Vision eines Gesundheitshauses im Haus Bächli in Teufen wird konkret: Möglicher Betreiber hat sich gemeldet

Schon länger versucht der Teufner Gemeinderat im ehemaligen Alters- und Pflegeheim Haus Bächli die Vision eines Gesundheitshauses umzusetzen. Jetzt könnte es tatsächlich klappen: Verhandlungen mit einer möglichen Trägerschaft sind im Gange.

Astrid Zysset
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Das ehemalige Alters- und Pflegeheim Bächli in Teufen soll zu einem Gesundheitshaus werden.

Das ehemalige Alters- und Pflegeheim Bächli in Teufen soll zu einem Gesundheitshaus werden.

Bild: Astrid Zysset

Als "Zeitzeugen der sozialen Entwicklung in Teufen", umschreibt Teufens Gemeindepräsident Reto Altherr das ehemalige Alters- und Pflegeheim Haus Bächli. Ein Zeitzeuge, der aber schon länger leer steht. 2017 wurde der Betrieb des Altersheimes mangels Nachfrage aufgegeben. Seitdem werden einzelne Bereiche zur Zwischennutzung vermietet. Ausreichend Platz hat es ja - das historisch bedeutsame Gebäude weist eine Nutzfläche von rund 1500 Quadratmetern aus. Was aber tatsächlich einmal aus dem Haus Bächli werden sollte, war lange ungewiss - und ist es noch. Aber gemäss Altherr ist die Hoffnung zumindest mittlerweile gross, dass der eingeschlagene Weg von Erfolg gekrönt sein könnte.

Die Vision des Gemeinderates: Das ehemalige Alters- und Pflegeheim soll zu einem Gesundheitshaus werden. Eine entsprechende Trägerschaft wurde Anfang 2019 ausgeschrieben. Doch wie Gemeindeschreiber Markus Peter anlässlich eines Informationsanlasses am Mittwochabend im Haus Bächli einräumte, blieb die erhoffte Resonanz damals aus. Im Sommer dann der Strategiewechsel. Statt einer Trägerschaft wurden mögliche Nutzer gesucht. Mit Erfolg. 12 Interessenten haben sich bislang gemeldet. Gemäss Peter wäre somit schon mehr als die Hälfte des Hauses belegt.

Verhandlungen mit möglicher Trägerschaft laufen

Und auch in die Frage nach der Trägerschaft kam im Juni dieses Jahres Bewegung. Ein "seriöser Betreiber, der sehr verankert ist in der Gemeinde", so Peter, habe sein Interesse angekündigt. Die Verhandlungen würden laufen. Noch lasse sich nicht abschätzen, ob diese zum Ziel führen werden, doch der Gemeinderat zeigt sich optimistisch. Was aber bereits klar ist: Ein Verkauf stünde nicht zur Debatte. Markus Peter :

"Der Gemeinderat fühlt sich mit dem Haus Bächli und dessen Geschichte emotional stark verbunden. Für ihn ist klar, dass man es behalten will."

Das Gebäude würde den Betreibern somit im Baurecht abgegeben. Ein Umbau könnte jener dann in Absprache mit den möglichen Interessenten individuell gestalten.

Fitness direkt unter dem Dachgeschoss?

Peter betonte am Mittwochabend, dass sich das Projekt erst auf Konzeptstufe befinde. Noch ist vieles vage, noch ist das Gesundheitshaus nur eine Idee. Aber eine, die dem Gemeinderat am Herzen liegt. In einer Studie, welcher der St.Galler Architekt Reto Egloff erstellte, sind erste Vorstellungen erkennbar: Unter dem Dachgeschoss liesse sich ein Yoga-Studio einrichten, und ein Schulungs- wie auch Seminarraum mit einer Höhe über mehrere Stockwerke könnte das Angebot an verschiedenen Therapieräumen komplettieren.

Das 1825 erbaute Haus Bächli würde somit eine Totalsanierung erfahren. Aber nur innen. Die Südfassade des Gebäudes steht unter Schutz. Das war auch der ausschlaggebende Grund, weshalb der Gemeinderat von der Idee vom Bau von Wohnungen schliesslich absehen musste: Balkone dürften nicht erstellt werden. Und ohne diese wären gemäss Peter die Mietpreise nicht in derjenigen Höhe anzusiedeln, in welcher sich das Haus wirtschaftlich betreiben liesse.