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Der SCH kehrt zurück zu Toren und Punkten

Herisau gewinnt zu Hause gegen die Pikes. Der Weg zum 6:4 führt über einen dreimaligen Rückstand. Ein Verteidiger prägt das Geschehen auf dem Eis und die Einträge auf dem Matchblatt.
Lukas Pfiffner
Pikes-Torhüter Daniel Mathis ist im Derby zum ersten Mal bezwungen, Timo Koller (ganz rechts) hat getroffen. (Bild: Mea McGhee)

Pikes-Torhüter Daniel Mathis ist im Derby zum ersten Mal bezwungen, Timo Koller (ganz rechts) hat getroffen. (Bild: Mea McGhee)

Leichtgefallen war den Herisauern das Toreschiessen in diesem Jahr ja nicht. Dreimal nur hatten die Ausserrhoder Erstligisten in den Partien gegen die Argovia Stars, Bellinzona und Frauenfeld getroffen, und dreimal waren sie ohne Punkt geblieben. Vorgestern Samstag war die Gemüts- und Sachlage völlig anders; da traf Stürmer Michell Speranzino in der zweitletzten Minute sogar in eine Lücke zwischen Torhüter und Pfosten, die es eigentlich fast nicht gab.

Es war nach vier Niederlagen der Herisauer Schlusspunkt und die Siegsicherung im wichtigen, umkämpften und tempostarken Derby gegen die Pikes. Was dagegen von der Endphase der Oberthurgauer Bemühungen in Erinnerung bleiben wird: Das doppelte Kopfschütteln von Pikes-Stürmer Michael Novak, der in den letzten Sekunden gerne ein Timeout und die Herausnahme des Goalies für einen sechsten Feldspieler gesehen hätte. Trainer Fritz Lanz verzichtete allerdings auf beides.

Jeitziner hinten und vorne als prägende Figur

Seine Mannschaft musste die Ausserrhoder in der Tabelle aufschliessen lassen. Herisau und die Pikes haben nach 23 Partien als Sechste bzw. Siebte 38 Punkte. Die Playoffsicherung ist für beide nah. Erst nach Redaktionsschluss ging gestern Abend die Partie des Neuntplatzierten Uzwil in Wil zu Ende.

Das erste Drittel stand im Zeichen des Vorwärtsspielens, des schnellen Abschlusses und des dreimaligen Rückstandes der Einheimischen. Den zweiten Abschnitt gestaltete der SC Herisau weitaus konzentrierter und zielstrebiger. Nach Timo Koller und Olbrecht war Jeitziner mit einem Weitschuss für den dritten Ausgleich der Gastgeber verantwortlich. Der Verteidiger war die dominante Figur des Abends: Jeitziner prägte die Abwehrarbeit und die Angriffsauslösung, war oft vorderster Herisauer, er leistete bei drei Toren die Vorarbeit. Und der 25-Jährige war zentrales Element sowohl in Über- als auch in Unterzahl. Kurz bevor die Gäste mit fünf gegen vier das 2:3 erzielten, hätte hinter dem anderen Tor ein Foul an Jeitziner gepfiffen werden können.

Ein Pikes-Spieler zu viel im Powerplay

Bommelis Hartnäckigkeit trug dem SCH noch vor der zweiten Pause die erstmalige Führung ein. Neher, mit Malgin und Novak auffälligster Pikes-Spieler, glich aus und leitete die dramatische Schlussphase ein. Im ersten Drittel hatte man angesichts von zwei Gästetoren im Powerplay noch das Gefühl gehabt, die Strafen könnten den Ausschlag gegen die Herisauer geben. Schliesslich war eine Strafe aber der entscheidende Faktor gegen die Pikes: Im eigenen Powerplay hatten sie plötzlich einen Spieler zu viel auf dem Eis. Nachdem die Herisauer Strafe abgelaufen war, lenkte Gartmann im Überzahlspiel der Gastgeber einen wuchtigen Schuss Jeitziners zum 5:4 ab. Sowohl Gartmann als auch Jeitziner waren im Frühling von den Oberthurgauern zum SC Herisau gestossen.

Obwohl zehn Tore fielen, war die Chancenauswertung auf beiden Seiten nicht einmal als besonders gut zu bezeichnen. Bei Novaks Lattenschuss (27.) fehlte wenig, und die Pikes wären zum vierten Mal in Führung gegangen. Rotzingers Lauf beeindruckte (43.), er traf den Pfosten. Kurz darauf stocherte Holdener den Puck über die Linie; der Treffer erhielt aber keine Anerkennung. Popp und Speranzino standen, als es 4:4 hiess, zu zweit vor dem Gästetor - waren aber im Zuspiel zu wenig genau.

Zusammenhang und Kampfgeist kombiniert

Das Derby verlief stimmungsvoll bis turbulent, es gefiel den Zuschauern angesichts des Offensivgeists wohl besser als den Trainern. Verdient war der Sieg der Herisauer dank ihrer Stabilisierung nach der ersten Pause, dank des Willens und der Tatsache, dass sie spielerischen Zusammenhang und Kampfgeist etwas besser kombinierten.

Herisau – Pikes 6:4 (2:3, 2:0, 2:1)

Sportzentrum. – 352 Zuschauer. – Sr. Rüegg, Torti/L. Nater.

Tore: 5. Germann (Neher) 0:1. 8. (7:03) T. Koller (Jeitziner) 1:1. 9. (8:09) Novak (Neher, Malgin, Ausschluss Popp) 1:2. 11. Olbrecht (Gartmann, Bommeli) 2:2. 18. Novak (Araujo, Ausschluss M. Koller) 2:3. 24. Jeitziner (Gartmann) 3:3. 36. Bommeli (T. Koller, Gartmann) 4:3. 53. Neher (Müller) 4:4. 57. Gartmann (Jeitziner, Rotzinger, Ausschluss Trüssel) 5:4. 59. Speranzino (Jeitziner) 6:4.

Herisau: Klingler; Jeitziner, Hofstetter; M. Koller, Homberger; Olbrecht, Bohlhalder; Bleiker; Bommeli, T. Koller, Gartmann; Popp, Pace, Speranzino; Aerni, Rotzinger, Grau; Grüter, Inauen, Holdener.

Pikes: Mathis; Stäheli, Fischer; Pfleghar, Spannring; Huber, Seiler; Germann, Neher, Müller; Novak, Malgin, Trüssel; Ungemach, Noser, Araujo; Rohner.

Strafen: je 5mal 2 Minuten.

Bemerkungen: 5. Pfostenschuss Neher, 27. Lattenschuss Novak, 43. Pfostenschuss Rotzinger.

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