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Zum Fahnenschwingen ins Camp

WATTWIL. Kinder aus der ganzen Ostschweiz nahmen über Pfingsten in Wattwil an einem besonderen Pfingstlager teil. Das Brauchtumscamp bot auch einen Vorgeschmack auf das kommende Nordostschweizerische Jodlerfest in Wattwil.
Michael Hug
Ausprobieren gehört zum Brauchtumscamp: Das Alphornspielen ist eine Kunst, die viel Übung bedarf. (Bilder: Michael Hug)

Ausprobieren gehört zum Brauchtumscamp: Das Alphornspielen ist eine Kunst, die viel Übung bedarf. (Bilder: Michael Hug)

«Beim Kreisen muss der Spitz nach oben zeigen», sagt Pirmin Stauffer aus Uttwil. Der Bub sprach vom Fahnenschwingen, seiner Lieblingsdisziplin am Brauchtumscamp. Am Samstag hatte er seine erste Lektion. «Es tut schon ein wenig weh», sagte er tags darauf auf die Frage nach dem Muskelkater, man spürte seinen Enthusiasmus. Doch vorerst musste noch ein wenig zurückstecken. Denn nachmittags war eine Chorprobe angesagt: «Wenn eine tannigi Hose hätt...» In den Chorproben fanden sich die Kinder jeweils alle zusammen, in den separaten Lektionen vertieften sie sich in ihre Spezialdisziplin.

Aus der ganzen Ostschweiz

Nadja Räss, Leiterin des Camps, sprach von einem Erfolg: «Wir haben 47 Kinder aus der ganzen Ostschweiz hier, vom Thurgau, vom Toggenburg, aus dem Appenzellischen und sogar aus der Innerschweiz.» Das dreitägige Lager für Kinder von sieben bis zwölf Jahren war eine Kooperation von KlangWelt Toggenburg und dem Nordostschweizerischen Jodlerfest, wo die selben Disziplinen (Jodeln, Alphornblasen und Fahnenschwingen) Geltung bekommen werden. Das Camp, so Nadja Räss weiter, sei ja eigentlich wie Ferien für die Kinder: «Wir haben hier die totale Lagerstimmung.» In der Schulanlage Grüenau fand Nadja Räss beste Bedingungen für Kurse, Verpflegung, Unterkunft, Sport, Spiel und sehr viel Spass vor. Abgeschlossen wurde das Lager vom grossen Schlussauftritt des Camp-Chors am Montagnachmittag.

Instruktoren aus dem Genre

Instruktoren aus dem Genre führten die Kids in die Materie ein. Heinz Della Torre, assistiert von Claudia Arpagaus, leitete das Alphornspielen, Matthias Diener und Yvonne Langenegger gaben Unterricht im Fahnenschwingen und die Aufgabe beim Jodeln teilten sich Stephan Streule und Nadja Räss. Interessant sei gewesen, dass die 47 Kinder nicht nur aus ländlich-bäuerlichen Kreisen stammten, meinte Nadja Räss: «Es hat Kinder querbeet, solche die im Brauchtum verwurzelt sind, aber auch solche, die damit überhaupt nichts zu tun haben.» Die Frage, ob es ein Brauchtumscamp im Toggenburg braucht, beantwortet sie so: «Die Toggenburger Kinder erleben Brauchtum im Alltag, die leben das, abgesehen davon haben wir hier auch Kinder aus hiesigen Chören. Uns es geht jedoch darum, dass die Kinder die ganze Breite mitbekommen.»

Das Andere auch kennenlernen

Ein Kind, in dessen familiärer Umgebung gesungen würde, bekäme vom Fahnenschwingen oder Alphornblasen vielleicht gar nichts mit, meinte Nadja Räss: «Es geht darum, dass sie andere Aspekte kennenlernen, selbst innerhalb der gleichen Disziplin.» Sie erzählt von zwei teilnehmenden, im Jodeln schon etwas fortgeschritteneren Mädchen, eines aus der Region und das andere aus dem Appenzellischen: «Sie haben hier festgestellt, dass sie beide das selbe Lied kennen, aber an gewissen Stellen anders interpretieren.» Begeistert vom Camp war auch der elfjährige Seïn Bucher aus Uster: «Alphorn ist mein Lieblingsinstrument. Ich kann jetzt schon Töne spielen, aber noch kein Lied.» Leider hat er zu Hause (noch) kein Alphorn zum Üben.

Druck (Bild: MICHAEL HUG)

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