfund sägen, Stiefel werfen und Armbrust schiessen in vier Gruppen aufgeteilt, hörte man viel Gelächter und Geschrei. In den Pausen wurden die Männer wieder zu Buben und unsere Präsidentin Ursi Nietlispach posierte stolz als treffsichere Armbrustschützin.

Gestärkt mit Älplermakkaronen und Schüblig wurde die Gruppe «Fröschli» zum Sieger gekürt und erhielt einen Biber. Vom Hof aus ging es weiter nach Interlaken zum Hotel Carlton-Europe. Kleine und gediegene Zimmer erwarteten uns und jedes sah anders aus.

Der Abend stand ganz im Zeichen von «Zurück lehnen und geniessen», während wir unseren Helden beim 100jährigen Jubiläum beobachten würden. Dies stand ebenfalls auf unseren Zetteln und manch einer rätselte, was dies wohl bedeuten könnte. Also standen wir wie befohlen, nach einem feinen Nachtessen, kurz vor halb acht, vor dem Hotel und warteten auf unsere Organisatorin Karin Länzlinger. Die Bödelibahn, Jahrgang 1887 genau wie unser Verein, fuhr vor und brachte uns zu den Tellspielen. Nun war das Geheimnis gelüftet und der Abend so richtig schön mit Schweizergeschichte gefüllt.

Frühstück mit Aussicht

Am Sonntagmorgen ging es mit der Drahtseilbahn Harder Kulm, mit einer Steigung bis zu 64 Prozent zu einem feinen und reichhaltigen Brunch. Sogar Petrus dachte, er möchte uns eine Freude machen, und so liess er just in dieser Zeit die Sonne scheinen. Eindrücklich war die Aussicht auf die Seen, den Kanal und die verschneiten Berge. Viele sahen zum ersten Mal das Jungfraujoch.

Unvergesslich bleibt für uns die Fahrt nach unten mit der Standseilbahn. Nach ein paar Metern stand plötzlich die Bahn still, kurzes Warten, dann wieder los, Stop, wieder warten. Zurück an die Bergstation und wieder ein Versuch um nach unten zu kommen. Nach drei Versuchen stieg der Angestellte aus und verschloss wieder die Türen. Na toll, technischer Defekt und keine Begleitung mehr.

Guetzli, Guetzli, Guetzli...

Mit Verspätung ging die Fahrt schliesslich weiter nach Trubschachen. Vielen sagte dieser Ort nichts, doch als wir dort ankamen, wusste doch jeder Bescheid. Kambly stand da ganz gross an der Fabrikfassade. Nach Herzen konnten wir uns durch alle Guetzli futtern und mancher Bauch war voll damit. Dummerweise hatten wir kurz vorher unseren individuellen Zvieri bestellt und so mussten wir gefüllt mit Gebäck zum nächsten Stop bei Morgarten am Ägerisee. Feines Essen, kurzer Spaziergang am See und weiter ging unsere Heimfahrt ins Toggenburg. Voll von Eindrücken, Guetzli und feinem Essen verabschiedeten wir uns am Sonntagabend von unseren Kollegen.

Susanne Schenk-Baur