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ZUKUNFTSPROJEKT: Leeres Schulhaus Müselbach: Dorfverein würde Verkauf begrüssen

An der Orientierungsversammlung legen die Verantwortlichen des Dorfvereins am Montag offen, wie es mit dem leer stehenden Schulhaus weitergeht. Unabhängig davon wird die Realisierung eines Kulturraums ins Auge gefasst.
Beat Lanzendorfer
Das Haus «Stolz» (ganz rechts) befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Müselbacher Kapelle. Es soll laut Kirchberger Kirchenverwaltung abgerissen werden und einem Kulturraum Platz machen, den wiederum der Dorfverein realisiert. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Das Haus «Stolz» (ganz rechts) befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Müselbacher Kapelle. Es soll laut Kirchberger Kirchenverwaltung abgerissen werden und einem Kulturraum Platz machen, den wiederum der Dorfverein realisiert. (Bilder: Beat Lanzendorfer)

Das Schulhaus in Müselbach ist nach rund einjähriger Bauzeit am 30. April 1933 seiner Zweckbestimmung übergeben worden. 84 Jahre später, am 7. Juli 2017, läutete das Glöcklein auf dem Dach des markanten Gebäudes mit den roten Fensterläden zum letzten Mal. Das Schulhaus wurde geschlossen, die Schülerinnen und Schüler besuchen seither den Unterricht in Kirchberg. Gebraucht werden die Räumlichkeiten trotzdem. Für spezielle Anlässe, vom Männerchor als Probelokal oder von der Chrabelgruppe.

Zukunft des Schulhauses ist ungewiss

Präsident Simon Huber (rechts) und Kassier Norbert Wick informierten, wie der Dorfverein die kulturellen Raumbedürfnisse abdecken möchte.

Präsident Simon Huber (rechts) und Kassier Norbert Wick informierten, wie der Dorfverein die kulturellen Raumbedürfnisse abdecken möchte.

Überlegungen, wie die Zukunft aussehen könnte, wurden angestellt. Im Detail informierten am Montag Simon Huber, Präsident und Norbert Wick, Kassier des Müselbacher Dorfvereins. Konkret geht es darum, den Raumbedürfnissen für kulturelle Zwecke der Müselbacherinnen und Müselbachern gerecht zu werden. In Gesprächen mit Gemeindepräsident Roman Habrik und der Kommission für «Kultur, Freizeit und Sport» wurden verschiedene Varianten diskutiert.

Eine davon wäre die Gründung einer Genossenschaft, welche das Ziel verfolgt, das sich im Besitz der Gemeinde befindliche Schulhaus käuflich zu erwerben. Kaufpreis: 419'000 Franken. Diese Variante hätte allerdings den Nachteil, dass die Genossenschaft eine Immobilie erwirbt, welche sanierungsbedürftig ist, was mit zu erwartenden, hohen Folgekosten verbunden sein könnte. Eine zweite Möglichkeit besteht darin, dass die Gemeinde das Schulhaus an einen privaten Interessenten verkauft. Bei dieser Variante wird der Verkaufspreis mit 719'000 Franken beziffert. Der Vorteil: Die Differenz von 300'000 Franken würde dem Dorfverein zur Verfügung gestellt, der damit die Möglichkeit erhält, anderweitig einen Raum für kulturelle Veranstaltungen zu erstellen.

Die Verantwortlichen des Dorfvereins haben sich im Vorfeld der Informationsveranstaltung nach einer Lösung umgesehen. Mit dem Haus neben der Kapelle (ehemals Theodor Stolz) sind sie fündig geworden. Es befindet sich im Besitz der katholischen Kirchgemeinde Kirchberg und soll nach Auskunft des anwesenden Kirchenverwaltungsrates Hansruedi Thoma nächstens abgebrochen werden.

Der Kirchenverwaltungsrat hat sich bereit erklärt, dem Dorfverein das Land im Baurecht für zwei Generationen (50 Jahre) zu überlassen. Was fehlt, ist die Zustimmung der Stimmberechtigten an der Kirchbürgerversammlung vom 20. März. Zusätzlich muss der Administrationsrat in St. Gallen den Beschluss absegnen. Anschliessend könnte darauf ein Kulturraum mit kleiner Küche und WC-Einrichtung errichtet werden. An letzterem zeigt sich auch der Kirchenverwaltungsrat interessiert, verfügt die Kapelle doch über keinerlei sanitarische Einrichtungen. Bisher hat Nachbarin Klärli Wick bei Hochzeiten und Gottesdiensten ihr WC bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Auch ein Grund, weshalb eine schnelle Lösung mit dem Dorfverein erzielt werden konnte.

Schulhaus steht in der Zone für öffentliche Bauten

Während der Diskussion am letzten Montag war offenkundig, dass der überwiegende Teil der Anwesenden die Variante mit dem Neubau auf dem «Areal Stolz» favorisiert. Dies auch darum, weil das Müselbacher Schulhaus in der Zone für «öffentliche Bauten» steht. Eine Umzonung in die «Wohn- und Gewerbezone» sei erst 2019 oder 2020 möglich. Bis zur Umzonung dürfen daher nur geringfügige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Um die Zeit bis zur angestrebten Umzonung zu überbrücken, erwägt die Gemeinde, das Schulhaus einer privaten Institution zu vermieten, welche die Zimmer für schulische Zwecke nutzen möchte.

Der Dorfverein erhielt aber die Zusage, dass die Einwohnerinnen und Einwohner die Räumlichkeiten weiterhin ihren Bedürfnissen entsprechend nutzen können. Unabhängig vom Fortbestand des Müselbacher Schulhauses fasste der Vorstand des Dorfvereins den Auftrag, das Gespräch mit dem Gemeinderat zu suchen und die Pläne für einen neuen Kulturraum voranzutreiben. Die Anwesenden waren sich einig, dass bei einem Verkauf des Schulhauses die zugesagten 300'000 Franken für einen neuen Kulturraum sinnvoll eingesetzt wären.

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