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Zuckrige Zeiten

Anina Rütsche

Noch mag ich gar nicht daran denken, dass ich nächstes Jahr wieder vor der Frage stehen werde: Fasten, ja oder nein? Im Moment bin ich schlicht und einfach froh, dass die Sache mit dem Verzichten auch dieses Mal so gut geklappt hat. In sämtlichen Lebenslagen konnte ich mich zusammenreissen und Süsses links liegen lassen. Auch habe ich das Smartphone weitaus weniger genutzt, als ich es normalerweise mache. Ich habe vieles weggelassen und die Erkenntnis gewonnen, dass dies bereichernd sein kann. Verloren habe ich übrigens auch, und zwar rund zwei Kilo Körpergewicht. Diese Erfolgserlebnisse bestärken mich darin, die Herausforderung im März 2019 einmal mehr anzunehmen.

Die Fastenzeit, die nun Geschichte ist, empfand ich als schön und anstrengend zugleich. Es war, wie wenn man lange steil bergauf wandert und dabei ins Keuchen und Schwitzen kommt. Schliesslich wird die grandiose Aussicht auf dem Gipfel zur Belohnung für die Strapazen, denen man sich mutig gestellt hat. Mein persönlicher Gipfel am Ostersonntag bestand aus Schokolade und einem eiskalten Energy Drink. Alles war lecker, alles war süss – erschreckend süss, wie ich fand. Die eierförmigen Pralinen schmolzen lieblich in meinem Mund, das Getränk kitzelte den Gaumen und mundete vorzüglich. Eigentlich war es so wie früher, bloss mit dem Unterschied, dass ich den Genuss nun bewusster wahrnahm als zuvor.

Nach den Feiertagen ging ich einkaufen, wobei ich einige Osternaschereien zum halben Preis ergattern konnte. Diese Beute nahm ich mit ins Büro. Mein Arbeits- und Fastenkollege Beat Lanzendorfer war derjenige, der sich am meisten darüber freute. Das kann ich natürlich gut verstehen. Dann allerdings passierte etwas Überraschendes: Nach zweidrei Häppchen, ich schwöre es, hatten wir bereits genug gegessen.

Anina Rütsche

anina.ruetsche@toggenburgmedien.ch

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