Zukunft des Hotel Kapplerhof noch nicht geklärt

Zwei Monate nach der Schliessung des Kapplerhof sucht die Besitzerin der Liegenschaft, die Di Gallo-Gruppe, nach einem geeigneten Käufer. Damit die Bausubstanz des ehemaligen Hotels gewahrt wird, sorgt der ehemalige Hauswart dafür, dass die Räume weiterhin beheizt werden.

Barbara Anderegg
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EBNAT-KAPPEL. Vor gut zwei Monaten, in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember, wurden im Hotel Kapplerhof die Lichter gelöscht. Die Betreibergesellschaft IGT Management AG musste Konkurs anmelden, der Betrieb wurde unverzüglich eingestellt. Seither wird das Gebäude nicht mehr genutzt. Die Di Gallo-Gruppe als Besitzerin der Liegenschaft kündete in ihrer Medienmitteilung zur Schliessung des Hotelbetriebs an, dass sie in den «kommenden Wochen und Monaten die weiteren Nutzungsmöglichkeiten prüfen werde».

Noch ist keine Lösung gefunden worden. «Wir sind inzwischen mit verschiedenen Kaufinteressenten in Verhandlungen», sagte Patrick Huser, Verwaltungsrat der Di-Gallo Gruppe, gestern auf Anfrage. Darunter seien einige, die ein starkes Interesse bekundet hätten. «Wir werden nun zusehen, ob wir zu einem Vertragsabschluss kommen, der in unserem Sinn ist», sagt Patrick Huser. Andernfalls müssten andere Alternativen geprüft werden, so zum Beispiel eine andere Nutzung des Gebäudes innerhalb des Tätigkeitsfelds der Di Gallo-Gruppe, die hauptsächlich Alters- und Pflegeheime betreibt. Auch Gemeindepräsident Christian Spoerlé kündigte im Dezember an, sich für eine baldige Lösung einzusetzen. Daher habe er sich inzwischen darum bemüht, dass kantonale Stellen bei der Käufersuche behilflich wären. «Und das mit Erfolg, allerdings will die Besitzerin lieber selbst nach geeigneten Käufern suchen», sagt Christian Spoerlé. Es sei bedauerlich, dass zurzeit ein gemeinsames Vorgehen von der Di Gallo-Gruppe, dem Kanton und der Gemeinde nicht möglich sei. «Bleibt zu hoffen, dass eine Lösung gefunden wird – von wem auch immer», sagt der Gemeindepräsident. Denn das Schlimmste was in seinen Augen geschehen könnte, ist, dass das Gebäude über Jahre leer steht. Damit vorerst zumindest die Bausubstanz des ehemaligen Hotels gewahrt wird, habe man den vormaligen Hauswart der IGT Management AG übernommen. Er sorge dafür, dass die Räume beheizt und die technischen Installationen gewartet werden, so Patrick Huser. Ausserdem habe die Di Gallo-Gruppe Ruth Scheu für ihre Gymnastikkurse sowie dem Konzertchor Toggenburg für ihre Proben, die weitere Nutzung von einzelnen Räumen vorläufig wieder ermöglicht.