Ziel: Europa-League des Tourismus

Gemeindepräsident Norbert Näf orientiert über die Vision von Heiden im Tourismus. Die geplante Auflösung der knapp 130jährigen Strassenbeleuchtungskorporation löst Wehmut aus.

Karin Steffen
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Heidens Gemeindepräsident Norbert Näf präsentierte die Pläne für den Tourismus sowie den Voranschlag 2014. (Bild: ks)

Heidens Gemeindepräsident Norbert Näf präsentierte die Pläne für den Tourismus sowie den Voranschlag 2014. (Bild: ks)

HEIDEN. Trotz den Europa-League-Fussballspielen St. Gallen – Valencia und Thun – Kiew fanden sich am Donnerstag viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Kursaal Heiden ein, um der Orientierungsversammlung beizuwohnen. Dieser Umstand verleitete Gemeindepräsident Norbert Näf zum Versprechen: «Wenn das Hotel Muhr und das Hotel Park realisiert sind, spielen wir in der Europa-League des Tourismus!» Das setzt aber voraus, dass die Stimmbürger an der Abstimmung vom 24. November der Änderung des Teilzonenplans Park zustimmen.

Beteiligung an Tiefgarage

Köbi Frei, für einmal nicht als kantonaler Finanzdirektor, sondern als Verwaltungsrat der Hotel Heiden AG anwesend, legte verständlich dar, wie wichtig ein Hotel-Neubau für Heiden als Seminarstandort sei. Das neue Hotel Park könne mit den Hotels Heiden und Muhr mehrere Kundensegmente abdecken und somit nicht nur die Attraktivität von Heiden, sondern des ganzen Kantons steigern. Die Gemeinde werde sich finanziell an der geplanten Tiefgarage beteiligen, ergänzte Norbert Näf auf Nachfrage. Ob mit einem einmaligen Betrag oder in Form einer Miete, sei noch Gegenstand von Verhandlungen.

Verstoss gegen Rechtsgleichheit

Die seit 1887 bestehende Strassenbeleuchtungskorporation verstosse gegen die Rechtsgleichheit, begründete Gemeinderat Werner Rüegg den Wunsch nach einer neuen Regelung für die Strassenbeleuchtung. Dies, weil die Korporation Beiträge von Hauseigentümern in unmittelbarer Nähe einer Strassenlaterne erhebt, jedoch die ganze Bevölkerung die Beleuchtung nutze. Das seit 2010 geltende neue Strassengesetz verkomplizierte die Zusammenarbeit von Kanton und Korporation zusätzlich.

Nur noch Statisten

Der Präsident der Strassenbeleuchtungskorporation, Beat Schrag, brachte es dann auch auf den Punkt: «Natürlich ist es schade um die alte Tradition. Aber wir sind in den letzten drei Jahren zu Statisten verkommen, nur noch für administrative Arbeiten und die Geldbeschaffung zuständig.» Unter diesen Umständen stünden er und der Vorstand voll und ganz hinter der Auflösung der Korporation. Für die Aufgaben der Korporation wäre künftig die Gemeinde verantwortlich. Sie übernähme vom EW Heiden die oberirdischen Kandelaber zu einem Preis von 135 000 Franken. Die Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten würde das EW Heiden aufgrund einer Leistungsvereinbarung übernehmen.

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