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ZUKUNFTSBRANCHE: Die begehrte Lehre

Vor allem bei jungen Männern sind Ausbildungen im Bereich Informatik beliebt. Alexander Ehrenhöfer ist Lernender bei der Clavis IT. An seiner Tätigkeit schätzt er verschiedene Aspekte.
Jesko Calderara
Alexander Ehrenhöfer ist einer von vier Clavis-Lernenden. (Bild: CAL)

Alexander Ehrenhöfer ist einer von vier Clavis-Lernenden. (Bild: CAL)

Für Alexander Ehrenhöfer war die Berufswahlentscheidung während der Schulzeit schnell klar. «Ich habe mich schon immer für das Thema Informatik interessiert», sagt der 18-Jährige. Nach kurzem Abwägen entschloss er sich für eine Informatiklehre mit Schwerpunkt Applikationsentwicklung bei der Clavis IT in Herisau. Zurzeit befindet sich Ehrenhöfer im dritten Lehrjahr. Die Arbeit sei vielfältig und abwechslungsreich. Dies hat auch mit dem Lehrbetrieb zu tun. Denn die Clavis IT vertreibt keine eigenen, standardisierten Produkte.

Informatiker mit dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) entwickeln, installieren, testen und betreiben Informatiklösungen. Im Rahmen der Lehre können drei Fachrichtungen gewählt werden. Als angehender Applikationsentwickler beschäftigt sich Ehrenhöfer vor allem mit dem Programmieren von Applikationen. Bei der Fachrichtung Systemtechnik wiederum steht der Aufbau und die Wartung von Informatiksystemen im Zentrum. Diese Berufsleute wählen die geeignete Hard- und Software für ihre Auftraggeber aus. Dann installieren sie PC-Arbeitsplätze, Drucker und Server. Ausserdem sind sie zuständig für die Sicherheit der Netzwerke und beheben Störungen. Die Fachrichtung Betriebsinformatik ist eher selten. Sie ist eine Mischung aus Applikationsentwicklung und Systemtechnik.

Informatiklehre in der Industrie

Die Ausbildung zum Informatiker EFZ dauert vier Jahre. Entsprechende Lehren bieten diverse Informatikunternehmen in der Region an, darunter auch die Clavis IT AG. Auch bei grösseren Industrieunternehmen gibt es entsprechende Möglichkeiten. Nebst der praktischen Ausbildung besucht Alexander Ehrenhöfer als BMS-Absolvent zwei Tage pro Woche die Schule. Zudem kommen während der Lehrzeit zehn je zweiwöchige überbetriebliche Kurse dazu.

In den ersten sechs Monaten werden die Lernenden bei Clavis IT, zurzeit sind es vier, mit der Technik vertraut gemacht. «Anschliessend konnte ich schrittweise bei Kundenprojekten mitarbeiten», sagt der junge Schwellbrunner. Dabei werde teilweise über Monate hinweg im Team gearbeitet, wobei jedes Mitglied eine spezifische Aufgabe übernimmt.

Ehrenhöfer verweist in diesem Zusammenhang auf ein spezielles Lehrlingsprojekt im Bereich der Industrie 4.0 und IoT, das er zusammen mit einem anderen Lernenden für einen Kunden realisiert hat. Beim Projekt ging es darum, mit Sensoren eine Maschine zu überwachen. Die Sensordaten, beispielsweise Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit, wurden ausgewertet und in einem webbasierten Portal für den Kunden aufbereitet.

Gute Englischkenntnisse gefragt

Schulabgänger, die sich für eine Informatiklehre interessieren, sollten idealerweise verschiedene Fähigkeiten mitbringen. Man müsse gerne vor dem Bildschirm arbeiten, sagt Alexander Ehrenhöfer. Auch brauche es bei der Arbeit als Informatiker Geduld, weil Anwendungen oftmals nicht aufs erste Mal funktionieren. Hilfreich seien zudem ein Flair für Mathematik und gute Kenntnisse in Englisch, betont er. Als weitere Voraussetzungen nennt Ehrenhöfer die Fähigkeit, abstrakt zu denken und ein ausgeprägtes Vorstellungsvermögen.

Jesko Calderara

jesko.calderara@appenzellerzeitung.ch

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