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Kommentar

Zuberbühler triumphiert in Ausserrhoden – Schlappe für die FDP und die Frauen

Vieles sprach gegen David Zuberbühler, dennoch hat der Ausserrhoder SVP-Nationalrat seine Wiederwahl geschafft. Trotz knappem Ausgang müssen nun FDP und SP über die Bücher. Ihre umstrittene Allianz fruchtete nicht.
David Scarano
David Scarano, Redaktionsleiter Appenzeller Zeitung.

David Scarano, Redaktionsleiter Appenzeller Zeitung.

Was für ein Triumph für David Zuberbühler und seine SVP: Obwohl nur gerade 159 Stimmen den Ausschlag für den erneut kandidierenden Nationalrat gaben, ist dieser Wahlerfolg deutlich höher zu gewichten als jener vor vier Jahren. Damals profitierte der Herisauer von für ihn günstigen Umständen. Unter anderem nahmen sich Linke und Liberale 2015 gegenseitig Stimmen weg.

In diesem Jahr sprach vieles gegen Zuberbühler: Von der Öko-Welle und dem Frauenboom hätte die FDP-Herausforderin Jennifer Abderhalden profitieren sollen. Zudem schwächelte seine Mutterpartei. Und nicht zuletzt stand der Herisauer isolierter da denn je. Alle wichtigen Parteien im Kanton hatten sich auf die Seite der FDP geschlagen. Die SP verzichtete gar auf eine Kandidatur, um das Anti-SVP-Lager nicht zu spalten.

Dass es für Zuberbühler dennoch reichte, verdankt er der Wahlkampfstrategie der SVP, die die Schwächen von Jennifer Abderhalden geschickt auszunutzen wusste. Zudem sprach der Amtsbonus und die Bekanntheit in seiner Gemeinde, der mit Abstand grössten im Kanton, für den Herisauer.

Zuberbühler profitierte aber auch von der Schwäche der FDP. Das Ausserrhoder Stimmvolk strafte das dilettantische und vielerorts als arrogant empfundene Vorgehen der Freisinnigen ab, die nach dem zweiten Debakel bei den Nationalratswahlen in Serie zwingend über die Bücher müssen. Lehren aus dem Urnengang muss aber auch die Ausserrhoder SP ziehen. Ihre umstrittene Allianz mit dem Freisinn ist nicht aufgegangen. Vielen Linke gingen nicht an die Urne und halfen somit der SVP.

Zu den Verliererinnen zählen aber auch wieder einmal die Frauen im Kanton. Die Ausserrhoder Politik bleibt fest in Männerhand. Das kann man aber nicht der SVP zum Vorwurf machen. Sie hat ihr Ziel erreicht -trotz schwieriger Rahmenbedingungen.

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