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Zu verkaufen: Tradition und Historie

In Lichtensteig ein ehemaliges Bankgebäude, in Hemberg ein einstiges Kurhaus und in Wattwil eine alte Turbinenfabrik: Im Toggenburg stehen historische Bauten mit langer Geschichte zum Verkauf.
Serge Hediger
Das Bankgebäude an der Hauptgasse in Lichtensteig hat Baujahr 1872 und wurde 1988 aufwendig renoviert. (Bilder: Serge Hediger)

Das Bankgebäude an der Hauptgasse in Lichtensteig hat Baujahr 1872 und wurde 1988 aufwendig renoviert. (Bilder: Serge Hediger)

In Lichtensteig ein ehemaliges Bankgebäude, in Hemberg ein einstiges Kurhaus und in Wattwil eine alte Turbinenfabrik: Im Toggenburg stehen historische Bauten mit langer Geschichte zum Verkauf.

Sie thronen, von weitem sichtbar, auf einem Nagelfluhfelsen im Rotenbach am Weg zur Hochsteig: Eine Fabrikantenvilla, ein Fabrikgebäude aus hellem Backstein, ein moderner Anbau. Hier begann das Maschinenbauunternehmen Turbo-Separator AG 1956 mit der Fertigung von Filtrationsanlagen für Industrieflüssigkeiten. 1984 wurde die Produktion in einen Neubau an die Wattwiler Bleikenstrasse 48 verlegt. Und diesen Herbst, wenn die Arbeiten zur dortigen Aufstockung abgeschlossen sind, werden auch die Abteilungen Verkauf, Administration, Konstruktion und Service umziehen. «Der Aufstockungsbau wird kurze Produktionswege und zentrale Führungsnähe ermöglichen», sagt Turbo-Separator-Geschäftsführer Ruedi Bannwart.

Am Rotenbach, wo ursprünglich die Sockenfabrik Silva AG produzierte, wo Arbeiter mehrmals streikten, bis der Gemeinderat 1936 aktenkundig für Ordnung sorgte, wird dann Ruhe einkehren. Die Gebäude aus den Baujahren 1920 und 1978/79 stehen jetzt schon zum Verkauf.

Fabrik mit bewegter Geschichte

Bannwarts altes Büro liegt im dreistöckigen, ehemaligen Fabrikationsgebäude (850 Quadratmeter Fläche) im Rotenbach, bei schönem Wetter geht der Blick über die Dächer Wattwils hinweg zum Speer. Hier, könnte Bannwart sich vorstellen, wären loftartig vier Eigentumswohnungen mit hohen Räumen oder vier Reiheneinfamilienhaus-Einheiten realisierbar. Im neueren Anbau indessen ist eine Karosseriewerkstatt denkbar, ein Lager oder ein anderes Gewerbe, das auf eine Einfahrt ins Gebäude angewiesen ist. Das Ensemble mit über 2500 Quadratmetern Gebäudefläche und 16 Parkplätzen ist gegenwärtig zum verhandelbaren Preis von 1,95 Millionen Franken ausgeschrieben.

Ein Stück Banktradition

Nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt wird ein anderes Gebäude mit Geschichte verkauft. 1863 war es, als in Lichtensteig die Toggenburger Bank als Handels- und Notenbank gegründet wurde, um den Finanzbedarf der wirtschaftlich aufstrebenden Talschaft zu decken. 1912 fusionierte das Institut mit der Bank in Winterthur zur Bankgesellschaft, die Ende der Neunzigerjahre wiederum mit dem Schweizerischen Bankverein zur UBS zusammenging. Das Gebäude an der Hauptgasse hat Baujahr 1872 und wurde 1988 aufwendig renoviert. Es gehört längst der Tessiner Firma Vezimo SA, die in Cadempino insbesondere mit Finanz- und Gewerbe-Immobilien handelt. «Dieser <Palazzo Amministrativo> atmet auf vier Stockwerken buchstäblich ein Stück Bankgeschichte unseres Landes», sagt Vezimo-Immobilienhändlerin Helen Stocco. «Der Verkaufspreis liegt aktuell bei 3,1 Millionen Franken.»

15 Parkplätze, zehn in der Tiefgarage, gehören dazu; das Gebäude mit 1463 Quadratmetern Nutzfläche ist rollstuhlgängig.

«Heimeli» mit Privacy

Nicht ganz so gewichtig ist die Historie des Hemberger «Heimeli», des Ferienheims der Schwestern des Diakoniewerks Neumünster. Hier fanden die vor allem in der Spitalpflege engagierten Schwestern der 1858 in Zürich gegründeten Kranken- und Diakonissenanstalt Ruhe und Erholung. Gemäss der HEV Verwaltungs AG Immoshop Toggenburg, die für den Verkauf des einstigen Kurhauses und Seminarhotels in Dorfnähe zuständig ist, beträgt der aktuelle Verkaufspreis 1,65 Millionen Franken. Dafür erhält der Käufer gemäss Verkaufsdokumentation eine multifunktionale Liegenschaft, bestehend aus drei Häusern mit insgesamt 19 Einzel- und elf Doppelzimmern, eine moderne Hotelküche, viel Privatsphäre mit Panoramasicht und Säntisblick sowie eine Photovoltaikanlage mit 22 000 Kilowattstunden Jahresproduktion.

Ja, träumen ist ausdrücklich erlaubt.

Die Gebäude der Turbo-Separator AG: Eine Fabrikantenvilla, ein Fabrikgebäude und ein moderner Anbau.

Die Gebäude der Turbo-Separator AG: Eine Fabrikantenvilla, ein Fabrikgebäude und ein moderner Anbau.

Im Hemberger «Heimeli» fanden die Schwestern der 1858 in Zürich gegründeten Kranken- und Diakonissenanstalt Ruhe und Erholung. (Bild: Urs M. Hemm)

Im Hemberger «Heimeli» fanden die Schwestern der 1858 in Zürich gegründeten Kranken- und Diakonissenanstalt Ruhe und Erholung. (Bild: Urs M. Hemm)

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