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Kampf um Ausserrhoder Nationalratssitz: Zuberbühler kritisiert Päckli von FDP und SP

Die Ausserrhoder FDP und SP wollen eine Allianz schmieden, um eine Wiederwahl von David Zuberbühler zu verhindern. Der SVP-Nationalrat reagiert verwundert auf den Zusammenschluss.
David Scarano
David Zuberbühler ist seit 2015 Nationalrat. (Bild: Anthony Anex/Keystone)

David Zuberbühler ist seit 2015 Nationalrat. (Bild: Anthony Anex/Keystone)

In vielen Kantonen herrscht Klarheit, welche Kandidaten und Parteien ins Rennen um die Nationalratssitze steigen wollen. Nicht so in Ausserrhoden. Es steht weiterhin nicht fest, wer SVP-Politiker David Zuberbühler herausfordern wird. Dennoch steigen im Wahlkampf die Temperaturen.

FDP- und SP-Vertreter haben im «Regionaljournal» bekräftigt, dass sie bereit sind, eine Allianz zu schmieden, um Zuberbühler zu stürzen. Der SVP-Politiker reagiert leicht irritiert auf diese Zusammenarbeit über ideologische Barrieren hinweg. Er rechne zwar seit seinem Amtsantritt damit, dass er herausgefordert werde. «Doch dass die FDP als bürgerliche Kraft bereit ist, ausgerechnet mit den Linken ein Päckli zu schnüren, verwundert mich sehr», sagt der Herisauer.

Er frage sich zudem, ob das Volk ein solches Vorgehen goutiere. Die SP biete sich als Steigbügelhalterin an, beim Versuch der FDP ihre Machtansprüche auf beide Ausserrhoder Sitze in Bern zu erfüllen. Auch stört sich Zuberbühler daran, dass er von der SP etwa als Klimaleugner bezeichnet werde. Das stimme nicht, sagt er.

«Wenn ich das wäre, wäre ich nicht seit 10 Jahren Mitglied des Vereins Energie AR.»

Die FDP wirft ihm vor, in Bern nichts erreicht zu haben. Auch dies weist Zuberbühler von sich. Er verweist auf sein Netzwerk in Bern, das bei wichtigen Projekten für den Kanton wie etwa den Autobahnzubringer nützlich sei.

Mit dem Vorwurf des linksbürgerlichen Päcklis konfrontiert, reagiert Marcel Walker, Vizepräsident der FDP, gelassen. Er nennt den Schritt «pragmatisch» und betont, dass seine Partei mit der SP in einigen Themenbereichen bereits gut zusammenarbeite. SP-Parteipräsident Jens Weber wehrt sich gegen Vorwurf. Er betont, dass seine Partei nur unter bestimmten Voraussetzungen bereit sei, eine FDP-Kandidatur zu unterstützen. Die Person müsse «ökologischer und sozialer» politisieren als Zuberbühler. Die SP will sich an der Delegiertenversammlung im September definitiv entscheiden. «Klar ist nur, Zuberbühler wird den Sitz nicht kampflos verteidigen können», sagt Weber. Kommt die FDP nicht, nominiert die SP einen eigenen Kandidaten.

FDP verschiebt Nomination

Danach sieht es nicht aus. Die FDP wollte am 24. Juni über eine Nomination entscheiden. Die Partei hat dies nun auf den 16. August verschoben. Grund sind nicht fehlende Kandidaten, wie Walker versichert. «Stand heute verfügen wir über genügend Zusagen, um den Delegierten im August einen oder mehrere Kandidaten vorschlagen zu können», sagt er. Auslöser für die Verschiebung ist laut dem Neo-Kantonsrat die Anwesenheit von FDP-Aussenminister Ignazio Cassis am Sommerfest. «Der Event ist ein würdiger Anlass, um unsere Mitglieder zu mobilisieren», erklärt Walker. Den verkürzten Wahlkampf sieht er nicht als Problem. Eine breit abgestützte und konsequent lancierte Kandidatur sei mindestens so wertvoll wie etwas mehr Zeit.

Wann Zuberbühler mit seiner Kampagne startet, ist noch unklar. Er kündigt jedoch an, dass er seinen Sitz keiner Partei kampflos überlassen werde.

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