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Appenzeller Gymilehrerin zu Gast bei den Nobelpreisträgern

Wenn in dieser Woche die 68. Lindauer Nobelpreisträgertagung über die Bühne geht, ist auch eine Appenzeller Gymnasiallehrerin vor Ort. Heidi Ruckstuhl ist eine von zwanzig Auserwählten.
Roger Fuchs
Die Appenzeller Gymnasiallehrerin Heidi Ruckstuhl an der Nobelpreisträgertagung in Lindau.

Die Appenzeller Gymnasiallehrerin Heidi Ruckstuhl an der Nobelpreisträgertagung in Lindau.

Heidi Ruckstuhl unterrichtet Biologie am Gymnasium St. Antonius in Appenzell – normalerweise auf jeden Fall. In dieser Woche sieht ihr Programm anders aus. Sie darf an der Lindauer Nobelpreisträgertagung teilnehmen, wo sich 39 Nobelpreisträger sowie 600 der besten Nachwuchswissenschaftler aus 84 Ländern treffen. Heidi Ruckstuhl ist eine von zwanzig Lehrkräften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die für das Treffen eingeladen wurden. «Wir tun dies als Anerkennung für ihr besonderes Engagement bei der Wissensvermittlung in und ausserhalb des Klassenzimmers», heisst es seitens der Organisatoren. Ruckstuhl lege besonderen Wert darauf, durch kontinuierliche Weiterbildungen die neuesten Erkenntnisse aus der Forschung in den Unterricht einzubauen und verstehe es bei ihren Klassen eine Begeisterung für die Biologie zu wecken. Regelmässig würden Schüler dank ihres Engagements an Wettbewerben wie «Schweizer Jugend forscht» und der «Bioolympiade» teilnehmen.

Eine Frage von Ruckstuhl an die Nobelpreisträger

Und so meldet sich Heidi Ruckstuhl dieser Tage live vor Ort via Internet. «Ich bin zutiefst beeindruckt von der Tatsache, dass so viele naturwissenschaftliche Topforscher hier in Lindau sind und bereitwillig ihr riesiges Wissen mit anderen Menschen teilen», sagt die Appenzeller Lehrerin. Doch auf welchen der Nobelpreisträger freut sie sich denn am meisten? In einer ersten Reaktion meint sie, dass ihr eine Wahl sehr schwer falle. Doch dann nennt sie Namen wie die beiden Schweizer Rolf Zinkernagel (Mediziner), Kurt Wüthrich (Chemiker), oder die deutschen Erwin Neher (Biophysiker) und Bert Sakmann (Mediziner und Physiologe) als ihre Favoriten. Wenn sie die Möglichkeit bekommen sollte, an solche Persönlichkeiten eine Frage zu richten, dann jene, wie denn die Ehrung mit dem Nobelpreis die weitere Tätigkeit als Forscher beeinflusst habe.

Am Mittwoch weilte Heidi Ruckstuhl nicht alleine in Lindau, sondern elf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Antonius in Appenzell konnten sie begleiten. Der bereits genannte Nobelpreisträger Bert Sakmann habe auf eindrückliche und für die Gymnasiasten verständliche Weise seinen Nobelpreis und weitere Forschungsbereiche, in denen er wirke, erläutert, fasst Ruckstuhl zusammen. 1991 wurde Sakmann zusammen mit Erwin Neher der Nobelpreis verliehen. Die beiden Wissenschaftler erhielten diesen für die Entwicklung der Patch-Clamp-Technik, einer Methode zur messtechnischen Beobachtung der Bewegung geladener Teilchen durch die Zellmembran.

Faszination soll positiv auf Unterricht ausstrahlen

Gestern standen für die Gymnasiallehrerin Vorträge und Talks von Nobelpreisträgern auf dem Programm. So spannend solches sei, so anstrengend sei es auch. Das Niveau der Referate sei hoch und das Programm dicht. «Uns Lehrern wird auch ein Workshop und eine Führung durch den Lindauer Wissenspfad angeboten», so Heidi Ruckstuhl. «Und es wird uns die Lindauer Nobelpreisträger-Mediathek vorgestellt.» Heute folgt eine Schifffahrt zur Insel Mainau, wo es eine Podiumsdiskussion gibt. Viele Eindrucke sind es am Schluss, die Heidi Ruckstuhl mitnehmen kann. «Für mich persönlich stellt diese ausserordentliche Erfahrung sicher eine grosse Bereicherung dar.» Sie könne ihren fachlichen Horizont erweitern. Und ohne bereits konkret zu werden, fügt sie ihre Überzeugung an, dass sich diese Tagung zusammen mit der in Lindau erlebten Faszination sicher positiv auf ihren Unterricht ausstrahlen werde.

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