Ziel eindeutig verpasst: FC Bütschwil im Abstiegsstrudel

Eigentlich wollte der FC Bütschwil unter dem Trainergespann Hanspeter Schlittler und Peter Baumgartner wie in anderen Saisons auch so lange wie möglich mit der Tabellenspitze mithalten. Darum ist die derzeitige Abstiegsgefahr eine böse Überraschung.

Rolf Freitag
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FUSSBALL. Von einem allfälligen Aufstieg sprach niemand, ein Platz im Mittelfeld lag im Bereich der Möglichkeiten. Dass man dann aber vor der Winterpause im gefährdeten Abstiegsbereich liegen wird, daran dachte wohl niemand. «Die gesetzten Ziele wurden rang- und punktemässig nicht erfüllt», fasst Hanspeter Schlittler, der im Sommer den langjährigen Trainer Leo Mathis ablöste, kurz und bündig zusammen.

Vorrunde mit Hochs und Tiefs

Der Start liess sich sehen, denn man gewann auswärts bei Aufstiegs-Favorit Aadorf und hoffte auf eine Fortsetzung. Eine deutliche 0:9-Kanterniederlage auswärts gegen den FC Linth passte dann nicht ins Konzept. Dazwischen folgten Unentschieden gegen Tobel, Affeltrangen und Schmerikon. Heimsiege über Kirchberg und Glarus liessen das Punktekonto in der Vorrunde auf 11 Punkte anwachsen. Mit dieser Ausbeute liegt der FC Bütschwil in einem abstiegsgefährdeten Feld von sieben Teams, die innerhalb von nur zwei Punkten klassiert sind. Eine spannende Rückrunde, in der gute Nerven und gesundes Selbstvertrauen wichtig sind, ist angesagt.

«Positiv für mich war das gute Umfeld im Verein, der sehr gute Trainingsbesuch und die Leistungssteigerung in den letzten fünf Spielen. Hier wurden wir mit nur zwei Siegen schlecht belohnt», sieht Hanspeter Schlittler trotz der nicht befriedigenden Bilanz wichtige positive Erkenntnisse.

Pause richtig ausnutzen

Die Pause kommt für Bütschwils Team wohl wie gerufen. Losgelöst von der Jagd nach wichtigen Punkten kann man sich an die Trümpfe Teamgeist und Kampfkraft erinnern und so eine positive Basis für die Rückrunde legen. Ab Mitte November bis Ende Januar, unterbrochen durch die Weihnachtspause, trifft man sich einmal wöchentlich zu Aerobic und Rumpf–Stabilisation sowie Ausdauertraining. Wer noch nicht genug hat, hält sich mit Hallenfussball fit. Ab dem 7. Februar steht zweimal Training pro Woche auf dem Programm, dazu sollen sechs Freundschaftsspiele für die nötige Form zum Rückrundenstart im April sorgen.

Mit Zuversicht in die Rückrunde

Hanspeter Schlittler ist froh, dass das Kader zusammen bleibt. «Verletzte sollten wir bis im Frühling keine mehr haben. Nach Verstärkungen wird nicht aktiv gesucht, doch sind wirkliche Verstärkungen bei uns natürlich willkommen», wagt Schlittler einen Blick Richtung Frühjahr. Ganz wichtig für den FC Bütschwil wird natürlich der Start sein. Bleibt das Team von Verletzungen verschont, dann traut man den Bütschwilern eine Aufholjagd ins gesicherte Mittelfeld zu. «Wir wollen möglichst schnell aus dem Tabellenkeller kommen», sagt Hanspeter Schlittler. «Das ist aber kein leichtes Unterfangen, denn das wollen und müssen auch noch sechs andere Teams.»

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