Zu Besuch im «Schnäggehüsli»

Spielgruppen als non-formale Bildungsorte entsprechen einem grossen Bedürfnis. Dies beweist der grosse Besucheransturm am Tag der offenen Tür vom vergangenen Samstag.

Irene Rüdlinger
Drucken

Spielgruppen als non-formale Bildungsorte entsprechen einem grossen Bedürfnis. Dies beweist der grosse Besucheransturm am Tag der offenen Tür vom vergangenen Samstag.

Pünktlich um 9 Uhr am Samstag, nein sogar schon etwas früher, fanden sich die ersten interessierten Familien ein. Denn die Kleinen hatten es auf dem Weg in die Dorfspielgruppe sehr eilig, freuten sie sich doch darauf, endlich den Ort kennenzulernen, den sie ab Sommer ein- bis zweimal wöchentlich besuchen dürfen. Und so erfüllte bald fröhliches Kinderlachen den hellen Spielgruppenraum und manche Mutter und mancher Vater wunderte sich, wie schnell ihr Sprössling in Anbetracht der tollen Spielmöglichkeiten ihre Anwesenheit schlichtweg vergessen zu haben schien. Da wurden Autos parkiert, Schienen verlegt, Puppen gefüttert und die feinsten Mahlzeiten gekocht. Auch die grüne und rosa Knetmasse wurde mit Hingabe bearbeitet und geformt. Die Eltern nutzten derweil die Gelegenheit, offene Fragen mit den Verantwortlichen des Spielgruppenteams (Irene Rüdlinger, Katrin Zürcher und Daniela Hollenstein) zu klären und anregende Gespräche mit gleichgesinnten Eltern zu führen. Viel zu schnell wurde es 11 Uhr und manches Mädchen und mancher Junge machte sich äusserst ungern und nur nach Anwendung aufwendiger Überredenskünste auf den Heimweg – denn es ist ja so schön im «Schnäggehüsli». Im Anschluss daran machte sich eine muntere Schar interessierter Familien auf den Weg hinauf zum Lägelenwald, wo sie von den Waldspielgruppenleiterinnen Sandra Tschanz und Regula Giger bereits mit einem knisternden Lagerfeuer erwartet wurde. Der Waldspielplatz mit den Naturspielen zog die kleinen und grossen Besucher schnell in seinen Bann. Da durfte nach Herzenslust mit Wasser und Blättern gekocht und experimentiert werden. In der Spielgruppe lernen Kinder ihre Grenze und Stärken abzuschätzen Als Ort der Geborgenheit, des freien Spielens, des Lachens und Singens sind Spielgruppen oft jener Ort, wo sich die Kinder erstmals ausserhalb ihrer gewohnten Umgebung mit Gleichaltrigen treffen. Sich behaupten, Rücksicht nehmen, sich gegenseitig mit Stärken und Schwächen zu akzeptieren, einander helfen, aber auch streiten und wieder Frieden schliessen, sind wichtige Bestandteile des Gruppenlebens. Die Leiterinnen schaffen eine vertraute Atmosphäre, in der sich jedes Kind angenommen fühlen darf, setzen aber auch klare Grenzen, damit ein friedvolles Miteinander ermöglicht wird. Im Wissen darin, dass die Familie der wichtigste Bildungsort des Vorschulkindes ist, arbeiten wir Leiterinnen der Dorf- und Waldspielgruppe «Schnäggehüsli» eng mit den Eltern zusammen. Diese werden durch verschiedene Anlässe mit einbezogen, wodurch ein partnerschaftliches Verhältnis aufgebaut wird.

An dieser Stelle möchten wir all unseren Sponsoren, unserem Dauersponsor St. Galler Kantonalbank sowie unserem Jahressponsor IST-AG, herzlich für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung danken.

Aktuelle Nachrichten