Zukunft des Altersheims Quisisana wird evaluiert

Vor einem Entscheid über eine Erweiterung des Alters- und Pflegeheims Quisisana soll dessen Zukunftsausrichtung geprüft werden. Ein entsprechender Bericht wird bis Mai 2013 erwartet.

Drucken
Teilen

HEIDEN. Im Mai 2007 hat die Gemeinde Heiden die Liegenschaft Freihofstrasse 3 («Chäslädeli») gekauft, mit der Absicht, unter Einbezug dieses Hauses das Alters- und Pflegeheim Quisisana zu erweitern. Doch wegen Umstrukturierungen in den Heimen Quisisana und Müllersberg in den Jahren 2009 bis 2011 sei schliesslich darauf verzichtet worden, die vorgesehene Projektierung mit einer Arztpraxis im Unter- und Erdgeschoss sowie Zimmern für Bewohnerinnen und Bewohner fortzuführen, heisst es in einer Medienmitteilung.

Saubere Planung vorziehen

Inzwischen ist das Altersheim Müllersberg geschlossen worden, die Führungssituation im Alters- und Pflegeheim Quisisana wurde konsolidiert. Nun könne sich die Gemeinde, wie es weiter heisst, wieder mit der künftigen Ausrichtung des «Quisisanas» beschäftigen. Um eine saubere Angebotsplanung zu erreichen, hat der Gemeinderat die Kommission Heime und eine externe Projektleitung beauftragt, zusammen mit möglichen Partnern für eine verstärkte Vernetzung über die eigenwirtschaftliche Zukunftsausrichtung (Service-Angebot, Kapazität, allenfalls Kapazitätserweiterung) Bericht zu erstatten und Antrag zu stellen – dies bis spätestens Ende Mai 2013. Die externe Projektleitung wird gemäss Mitteilung durch Markus Meli, Gemeindeberater, BDO AG St. Gallen, wahrgenommen. Für das Projekt wurde ein Ausgabenbeschluss von 30 000 Franken gefasst, wobei für die externe Beratung ein Kostendach von 20 000 Franken besteht.

Nicht isoliert betrachten

Der Gemeinderat begründet sein Vorgehen mit dem Hinweis, die zukünftige Ausrichtung des Altersheimes Quisisana könne nicht isoliert betrachtet werden. Zu berücksichtigen seien insbesondere die allgemeinen Entwicklungen im Bereich des Eintrittalters, der Personalengpass im Pflegebereich oder auch die schwierige Finanzierbarkeit aufgrund des höheren Pflegebedarfs. Zu beachten sei ferner, dass heute eine minimale Bettenkapazität für einen wirtschaftlichen Betrieb empfohlen wird. Im weiteren weist der Gemeinderat darauf hin, verschiedene Anbieter von Dienstleistungen für Personen in fortgeschrittenem Alter einzubeziehen. Auch Ansichten und Erfahrungen von Anbietern, die geographisch nicht in direkter Konkurrenz zum Altersheim Quisisana stünden, sollen bewertet werden.

Nach der Analyse sollen Massnahmen definiert werden. (gk)