Zum Gedenken
Zum Tod von Alfons Rutz: Grosse Betroffenheit im Vorderland

Gross war die Betroffenheit im Vorderland, als sich dieser Tage die Nachricht vom Tod von Alfons Rutz kurz nach seiner Pensionierung verbreitete. Als langjähriger Geschäftsleiter des regionalen Betreuungszentrums in Heiden war er eine bekannte und beliebte Persönlichkeit.

Peter Eggenberger
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Alfons Rutz (14.6.1955–11.1.2021)

Alfons Rutz (14.6.1955–11.1.2021)

Bild: PD

Das Engagement von Alfons Rutz für pflegebedürftige Einwohnerinnen und Einwohner im Vorderland und angrenzender Regionen begann 1984, als ihm der verantwortungsvolle Posten als Leiter Pflegedienst anvertraut wurde. Die Verhältnisse im beengenden alten Pflegeheim (heute Dunant-Haus) bedeuteten für Alfons und sein Team eine grosse Herausforderung, die täglich mit viel Elan und Improvisationstalent gemeistert wurde. 1991 wurde mit dem Bau des heutigen Betreuungszentrums begonnen, wobei er die Gestaltung als kompetente Fachkraft eng begleitete.

1995 erfolgte der Vollbetrieb im neuen Gebäude. Im Jahr 2000 wurde ihm die Zentrumsleitung anvertraut, nachdem er vorgängig erfolgreich die zweijährige Non-Profit-Management-Ausbildung in Olten absolviert hatte.

Harmonie war ihm ein Anliegen

Geboren wurde Alfons Rutz 1955 in Affoltern am Albis. Nach der Krankenpfleger-Lehre und einem mehrjährigen Einsatz als Pflege-Stationsleiter in einem Männerheim folgte er 1984 dem Ruf nach Heiden. Der Ehe mit Franziska entsprossen die beiden Töchter Lea und Melanie, und grosse Freude bereitete ihm Enkelin Lina. Nach langjähriger Partnerschaft ging er mit der ebenfalls im Betreuungszentrum tätigen Susanna Niederer eine zweite Ehe ein. Auch mit deren beiden Kindern Anja und Damian verstand er sich gut, waren ihm doch auch im Privatleben harmonische Verhältnisse ein tiefes Anliegen.

Mitgestaltet und mitgeprägt

Im Betreuungszentrum erlebte Alfons Rutz zahlreiche Veränderungen, die er an vorderster Front mittrug und auch mitprägte. Gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schuf er eine wohnliche Atmosphäre, und das Wohl aller Bewohnerinnen und Bewohner stand stets an erster Stelle. Bereits vor einigen Jahren hatte er mit seiner Gattin ein Haus in der Umgebung von Denia in Spanien erworben.

Nach der Pensionierung im Sommer 2020 verlegte das Ehepaar den Wohnsitz in die Wahlheimat, wo es zu verbleiben und den wohlverdienten Ruhestand zu geniessen gedachte. Eine Hirnblutung am 11. Januar setzte ein jähes Ende hinter alle hoffnungsvollen Pläne und Zukunftsvorstellungen. Als engagierte, mit der Region und deren Bevölkerung eng verbundene Persönlichkeit bleibt Alfons Rutz unvergessen.